Offener Brief zum Gesetz zur Einführung von Islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach

Dezember 6, 2011

يوم حقوق الإنسان ‏

yaum ḥuqūq al-insān

Human Rights Day

Internationaler Menschenrechtstag (10. Dezember)

Offener Brief zum Gesetz zur Einführung von Islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach

Als verfassungswidrig könnte sich das zwischen Nordrhein-Westfalen und den im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Islamverbänden am 22.02.2011 „verabredete“ Beiratsmodell erweisen.[1] Plan ist, dass der KRM einen Beirat bildet, der dann legal als staatlicher Ansprechpartner funktionieren soll, um einen Religionsunterricht mit Bekenntnischarakter anzubieten.

Am 14. September 2011 wurde dazu im Düsseldorfer Landtag das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz, Drucksache 15/2209) von Sachverständigen besprochen und der Öffentlichkeit vorgestellt (vgl. Ausschussprotokoll Drucksache APr 15/278 vom 14.09.2011).[2] Das Gesetz wird nun in den Fraktionen beraten.

Zum zehnten Dezember 2011, dem internationalen Menschenrechtstag (Human Rights Day). Offener Brief an die Landtagsabgeordneten in NRW von Edward von Roy, dem Verfasser der Petition gegen das Löhrmannsche Beiratsmodell.[3]

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Mönchengladbach

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

beim Thema Islam reden wir über eine Sache, die jeder von uns als sein bester Experte kennt, über Religion. Lerne ich jemanden wirklich gründlich kennen, finde ich seine oder ihre etwaige, persönlich erarbeitete Spiritualität interessant und würdevoll, eine kantige atheistische Haltung allerdings nicht minder und das kann dann natürlich auch eine ex-muslimische Position sein. Deutschlands so genannte Muslime sind keine Spezies, keine Sorte Mensch, sondern Bürger bzw. Staatsbürger. Wir integrieren ins Grundgesetz hinein, nicht in das islamische oder sonstige Religionsgesetz.

Es mag so sein, dass ‘der Mensch’ seit Jahrtausenden religiös ‘ist’ und dazu berufen, Sinn und Alltag, Denken und Hoffen autonom (hoffentlich) zu verknüpfen. Viel entscheidender ist dabei, dass der Islamische Religionsunterricht den säkularen Rechtsstaat nicht als Provisorium der Allahkratie darstellt, dass er das Grundgesetz nicht im Namen des Jenseits ironisiert und die jungen Menschen nicht allmählich von den 1948 festgelegten Standards der allgemeinen Menschenrechte (AEMR) entfremdet. Den 63. Tag der Bekundung der AEMR dürfen wir in einer Woche feiern, am Zehnten Dezember, dem Human Rights Day.

Am 14.09.2011 hätten in Düsseldorf im Haus des Landtags die Worte Millî Görüş, Muslimbruderschaft, Fiqh und Scharia (šarīʿa) problematisiert werden sollen – und dazu überhaupt erst einmal ausgesprochen werden müssen. Beides ist nicht geschehen. Nach den Gründen sollte man fragen: Ist der ZMD, insbesondere die IGD zu Scheich Yusuf al-Qaradawi (Chef des ECFR)[4] auf Distanz gegangen? Halten Islamrat und insbesondere IGMG Necmettin Erbakan für jemanden, der den Islam falsch verstanden hat? Will der KRM auch über den nordrhein-westfälischen Islamischen Religionsunterricht (IRU) dazu aufrufen, die religiösen Erklärungen oder Rechtsgutachten von Muftis wie Mustafa Cerić (im ECFR) einfach nicht ernst zu nehmen?

Auch Lamya Kaddor hätte zitiert und problematisiert werden müssen (Quelle: CIBEDO):

„Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“[5]

Kaddor forderte am 14.09.2011 auch nicht den Wegfall der diskriminierenden Schariagesetze etwa im Familienrecht der Staaten Malaysia, Pakistan oder Ägypten, sondern orakelte: „Das Ziel muss sein, einseitige Darstellungen und Dogmatismus zu verhindern, insbesondere zum Beispiel in Frauenfragen, in der Sicht auf Nichtmuslime.“ Ob sie der Kairoer al-Azhar oder der pakistanisch geprägten Darul ‘Uloom „Dogmatismus“ vorwirft und den international aktiven Scharialobbyisten von Muslimbruderschaft oder Millî Görüs ‘Einseitigkeit“, ließ Frau Kaddor leider offen.

Unverhandelbares Zentrum jeder Erziehung muss die AEMR sein, die auch im Namen von Tradition oder Religion nicht außer Kraft zu setzen ist. Kofi Annan weiß:

„Es ist die Allgemeingültigkeit, die den Menschenrechten ihre Kraft verleiht. Sie gibt ihnen die Stärke, jede Grenze zu überwinden, jede Mauer zu erklimmen, jeder Macht zu trotzen. Der Kampf für allgemeine Menschenrechte war immer und überall ein Kampf gegen alle Formen der Tyrannei und Ungerechtigkeit – gegen Sklaverei, gegen Kolonialismus, gegen Apartheid. Dies ist heute nicht anders.“[6]

Der orthodoxe Islam der Gegenwart, der 1990 die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI) verkündete, kann mit universellen Menschenrechten nichts anfangen und kultiviert den Fiqh (Sakraljurisprudenz). Die ʿUlamāʾ (die islamischen Gelehrten, sg. ʿĀlim) geben Befehl, der Mufti (Sarajevo: Großmufti Mustafa Cerić, ECFR) klärt letzten Zweifel. Der Schariaverweigerer brutzelt auf ewig in der Feuergrube, weil er den Sinn gelingenden menschlichen Lebens verfehlt hat, den Rechtsgehorsam nach Maßgabe von Scharia und Fiqh. Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel:

„Der Fiqh ist der Niederschlag der islamischen Wohlverhaltensdoktrin (Scharia), wie er im Koran begründet ist und durch die Tradition oder Sunna [das ist der mehrbändige Hadith als die prophetische Überlieferung und die Sira, die prophetische Biographie) zusätzlich abgesichert ist. Der Fiqh wird durch die Regelungen und Interpretationen der islamischen Juristen legalisiert und damit verwirklicht."[7]

Islam pur, Scharia ‘unplugged’ heißt, zu bekennen: Unislamisches Leben ist sittlich minderwertig und kraftvoll verächtlich zu machen, schariagemäße ‘Orthopraxie’ (Wohlverhalten) ist in Familie und Straßenzug durchzusetzen (ḥisba, Hisba), für die Frau ist der Schleier (ḥiǧāb, Hidschab) Pflicht. Die Ungläubigen und ihre Verhaltensweisen sind zu meiden, unislamisches Wissen ist ‘falsches Wissen’.

„Im Islam ist die [dem gänzlichen menschlichen Verstehen enthobene] Scharia Moralkodex und Religionsgesetzlichkeit.“[8]

Hisba, die [bedarfsweise gewalttätige] Wahrung der Ordnung nach den Gesetzen Allahs.[9] Theologische Grundlage der Hisba ist die Pflicht jedes Muslims, „zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist“ (al-amr bil-maʿrūf wan-nahy ʿani l-munkar), Koran 3:110. Heutige Hisba organisieren beispielsweise die ägyptischen Muslimbrüder sowie unbegrenzt durchsetzungsfähige Kräfte in Nigeria und Afghanistan.[10]

Politische Kultur nebst Meinungsbildung und Abstimmungsverhalten müsse wieder vom Allah inspiriert sein, fordert der ägyptische Kleriker Mahmoud Amer, was zur „himmlischen“ Folge hat, dass Muslime keine Nichtmuslime wählen dürfen.[11]

Amer erklärt: „Was ich gesagt habe ist, dass es einem Muslim nicht erlaubt ist, jemanden zu wählen, der sich nicht für die Umsetzung der Scharia begeistert und sich nicht politisch dafür einsetzt.“[12]

Zurück in den Düsseldorfer Landtag, wo am 14.09. das zwar unwissenschaftliche, aber sehr religiöse und koranisch verheißene Weltgericht in Form eines Berichts über einen deutschen islamischen Geistlichen durchaus zur Sprache kam: „Der Lehrer muss den Kindern im Religionsunterricht schon vermitteln, dass sie, wenn sie nicht beten, in die Hölle kommen.“ An dieser pädagogisch entscheidenden Stelle jedoch verblüffte und beschämte Bernd Ridwan Bauknecht (Bonn) das Auditorium zielsicher: „Er hat das nicht so gemeint, das ist mir schon klar. Es war auch ein netter Mensch.“ Nein Herr Bauknecht, Sie sind im Irrtum befindlich, Ihr DITIB-Imam hat ‘das’ (!) sehr wohl ‘so gemeint’, und nette Menschen sind wir alle.

Auch an der Andreasschule in Bonn-Rüngsdorf, wo der Konvertit Islamkunde unterrichtet, werden junge Muslime nicht dazu aufgerufen, den Glauben an Teufel und Höllenfeuer für falsch zu halten oder für einen antiquierten Islam. Von der Scharia und ihrem Niederschlag irdischer Gesetze distanziert sich Bauknecht möglicherweise ebenso wenig wie von der Islamtheorie und Islampraxis der Theologen des European Council for Fatwa and Research (ECFR).

Im Schulbuch Saphir 5/6 belehrt man die Kinder in Bezug auf das Paradies. Seite 19 stellt das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) richtig dar, nämlich als unverzichtbaren Teil der Heilssicherung: „um dem Toten mit Gottes* Hilfe den Weg ins Paradies zu ebnen.“ Die Sache mit der ewigen Feuergrube haben die Herausgeber Lamya Kaddor, Rabeya Müller und Harry Harun Behr bemerkenswert gelöst, die für Schriftgläubige sozusagen unentbehrliche Hölle wurde in diesem Buch einfach übergangen.[13] Warum verschweigt man die Hölle (und gibt sie nicht als geistig mittelalterlich und heute unpädagogisch auf), erscheint Kaddor die ewige Strafe als nicht jugendfrei bzw. nicht kindgerecht? Ein Mitarbeiter an Saphir 5/6 war Bernd Ridwan Bauknecht, mitverantwortlich für Team NRW.

Vom Kitsch-Islam zum echten Islam. Allah sagt:[14]

Sure 23:103

Diejenigen aber, die leichte Waagschalen haben, sind dann ihrer selbst verlustig gegangen. Sie werden (ewig) in der Hölle weilen.

Sure 23:104

Das Feuer verbrennt ihnen das Gesicht, wobei sie (in ihrer Qual) die Zähne fletschen (kaalihuun).

Sure 11:106

Die Unseligen werden dann im Höllenfeuer sein, wo sie (vor Schmerzen) laut aufheulen und hinausschreien

Sure 4:56

Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, werden wir (dereinst) im Feuer schmoren lassen. Sooft (dann) ihre Haut gar ist, tauschen wir ihnen eine andere (dagegen) ein, damit sie die Strafe (richtig) zu fühlen bekommen. Allah ist mächtig und weise.

Neben dem Koran gibt es die Sunna. Auch der Hadith erläutert die ewige Qual für den Sünder.[15]

Sahih Muslim:

Es wird manche geben, denen reicht das Feuer bis zu ihren Knöcheln, anderen bis hoch zu ihren Knien, anderen bis hoch zu ihren Taillen und schließlich anderen bis hoch zu ihren Nacken.

Sahih Buchari:

Derjenige, der am Tag des Gerichts die geringste Strafe von den Menschen des Höllenfeuers erhalten wird, wird ein Mann sein, dem glühende Kohle unter den Bogen seines Fußes gelegt wird. Sein Gehirn wird davon kochen.

Auch at-Tirmidhi (825-892) ist informiert:[16]

Siedendes Wasser wird auf ihre Köpfe gegossen werden und es wird durch sie eindringen, bis es ihr Innerstes zerschneidet … Bis es aus ihren Füßen herauskommt und alles geschmolzen ist. Dann werden sie wiederhergestellt, wie sie waren.

Wenn Bernd Ridwan Bauknecht von Bonn-Rüngsdorf aus einen Islam ohne Hölle lehren möchte, einen Islam, der den Koran als Symbolsprache oder Allegorie begreift, die man weltweit gar nicht wörtlich nehmen soll, so mag er das der interessierten Öffentlichkeit doch einfach unmissverständlich mitteilen.

Die erwähnten, die Höllenstrafe brutal und einschüchternd beschreibenden Zitate aus Koran und Hadith gehören zwar zu den islamischen Glaubensgrundlagen, können aber aus (verfassungs-)rechtlichen (u.a.: Kinderrechtskonvention; Jugendschutzgesetz) und pädagogischen Gründen (Unzulässigkeit der ‘Schwarzen Pädagogik’; Überwältigungsverbot; keine Erziehung zur ‘autoritären Persönlichkeit’) an einer öffentlichen Schule nicht ohne Außenansicht und Kritik gelehrt werden.

Lamya Kaddor (in: Islamische Erziehungs- und Bildungslehre) bevorzugt es, höllenbezogen den Leser mit einem flackernden Plural von ‘Wahrnehmung’ zu verwirren: „… dass der Sünder wie Brennholz in der Hölle sein wird. Aufgrund solcher Aussagen im Koran baut sich ein Bild in den Köpfen der Muslime auf, das Gott als strafenden Gott wahrnimmt.“ Ob die Lehrerin im nordrhein-westfälischen Schulversuch Islamkunde in deutscher Sprache (hier: Dinslaken-Lohberg) allerdings für einen ‘Abbau’ dieses Bildes sorgen will oder Allahs Höllenstrafe für unsinnig und unislamisch hält, sagt sie uns auch auf Seite 98 nicht.[17]

Religionspädagoge Halit Ünal ermuntert die Jungen und Mädchen, an ihre Zukunft zu denken:

„Die Kinder sollen verstehen lernen, dass das Diesseits keinen Bestand hat. Deshalb sollen sie in zunehmendem Maße über ihren Zustand im Jenseits nachdenken und die Zwiesprache mit Allah suchen. (…) Der Unterricht soll den Islam von seinen wahren Quellen aus betrachtet vermitteln, um keinen Nährboden für falsche Auslegungen des Korans zu bieten. Ein verzerrtes Verständnis von Religion kann nämlich leicht zu Extremismus und Fanatismus führen.“

Soweit Halit Ünal in Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven (hg. von Thomas Bauer, Lamya Kaddor, Katja Strobel).

Ein nordrhein-westfälischer staatlicher Ansprechpartner für Islamischen Religionsunterricht muss glaubhaft erklären, die jenseitszentrierten (‘heilssichernden’) und auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhenden Normen von Scharia bzw. Schariagesetz (Fiqh) nicht versetzungsrelevant zu lehren und den Schülern nicht werbend zu empfehlen.

Ganz anderes scheint der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) in Deutschland zu erstreben, zwar weiß er vom Grundgesetz, doch:

„Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats … Dieser Grundsatz darf durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“[18]

Glauben heißt Gehorchen, islamische Frommheit ist öffentlich überprüfbares (!) Wohlverhalten. Ein Leben außerhalb des Kollektivs der Schariagehorsamen ist ein misslingenes Leben, weiß der ZMD (1999), was heute beim BMBF (Impressum: Bundesministerium für Bildung und Forschung www.ganztagsschulen.org) nachzulesen ist:

„Eine islamische Glaubenspraxis ohne und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime ist nicht denkbar. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es daher, den Schülern die Wechselwirkung zwischen Gemeinschaft und Individuum bewusst zu machen, aufmerksam zu machen auf die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehungen für die Entwicklung des Einzelnen, aber auch auf das Gelingen von islamischer wie allgemein menschlicher Gemeinschaft durch unterschiedliche Fähigkeiten und das Zusammenwirken ihrer Glieder.“[19]

In die kulturelle Moderne ist die Auffassung nicht integrierbar, dass die Religionszugehörigkeit des Vaters oder Großvaters den Lebensweg eines Kindes oder Jugendlichen total bestimmen soll. Jeder hat das Recht, seine Biographie autonom zu entwerfen.

Die im KRM engagierten, leider allesamt an der Wortwörtlichkeit von Koran und Sunna orientierten Islamverbände werden es dem ‘erfolgreich muslimisierten’ Individuum wohl eher nicht ermöglichen, für sich selbst die ganze Fülle und Lebensqualität der AEMR zu ergreifen, schon gar nicht im Bereich einer säkularen Interpretation des islamischen Religiösen. Die Ulama und Scheiche beginnen, sich zwischen Regierung und ‘muslimische Ex-Bürger’ zu schieben.

Die genannte Quelle Aufgaben und Ziele des Islamischen Religionsunterrichts (ZMD, Köln 1999, Seite 2) ordnet an, wie alle Kinder und Jugendliche die repressiven, kulturrassistischen und frauenfeindlichen Normen der Scharia zu etikettieren haben:

„Dabei sollen sie die Vorgaben des Korans und der Sunna als Hilfe und nicht als Maßregelung begreifen lernen.“

Ein Niveau wie im Katechismusunterricht der deutschen Fünfziger Jahre. Unter selbstbestimmter Spiritualität verstehen die Volksvertreter im Düsseldorfer Landtag hoffentlich etwas anderes.

Etwaige noch offene Fragen klären Mufti Mustafa Cerić und Scheich Yusuf al-Qaradawi, alles andere ist, so weiß der ZMD, im Buch der Bücher nachzulesen:

„Die Schüler sollen den Koran als das endgültige Wort Allahs verstehen lernen.“

Wie sollen die am IRU teilnehmenden Kinder und Jugendlichen angesichts einer derartigen Frömmigkeit AEMR und GG bewerten und empfinden, die doch sicherlich nicht das islamische „endgültige Wort“ sind?

Auch Pädagogin Kaddor (bei: CIBEDO 2008) ist bekennende Schriftgläubige als Muslima zweifele sie schließlich: „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“. Aus der Hand von Dr. Maria Böhmer erhielt die offensichtlich mit vielen integrationsbezogenen Hoffnungen befrachtete Kaddor am 30.11.2011 die Integrationsmedaille. Unsere Staatsministerin scheint keine Sorgen zu haben, dass Kaddors den Koran zur zweifelsfreien Wahrheit erklärender und die Scharia nicht verwerfender Religionsunterricht die Integration erschweren und die Segregation befördern könnte.

GG Art. 5 stellt fest: Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Ein vermitteltes, ‘die Seele vor dem Höllenfeuer rettendes’ Menschenbild und Gesellschaftsmodell wie das des orthodoxen Islam, in dem der Nichtmuslim und die Frau glaubensgehorsam wie islamjuristisch herabgesetzt sind, wird die Schülerin oder den Schüler in einen Wertekonflikt mit dem Grundgesetz bringen.

Der Konformitätsdruck wird in zunehmend islamfrommen Straßenzügen und Klassenzimmern leider rasch steigen und mit: „Das Kopftuch ist unsere Ehre – hast Du keine?“ verdeutlichen die ‘mobbenden Kopftuch-Mädels’ der Schülerin mit offenen Haaren ihren Status.[20]

Wo die lokalen Inhaber der Meinungshoheit zum ‘korrekten Islamischen’ jede junge Kopftuchverweigerin als Schlampe schildern, ist es auch einem Jungen oder einem Mann (das gilt auch für Nichtmuslime wie z.B. für viele Lehrer) nahezu unmöglich, dem Hidschab ‘bekennend’ entgegenzutreten. Die Forderung der Scharia stellt Erol Pürlü (Düsseldorf 14.09.2011) korrekt dar: „Mit der Pubertät ist es ein Gebot, Kopftuch zu tragen.“

Sicherlich kann in Deutschland gemäß GG Art. 4 jeder sein Gottes- bzw. Weltbild ‘bekunden’ und ‘bekennen’, solange andere Grundgesetzesartikel und davon abgeleitete Regelungen nicht verletzt werden. Andererseits schließen sich die Wertauffassungen von AEMR und Scharia gegenseitig aus (Koran und Sunna: halbes Erbe für die Frau; ihre halb wertvolle Aussage vor Gericht; Ehe der Muslima mit einem Nichtmuslim verboten; Apostasieverbot; Schleierzwang).

Was tut der nordrhein-westfälische Landtag dafür, dass es jedem Bürger (also auch jedem so genannten Muslim) möglich ist, seine Ablehnung von Fiqh und Scharia zu ‘bekunden’ und zu ‘bekennen’, und zwar auch im Islamischen Religionsunterricht?

Lassen Sie mich zum Schluss den Text der Petition I.3/15-P-2011-05451-00) vom 20.09.2011 wiederholen, den der Düsseldorfer Landtag beschließen möge:

„Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.“

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

[1] Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht

Die Unterzeichnenden verabreden die Einberufung eines Beirats, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. Alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens.

Der KRM nimmt es – unter Aufrechterhaltung seiner anderslautenden verfassungsrechtlichen Position – zur Kenntniss, dass der nordrhein-westfälische Landtag erwägt, fraktionsübergreifend ein Schulrechtsänderungsgesetz zu beschließen, das den islamischen Religionsunterricht rechtlich ermöglicht und auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.

Um den Bedenken der Mitglieder des KRM zu begegnen, die Beiratslösung könne auf Dauer angelegt sein, wird ausdrücklich bekräftigt, dass es sich um eine zu befristende Übergangslösung handeln soll.

http://religion-recht.de/2011/02/islamischer-religionsunterricht-in-nordrhein-westfalen-mit-dem-krm/

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/Gemeinsame_Erklaerung.pdf

http://gew-krefeld.de/Aktuelles-Archiv2011/0211/03/Islamunterricht_3.11.pdf

Die Ministerin macht Druck. Löhrmanns Schreiben an die Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen zum Thema „Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht“

Schariafreundin Löhrmann am 24.02.2011 als Fachfrau für erleichtertes Zusammenleben:

„In der unterzeichneten Erklärung wird die Einberufung eines Beirats verabredet, dessen Mitglieder im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land, alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens. Mit diesem Beirat hat das Land Nordrhein-Westfalen nun für eine noch zu bestimmende Übergangsfrist einen institutionalisierten Ansprechpartner auf Seiten der Muslime, ohne dass die Mitglieder des KRM als Religionsgemeinschaften anerkannt werden.

Um die rechtlichen Grundlagen für den bekenntnisorientierten Islamunterricht zu schaffen und auch um für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells zu sorgen, muss das Schulgesetz geändert werden. Es wäre ein sehr gutes integrationspolitisches Signal, wenn dieses Gesetz fraktionsübergreifend aus der Mitte des Parlaments eingebracht und verabschiedet würde. …

Die Einführung des bekenntnisorientierten Islamunterrichts dient nachhaltig dem Wohl unseres Landes – das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser Orientierung wird dadurch spürbar erleichtert.

http://www.laga-nrw.de/data/110224_gemeinsame_erklrung_mswkrm.pdf

[2] Zum Gesetzentwurf hat im Landtag am 14. September 2011 eine Expertenanhörung stattgefunden. Protokoll.

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA15-278.pdf

Expertenrat zum geplanten islamischen Religionsunterricht

14.09.2011 – Nun haben CDU, SPD und Grüne gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Einführung islamischen Religionsunterrichts als reguläres Schulfach auf den Weg gebracht. Die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Weiterbildung (stellvertretender Vorsitz: Dr. Gerd Hachen, CDU) sowie des Unterausschusses Integration (Vorsitz: Arif Ünal, Grüne) spitzten heute in einer Expertenanhörung gespannt die Ohren, was die geladenen Sachverständigen vorwiegend aus Wissenschaft und muslimischen Verbänden zu dem Gesetzentwurf zu sagen hatten.

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.1/Pressemitteilungen-Informationen-Aufmacher/Aufmacher/2011/09/Aufmacher118210.jsp

[3] Petition

I.3/15-P-2011-05451-00

Der Landtag möge beschließen:

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.

Edward von Roy begründet:

Zur auf Ungleichbehandlung beruhenden, angeblich die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Pflichtenlehre der Scharia (Islamisches Recht) geht der KRM, der insofern als fundamentalistisch und reaktionär zu bezeichnen ist, nicht auf Distanz. Ein proschariatischer Verantwortlicher für die Inhalte des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) jedoch wird die an staatlichen Schulen unterrichteten Kinder und Jugendlichen, auch die nichtmuslimischen, in einen Wertekonflikt mit den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bringen, der Grundlage unseres Grundgesetzes (GG)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/20/260/

[4] ECFR

Die Vereinigten Staaten fragen ihre Botschaften, ob der Europäische Rat für Fatwa und Forschung (ECFR) nach einer europäischen Anerkennung der Schariagesetze strebe.

The Bush administration asked its Dublin embassy to evaluate whether the European Council for Fatwa and Research (ECFR) was trying to have Sharia law recognised in Europe. …

It details how Washington asked its Dublin embassy to answer a series of questions on whether Irish-based groups like the ECFR, which is headquartered in Clonskeagh at the mosque of the Islamic Cultural Centre in Ireland, were trying to introduce Sharia law.

The ECFR is chaired by Qatar-based Egyptian cleric Yusuf al-Qaradawi, 84, a leading member of the Muslim Brotherhood, the embassy told Washington. He is now better known for the conservative views shared on his weekly talk show on Al-Jazeera.

Homosexuelle sind islamrechtlich zu töten, ein „leichtes“ Schlagen der Ehefrau ist dem Muslim nach einigen Mahnungen gestattet. In der Hierarchie der geistigen und geistlichen Autoritäten der Muslimbruderschaft steht Scheich Yusuf al-Qaradawi sicherlich sehr weit oben.

Among al-Qaradawi’s controversial views are that homosexuality is punishable by death, and that “lightly” beating one’s wife is permissible if all other means of persuasion have proven unsuccessful. Al-Qaradawi is considered a high-ranking leader within the Muslim Brotherhood’s intellectual movement.

The US was apparently concerned that the ECFR and similar groups were trying to force greater legal recognition for Islamic Sharia law in Western Europe, fearing that such laws were not compatible with democracy.

aus: TheJournal.ie (an Irish news website) 26.04.2011

http://www.thejournal.ie/usa-had-concerns-over-dublin-based-muslim-think-tank-wikileaks-126383-Apr2011/

im Bild: Die Moschee von Clonskeagh oder Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) ist Sitz des den Muslimbrüdern verbundenen Gelehrtennetzwerks ECFR

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/3/31/Mosque_in_Clonskeagh.jpg

26.04.2008, Kommentator Shengyi:

The same goes for the European Council for Fatwa and Research: It is headquartered in the ICCI, it regularly meets there, the ICCI imam is ECFR general secretary and the ICCI publishes ECFR fatwas. It is very obviously important for the theological/political orientation of the ICCI and the ECFR must be mentioned in the article.

http://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Islamic_Cultural_Centre_of_Ireland

28.04.2011 – IRELAND’S LARGEST Sunni mosque has tried to counter the perception … that it is dominated by groups such as the Muslim Brotherhood.

Weder in Kairo noch in Dublin dominiert die Muslim Brotherhood, Allahgott dominiert, die Bruderschaft setzt lediglich politisch um. Mit Koexistenz umschreiben Islamisten Apartheid oder Sezession:

The centre also argued that it calls for “integration and peaceful coexistence of Muslims and non-Muslims”. Rückzug und „Auswanderung“, abgeschottet von den Dhimmis, bis sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben.

http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2011/0428/1224295620891.html

ICCI – The Islamic Cultural Centre of Ireland was established in 1996 evolving, by Allah’s Will, into a distinguished landmark and an elite Islamic edifice not only in Ireland but in Europe as a whole.

Je mehr Schamhaftigkeit, desto mehr Allahkratie. Muslim women pray here. Muslim men and women pray at the same time but in separate locations due to modesty.

http://islamireland.ie/about.html

Dr. Nooh Al-Kaddo und Ahmed Al-Rawi vom Europe Trust arbeiten europaweit für mehr und mehr Waqf (waqf, Islamische Stiftung, pl. awqāf; türk. vakıf).

The Europe Trust is now more than ten years old and is proud of its distinctive approach of using awaqf (endowments) to generate resources to support many deserving organisations and community projects. … However, recognising that the lack of public awareness of awqaf is a major obstacle, which we need to overcome, and so we have joined forces with the Kuwait Awaqf Foundation and the Islamic Research and Training Institute of the Islamic Development Bank and organised a seminar, back in 2006. This was the first seminar of its kind and was intended to initiate consultation on the concept of waqf and to explore how awaqf can be used for community development projects.

http://www.europetrust.eu.com/

Sommer 2011, Irland lässt den radikalen Scheich nicht einreisen! Yūsuf al-Qaraḍāwī hat Selbstmord-Terrorangriffe verteidigt und die Todesstrafe für Homosexuelle islamisch begründet.

A CONTROVERSIAL religious leader with close links to Ireland’s largest Muslim organisation has been banned from entering the country, the Irish Independent has learned.

The Irish Naturalisation and Immigration Service refused to approve an entry visa for Sheikh Yusuf al-Qaradawi, an Egyptian cleric who has defended suicide bombing and advocated the death penalty for homosexuals.

Sheikh al-Qaradawi (84) is head of the European Council of Fatwa and Research (ECFR), a private Islamic foundation whose headquarters is in the Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) in Clonskeagh, Dublin. (…)

Nooh al-Kaddo bestätigt, dass al-Qaradawis ECFR am ICCI angesiedelt war:

Despite Mr Al-Qaradawi’s controversial remarks, the ICCI, the largest Muslim organisation in the country, has refused to criticise him. Its chief executive, Dr Nooh al-Kaddo, confirmed to the Irish Independent that Mr Al-Qaradawi’s foundation had its headquarters at the ICCI. He described the sheikh as „widely respected“ and a „learned scholar“. „His views are representative of Islamic teachings and are not assumed to be a violation of same,“ said Dr al-Kaddo.

von: Shane Phelan: ‘Fatwa’ sheikh with links to Irish Muslims is refused visa

in: Irish Independent 08.08.2011

http://www.independent.ie/national-news/fatwa-sheikh-with-links-to-irish-muslims-is-refused-visa-2842247.html

Sheikh al-Qaradawi (84) is head of the European Council of Fatwa and Research (ECFR), a private Islamic foundation whose headquarters is in the Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) in Clonskeagh, Dublin.

Immigration officials are understood to have blocked his entry to the country after Mr Al-Qaradawi described suicide-bombing attacks on Israelis as “martyrdom in the name of God”.

The Irish Independent has learnt the elderly religious leader was denied a visa when he last tried to enter the country on ECFR business.

The Irish ban follows similar ones in the US and UK.

aus: Ireland: ‘Fatwa’ sheikh with links to Irish Muslims is refused visa

09.08.2011, Secular Europe Campaign

http://secular-europe-campaign.org/2011/08/ireland-fatwa-sheikh-with-links-to-irish-muslims-is-refused-visa/

Al-Qaradawi interdit de séjour en Irlande: protestation du Centre culturel islamique irlandais

Yusuf al-Qaradawi meint, Homosexuelle solle man doch am besten töten, und Apostaten seien unbedingt zu bekämpfen. Der Terrorismus der Hamas sei völlig akzeptabel, und in Adolf Hitler erblickt der Scheich göttliches Wirken:

Le Centre culturel islamique d’Irlande (Islamic Cultural Center of Ireland-ICCI), lié aux Frères musulmans, proteste après que le Service de l’immigration et des naturalisations ait renouvelé l’interdiction de territoire de cheikh Yussuf Al-Qaradawi en vigueur depuis trois ans. (…)

Conseil européen de la fatwa et de la recherche (CEFR) (en plus de présider le Conseil mondial des Oulémas, très respecté dans le monde sunnite) des attentats du Hamas, ainsi que par sa préconisation de tuer les homosexuels. Les autorités irlandaises auraient pu ajouter son enseignement d’abattre les apostats ainsi que sa vision d’Hitler comme un instrument divin. Le CEFR possède son siège social dans les locaux du Centre culturel, d’où l’irritation des responsables (…)

Nooh al-Kaddo refuse de condamner celui qui est „largement respecté“ en plus d’être un véritable „érudit“. „Ses positions sont fidèles aux enseignements de l’islam“ a expliqué al-Kaddo. (…)

Al-Kaddo est un membre du bureau de l’Union des organisations islamiques d’Europe (UOIE), dont la branche française est l’Union des organisations islamiques de France (UOIF)

bei: Observatoire de l’islamisation (Joachim Véliocas)

http://www.islamisation.fr/archive/2011/08/10/qaradawi-interdit-de-sejour-en-irlande-protestation-du-centr.html

im Bild: Pictured at the Inter-faith meeting in the Islamic Cultural Centre of Ireland were Dr Nooh Al-Kaddo, CEO, ICCI; Fr. Godfrey O’Donnell, Romanian Orthodox Church; Sheikh Husein Halawa, Imam of ICCI, Chairman of Irish council of Imams; Adrian Cristea, Integration Project, Irish Inter-Church Committee and Shaheen Ahmed, PR Officer, ICCI.

http://dublin.anglican.org/cmsfiles/images/galleries/full_mosque_visit_9.jpg

[5] IRU als wissenschaftsfreie Zone? Die Logik ist hier, Frau Kaddors Islam woanders? Lamya Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

[6] Generalsekretär Kofi Annan: Ihre Allgemeingültigkeit verleiht den Menschenrechten ihre Kraft

Die Menschenrechte sind das Fundament der menschlichen Existenz und Koexistenz. Die Menschenrechte sind allgemeingültig, unteilbar und voneinander abhängig. Es sind die Menschenrechte, die uns menschlich machen. Sie sind die Leitlinien, nach denen wir der Menschenwürde eine erhabene Stellung einräumen.

http://www.unric.org/de/pressemitteilungen/5047

[7] Der Fiqh ist die Islamische Sakraljurisprudenz. Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel – demnächst auch in Europas Parlamente?). Heiligkeit begründet die Paragraphen im gelebten Islam. Justiz plus Seelenrettung.

Fiqh is an expansion of the code of conduct (Sharia) expounded in the Quran, often supplemented by tradition (Sunnah) and implemented by the rulings and interpretations of Islamic jurists.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fiqh

[8] Sharia law is the moral code and religious law of Islam

http://en.wikipedia.org/wiki/Sharia

[9] Hisba. Ordnung schaffen mit Gewaltlizenz.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

[10] Hisba ganz praktisch. Vom Wortsinn her deutet der Begriff auf ausgleichen, gleich machen (siehe jüngere deutsche: Gleichschaltung). Die Pflicht jedes Muslims, „zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist“ (al-amr bil-maʿrūf wan-nahy ʿani l-munkar) stellt in Ägypten, Nigeria und Afghanistan authentische islamische Gottesfurcht (taqva) her, notfalls mit Prügel.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Hisba#Hisba_moderne

[11] A Muslim Is Not Allowed to Vote for a Non-Muslim Für Demokraten sicherlich keine gute Perspektive im Hinblick auf die Wahl von Klassensprecher, Bürgermeiser oder Landtagspräsident.

http://www.thememriblog.org/blog_personal/en/41281.htm

[12] 29.11.2011 – Mahmoud Amer: „Lassen Sie mich etwas hinzufügen,: Man darf nicht jemanden wählen, der bekanntermaßen nicht täglich fünf mal betet (…)

http://de.ibtimes.com/articles/25001/20111129/gyptischer-kleriker-mahmoud-amer-muslime-d-rfen-keine-nicht-muslime-w-hlen.htm

[13] Saphir 5/6. Wir reden ein bisschen vom Paradies und lassen die Hölle für heute weg. Seite 19: „um dem Toten mit Gottes* Hilfe den Weg ins Paradies zu ebnen.“

http://www.randomhouse.de/content/edition/excerpts/46058.pdf

[14] Hölle im Koran

http://www.koransuren.de/koran/koran_suren.html

[15] Hölle im Hadith

http://www.islamreligion.com/de/articles/382/

[16] Hölle bei at-Tirmidhi

http://www.islamreligion.com/de/articles/382/

http://www.way-to-allah.com/dokument/Eine_Beschreibung_der_Hoelle.pdf

[17] Lamya Kaddor hat gehört, „dass der Sünder wie Brennholz in der Hölle sein wird„, und beschreibt uns die Visualisierungen in den Köpfen der Frommen: „ein Bild in den Köpfen der Muslime …, das Gott als strafenden Gott wahrnimmt.“ Feiert Frau Kaddors Gott mit allen säkularen Muslimen und Ex-Muslimen ein ewiges Friedensfest, heute bleibt die Hölle kalt? In Wirklichkeit tritt die selbst ernannte deutsche Islamliberale den weltweiten islamgelehrigen Einschüchterern gar nicht entgegen. Das Schariarecht hat die Lehrerin auch nicht verworfen, weshalb der islamische Teufel und seine ewige Bleibe weiterhin islampädagogisch aktiv sind.

http://books.google.de/books?id=FXi1qkboZmgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[18] Der KRM ist gegründet auf Koran und Sunna ewiglich plus eine Tagesdosis Grundgesetz. KRM, Geschäftsordnung in der Fassung vom 28.03.2007.

http://koordinationsrat.de/files/krm/krm_go.pdf

[19] Aus: AUFGABEN UND ZIELE DES ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHTS, von: Zentralrat der Muslime in Deutschland (Hg.), Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht, Köln 1999

http://www.ganztagsschulen.org/_downloads/ZDMIRU.pdf

[20] EMMA September/Oktober 2009

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/mobbing-gegen-kopftuchfreie-maedchen/

21. Prinzip Burka

April 14, 2011

برقع

burquʿ

Burka

Prinzip Burka

Von Gabi Schmidt

Vollverschleierung erhöht das Unfallrisiko

In Mönchengladbach gibt es keinen Sandsturm, vor dem man sich schützen muss. Die vergitterten Sehfenster oder engen Augenschlitze begrenzen das Gesichtsfeld und verhindern eine ausreichende Übersicht. Bodenunebenheiten werden zur Stolperfalle, das selbstständige Überqueren von Straßen ist lebensgefährlich.

Burka macht krank

Gesundheitsrisiken durch Lichtmangel: Vitamin D wird hauptsächlich über das Sonnenlicht gebildet und kann nicht ausreichend durch ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Fisch, Milch und Getreide ausgeglichen werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind kein vollwertiger Ersatz(1).

Ein geringer Vitamin-D-Spiegel führt zu ernsthaften Krankheiten und vielerlei vermeidbaren Beschwerden wie schlechter Immunabwehr, psychischer Instabilität bis zu Depressionen(2). Die Patientinnen leiden unter schmerzhafter Knochenerweichung (Osteomalazie(3)) und Brüchigkeit der Knochen (Osteoporose(4)), besonders an Schenkelhalsfrakturen in sehr frühem Alter. Forscher kennen seit langem die Bedeutung von Vitamin D für den Kalziumstoffwechsel(5), Studien belegen die Bedeutung des ‘Sonnenscheinhormons’ in der Krebsprophylaxe.

Das extrem eingeschränkte Sehfeld dieser religiös begründeten Frauengewänder bewirkt eine künstliche Sinnesbehinderung, welche die Augen überanstrengt und daher nicht ohne Folgen für Körperhaltung, Muskeltonus und Psyche der Trägerinnen bleibt. Burkaträgerinnen und Niqabis klagen häufig über Kopfschmerzen.

Burka gefährdet die Gesundheit der Kinder vollverschleierter Mütter

Stillen komplett verschleierte Mütter ihre Babys, weist ihre Muttermilch in Europa einen signifikanten Vitamin-D-Mangel auf, der bei den Säuglingen Rachitis Vorschub leistet(6). Da vollverschleierte Frauen das Haus nur aus wichtigem Anlass verlassen (dürfen), kommen deren Kleinkinder kaum an die frische Luft und Sonne. Babys in Kinderwagen sowie Mädchen und Jungen, die zwar älter, aber entwicklungsgemäß noch sehr auf die Anleitung ihrer Mütter angewiesen sind und sich ihrer Führung anvertrauen, sind einem hohen Sicherheitsrisiko ausgesetzt, wenn sie gemeinsam Straßen überqueren, weil das Blickfeld der vollverschleierten Muslima durch die Burka eingeschränkt ist.

Die Burka dient dazu, die Bevölkerung unserer Stadt in gegensätzliche Gesellschaftsschichten verschiedener Wertigkeit zu spalten

Unterschieden wird nach orthodoxer Lehrmeinung zwischen Geschlecht, Religionszugehörigkeit und korrektem Lebenswandel (aus islamischer Sicht). Ein fairer, respektvoller Umgang der Gruppen miteinander ist nach Scharia bzw. Koran und Sunna nicht erlaubt, vielmehr müssen Mitbürger entsprechend der mehrstufig abwertenden, religiös begründeten Wertehierarchie (Dhimma(7), Harbi(8)) diskriminiert und ausgegrenzt werden (Hisba(9), al-wala’-wa-l-barā’a(10)).

Die Salafisten maßen sich an, als einzige im Besitz der unverfälschten islamischen Wahrheit zu sein. Jeden, der ihrem Weg nicht folgen und sich von ihren orthodoxen Predigern nicht ins Paradies einladen lassen will, erklären sie für ungläubig. Glaubensgeschwister, die sich nicht wie sie selbst vom Vorbild der ehrenwerten Vorfahren (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) rechtleiten lassen, seien wie Atheisten und Gotteslästerer des Teufels, überheblich, dämonisch und verachtenswert. Wer als Muslim die Sitten und Bräuche solcher Sünder, der Christen oder Juden nachahmt oder einen dieser Feinde Allahs gar zum Freund habe, werde Gottes Strafe nicht entgehen und auf ewig in der Hölle braten(11). Niemals können Andersgläubige oder Atheisten dem Höllenfeuer entgehen.

Solche Verhaltensregeln verstoßen klar gegen die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann und missachten den ebenfalls in der Verfassung garantierten Schutz vor Benachteiligung und Diskriminierung (Art. 3 GG). Die Burka ist das Bekenntnis zur Scharia und islamischen Staatsordnung (Kalifat), beides ist mit der säkularen, kulturell modernen Gesellschaft, freiheitlicher Demokratie und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nicht vereinbar. Auch deshalb sollte man die Burka verbieten.

Frauen- und Männerbild der Burka

Nach islamischem Moralverständnis reicht der intime Körperbereich, der durch Kleidung unbedingt bedeckt werden soll, beim Mann einschließlich vom Nabel bis zum Knie, während die Frau die Waffe der Verleitung (iġrā) besitzt und ihr ganzer Körper Schamzone ist(12). Frauen sind nach salafistisch-koranischer Sicht prinzipiell die Ursache für Unglauben, Zwietracht, Intrige und Zerwürfnis in Familie und Umma (islamische Weltgemeinschaft). Ihnen fehle es an Religion, Vernunft und Anstand(13). Sie gelten als moralisch und religiös verunsichert und leicht beeinflussbar, sichere Beute für den Teufel, der sie dazu anstiftet, Männern den Kopf zu verdrehen, sie zu verführen und vom rechten Weg abzubringen.

Der aus dem Libanon stammende promovierte Philosoph, Islamwissenschaftler und Publizist Dr. Ralph Ghadban schreibt in einem Aufsatz, der auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung eingestellt ist, zum Frauenbild, das den Verschleierungsgeboten in Koran und Sunna als Motivation zu Grunde liegt, wie folgt: „Die Frau ist eine ‘aurah(14), wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nähsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt.“ Der Prophet soll gesagt haben: „Die Frau hat zehn ‘aurah. Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ‘aurah.“

Jeder rechtschaffene Muslim muss deshalb, solange er nicht in einem besonderen Verhältnis der Verwandtschaft oder Schwägerschaft steht, den Kontakt mit den Glaubensschwestern auf das Nötigste beschränken. Dieses Gebot betrifft natürlich vor allem die Nähe zu unverschleierten Musliminnen, die als verlottert und lasterhaft gelten. Noch einige Stufen tiefer stehen weibliche Ungläubige, die grundsätzlich als liederliche Schlampen verachtet und als sexuelles Freiwild betrachtet werden dürfen(15), (16).

Die Burka erklärt jede Frau, die verschleierte und die nicht verschleierte, zum freilaufenden moralischen und sexuellen Sicherheitsrisiko. Jeder noch so unbedarfte Blickkontakt, das Händeschütteln bei der Begrüßung eines Freundes oder Smalltalk mit dem Nachbarn ist ihr verboten. Männer hingegen können nach dieser patriarchalisch islamischen Weltsicht niemals unanständig, liederlich oder sündhaft handeln, sondern sind im Zweifelsfall hilflos triebfixierte, willensschwache Opfer weiblicher Bezauberung und Verführungskunst. Nach dieser Logik ist der Mann unschuldig, die Frau hingegen muss für seine lüsternen Blicke bestraft werden. Ihr ganzer Körper ist mit Stoff zu bedecken, damit männliche Muslime nicht die Kontrolle über sich verlieren und vergewaltigend über sie und andere nicht korrekt verschleierte Mädchen und Frauen herfallen. Hält sich eine Frau nicht an die Kleidungsregeln, ist sie selber schuld, wenn sie sexuell missbraucht wird(17).

Nach kulturell moderner (aufklärungshumanistischer(18) und wissenschaftlicher) Auffassung wird die Frau damit nicht nur sexualisiert und diabolisiert, sie wird gleich zum zweiten Mal Opfer eines patriarchalischen Welt- und Menschenbildes, indem nicht der Mann für sein triebhaft-übergriffiges, frauenfeindliches Verhalten bestraft wird, sondern die Frau.

Fazit: Die Burka entwürdigt die Frau und reduziert sie auf ihre biologisch-sexuelle Funktion.

Die Bedeutung des Gesichts in der sozialen Interaktion

Der Mensch ist ein soziales Wesen und als solches auf zwischenmenschliche Beziehungen hin angelegt. Ohne miteinander zu reden, ohne kollegiale und freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, würden Männer wie Frauen allmählich seelisch und geistig verkümmern, manche würden krank. Vier der fünf Grundbedürfnisse nach Abraham Maslow (* 1908), nämlich Sicherheit, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Liebe, das Streben nach Wertschätzung und Geltung sowie das Bemühen um Selbstverwirklichung sind ohne Zutun oder Mitwirkung anderer nicht möglich. Wäre man nur in der Lage, Hunger, Durst, Schlaf und ähnliche lebensnotwendige Körperfunktionen zu erhalten, wäre das Leben ein Dahinvegetieren, das Dasein hätte keine Lebensqualität.

Der Schlüssel, um Zugang zu Mitmenschen zu bekommen, ist Begegnung und Gespräch, das sich zu 7 % aus verbalen Informationen (was wird mit welchen Worten gesagt), zu 38 % aus vokalen Impressionen (wie klingt die Stimme, Lautstärke, Betonung, Stimmlage) und zu 55 % aus nonverbalen Botschaften (Gestik, Mimik, Körperhaltung) zusammensetzt (Albert Mehrabian(19)).

Die Burka verdrängt Musliminnen aus dem öffentlichen Raum

Sobald Menschen einander begegnen, treten sie miteinander in Verbindung, bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt. Selbst wenn wir schweigend aneinander vorbei gehen, tauschen wir Botschaften aus, die miteinander korrespondieren. Der Körper und vor allem das Gesicht sind uns dabei wesentliche Brücken. Unser Gesicht, wie auch das unserer Gesprächspartner, ist wie ein aufgeschlagenes Buch, in dem über persönliche Befindlichkeiten gelesen werden kann. Aus den so gewonnenen Eindrücken lässt sich erschließen, was die Person gerade denkt und fühlt. Da nonverbales Verhalten zumindest bezüglich der Grundemotionen (Robert Plutchik, * 1927) zum großen Teil angeboren ist, fällt es Menschen mit gesundem Sehvermögen leicht, den Sinn dieser wortlosen Botschaften zu deuten. Schon Babys beherrschen diese ‘Sprache’, bevor sie reden können. Malt man auf ein Blatt Papier einen Kreis mit weit aufgerissenen ‘Augen’ und ‘gefletschten Zähnen’, werden sie Angst bekommen und anfangen zu weinen.

Das Gesicht eines Menschen ist ein sehr wichtiger Anhaltspunkt, um eine Person wiederzuerkennen. Burka und Niqab behindern den Kontakt, auch innerhalb der Gruppe der vermeintlich Rechtgläubigen, weil Niqabis, die ihren Glaubensschwestern ungeplant auf der Straße begegnen, einander allenfalls am Klang der Stimme identifizieren können. Selbst die eigenen Kinder und der Ehemann, die der traditionell / salafistisch gekleideten Muslima spontan in der Stadt begegnen würden, könnten in der ganzkörperverschleierten Figur nicht die Mutter und die Partnerin erkennen und würden unbeteiligt vorbeigehen, wie an einer Fremden, wenn die Niqabi sie nicht anspricht und dann an der Stimme erkannt wird.

Der Stoff vor dem Mund dämpft die Stimme, strengt beim Sprechen an, die Aussprache der Worte ist nicht mehr klar und deutlich vernehmbar und erschwert die Verständigung. Unverschleierte oder Kopftuch tragende Gesprächspartnerinnen von vollverschleierten Frauen, mit Männern, die nicht Mahram(20) sind, dürfen die gottesfürchtigen Fundamentalistinnen erst gar nicht reden, werden sich des Eindrucks nicht erwehren können, mit einem übergestülpten Stoffsack mit Augenschlitzen oder Gitterfenster zu sprechen. Bei Burkas wäre durch das Sichtgitter nicht einmal mehr die Augenfarbe erkennbar.

Burkamusliminnen wirken sehr auf sich selbst bezogen, abweisend und unnahbar, sie signalisieren schon von weitem: “Sprich mich bloß nicht an, ich will keinen Kontakt”. Das gilt bewusst oder unbewusst auch für Burkaträgerinnen untereinander. Kein Wunder also, wenn das aufgeschlossene, der Welt und den Menschen zugewandte kopftuchtragende oder unverschleierte Umfeld sich zurückzieht. Mit der islamischen Gesichtsbedeckung bekleidete Frauen werden so systematisch daran gehindert, spontan Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Die Gesichtsmimik, eine wichtige zwischenmenschliche Brücke, ohne die es uns schwerfällt das Gegenüber anzusprechen, ist nicht mehr sichtbar.

Diese Mädchen und Frauen sind daher wie gesichtslos, haben keine Einzigartigkeit, keine Ausstrahlung, können kein Profil zeigen und daher auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie haben ihr Gesicht verloren, dieses sprachliche Gleichnis ist eine weltweit verstandene Chiffre für ‘seine Würde verlieren’. Die Frauen können auch kein ‘Gesicht zeigen gegen Rechts’, für ein weltoffenes Europa. Diese Totalverschleierten erinnern an die dämonische und gruselige Hauptfigur in der TV-Serie Belfegor, die in den sechziger Jahren ausgestrahlt wurde. Kleinen Kindern scheint es ähnlich zu gehen, sie fürchten sich vor diesen dunklen, gespenstischen Frauen. Deshalb dürfen in einer Mönchengladbach-Eickener Grundschule Niqabis und Burkaträgerinnen ihre Kinder nicht im Ganzkörperschleier zur Schule bringen.

Der ‘sittsame’ Ganzkörperschleier soll offensichtlich Musliminnen außerhalb des Hauses den Mund verbieten, potentiellen Gesprächspartnern soll die Lust vergehen, diese Frauen anzusprechen oder gar ein vertrauliches Gespräch mit ihnen zu führen. Frauen- und Menschenrechtler sehen in der nonverbalen Botschaft des Gesichtsschleiers eine Ablehnung ihrer Werte, ihrer Lebensweise, manche fühlen sich beleidigt, provoziert oder angegriffen.

Fazit: Die Burkaträgerin muss sich fühlen wie eine Gefangene in Isolationshaft, in einer aus Stoff genähten Einzelzelle zum Mitnehmen. Während Männer sinnbildlich ihre Nase in jede Angelegenheit stecken können, haben vollverschleierte Frauen oder Niqabis diese Möglichkeit nicht. Frauen werden aus dem öffentlichen Raum verdrängt und ins Haus verbannt, an den Herd und zu den Kindern. Der öffentliche Raum im orthodoxen Islam ist männlich, der weibliche Hoheits- und Einflussbereich ist das für den Ehemann und seine Sippe gepflegte, gemütliche Heim und die Erziehung möglichst vieler gottgefälliger Kinder, Jungen sind besonders willkommen.

Die Frau ist Besitz des Mannes, sie hat ihm zu gehorchen, wie sie Allah gehorchen soll. Die erste mit einer Burka bekleidete Frau, die mir an einer Bushaltestelle begegnete, ist mir als mit wehenden Tüchern vor sich her stolperndes schwarzes Gespenst in Erinnerung geblieben, das sich noch nicht an die Kleidung gewöhnt hatte, mit dem fußlangen Saum ihres Gewandes kämpfend, angestrengt auf den Boden schauend, ihrem Ehemann hinterher zu eilen versuchte und in klarem Deutsch laut rief: „Nicht so schnell, nicht so schnell. Warte, ich komm nicht mit.“ Der bärtige, mit Kaftan und Pluderhose sowie Gebetskappe bekleidete Göttergatte indes setzte seinen Weg ungerührt fort, ohne sich umzusehen, anzuhalten oder seine souverän weit ausholenden Schritte zu verlangsamen.

Burkamobbing

Die Burkamuslima verbirgt ihre Figur von Kopf bis Fuß unter langen weiten Stoffbahnen, um nicht als anstößig angesehen zu werden und über jeden Verdacht erhaben zu sein, sie wolle Muslime auf sündige Gedanken bringen oder gar zum Ehebruch verführen. So hoffen die korrekt verschleierten Musliminnen den für Frauen aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit als Mangelwesen(21) schwer zu erreichenden Platz im Paradies(22) doch noch zugewiesen zu bekommen.

Eine Muslimin, die in der Umma (islamische Weltgemeinschaft) im Prinzip kein hohes Ansehen genießt, sondern eher als treuhänderisches Gut des Ehemannes gilt(23), (Allah hat dem Ehemann wahrhaftig das Recht zuerkannt, von der heiligen Wertsache namens Eheweib Behaglichkeit, Erholung, Friedlichkeit und Nutzen zu beziehen), wird als vollverschleierte, gottesfürchtige Frömmlerin ein wenig aufgewertet. Sie ist Avantgardistin, Trendsetterin, kann sich als die Erhabene und moralisch Überlegene fühlen, die auf unverschleierte oder weniger streng verhüllte Glaubensschwestern und Ungläubige verächtlich herabsehen sehen darf, die Konkurrentinnen korangetreu belehren, mobben und verachten darf und dafür obendrein auch noch mit Hasanat, himmlischen Pluspunkten belohnt wird.

Burka und Tugendterror

Mit jeder weiteren Burka im Straßenzug wächst der Einfluss der salafistischen Burkalobby. In der Nachbarschaft solcher Fundamentalisten sehen sich säkulare und nicht praktizierende muslimische Familien einem starken Druck ausgesetzt, wenigstens wenn sie das Haus verlassen, ihre Garderobe und das Verhalten in der Öffentlichkeit immer stärker an Koran und Sunna zu orientieren.

In Stadtteilen mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil könnte man den Eindruck gewinnen, dass ein pseudoreligiöses Wettrüsten um die gottesfürchtigste Verschleierung ausgebrochen ist. Besonders Mütter und, wenn auch in etwas geringerem Maße, die übrigen weiblichen Verwandten, die traditionell fast ausschließlich für die Erziehung und Pflege von Sitten und Brauchtum Verantwortung tragen, sehen sich dazu gezwungen, ihre Töchter sehr früh an das „Schamtuch“ zu gewöhnen, um sie vor Verachtung, Ausgrenzung und der Hölle zu schützen sowie um selbst sowohl Allahs Strafgericht als auch der irdischen sozialen Ausgrenzung zu entgehen. Viele Musliminnen kennen die Pflicht aller Gläubigen, von Jedem das Gute einzufordern und Verbotenes möglichst nicht zuzulassen. Um diesem Auftrag sozialer Kontrolle nachzukommen, ist ein fast lückenloses Netz der Überwachung aufgebaut worden, das verhindern soll, dass die angeblich zur Lasterhaftigkeit neigenden Frauen durch verwerfliches oder gar sündiges Verhalten die Familienehre beschmutzen.

Dem islamischen Frauenbild und Rollenverständnis entsprechend, gilt es als Schande und Strafe Gottes, wenn es dem Clan nicht gelingt, vor allem die weiblichen Familienmitglieder möglichst jung zu verheiraten, damit die fetischisierte Jungfräulichkeit möglichst sichergestellt ist. Die Mädchen haben aber nur dann auf dem Heiratsmarkt eine Chance, wenn sie aus einer angesehenen Familie stammen, ein keusches und frommes Leben führen und sich züchtig kleiden. Nur dann bringen sie ihrer Familie einen hohen Brautpreis ein. Die Vorstellungen und Wünsche der angehenden Bräute sind dabei nicht von Interesse. Die Burka gehört zum Milieu der Zwangsverheiratungen und arrangierten Ehen, sie ist häufig der Stoff für den Alptraum einer Ehehölle(24).

Die Burka ist kein Freiheitsrecht!

Die Frau hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Verlässt sie ihr Haus, dann nur für wichtige Erledigungen, selbstverständlich hat sie schnellstmöglich zurückzukehren. Geht sie doch aus, muss sie sich unter der Burka verstecken. Sie ist für die Außenwelt nicht existent. Sicherlich behält sie ihre Identität, da sie aber nicht wiedererkannt werden kann, verliert sie an Persönlichkeit, an Ausstrahlung, an Individualität. Wer sich tatsächlich hinter dem Ganzkörperschleier verbirgt, weiß keiner. Wahrscheinlich steckt in dem ‘Gefängnis to go’ eine Frau, sicher sein kann man sich aber nicht. Die Fundamentalistin hat nach islamisch-salafistischer Glaubenslehre vor allem außerhalb des Hauses kein Recht, eine Persönlichkeit mit charakteristischen Gesichtszügen zu sein. Der Vater, Bruder oder Ehemann bestimmt daher, ob und wie lange die volljährige Tochter bzw. Schwester oder Ehefrau das Haus verlässt. Der männliche Beschützer und Kontrolleur begleitet sie zum Arzt. Möchte sie zum Fitnesscenter, muss ein eigener Trainingsbereich für Frauen angeboten werden, der Gatte entscheidet, ob sie außerhalb des Hauses einer Berufstätigkeit nachgehen darf(25), (26), (27).

Rechtsgelehrte mit hoher Autorität verfassen Lehrbücher, organisieren oft gut besuchte Vorträge um zu missionieren, besonders gerne nutzen die mittlerweile technisch versierten Prediger und Produzenten moderne Medien wie das Internet, Videoclips oder Diskussionsforen, um ‘ins Paradies’, zur ‘Wahren Religion’ oder ins ‘Boot der Rettung’ einzuladen. In Seminaren und Veröffentlichungen wird nicht nur das Schlagen von Frauen als letztes Mittel gebilligt, sondern körperliche Züchtigung als eine Art Heilkur verharmlost. „Die Medizin oder Behandlung einer jeden Unpässlichkeit kann manchmal sehr bitter sein. Aber eine kranke Person wird das Medikament freudig einnehmen und die Bitterkeit der Medizin ertragen, um von seiner Krankheit geheilt zu werden.“ (Frauen im Schutz des Islam, 96). Referenten und Autoren wie Abd ar-Rahman asch-Schiha, behaupten sogar, einige Frauen würden diese Misshandlung gutheißen. „Das Schlagen der Ehefrau sei nach der islamischen Lehre „nur auf die Form einer (medizinischen) Behandlung eingeschränkt und begrenzt.“ (ebd., 97). Der Autor hält Körperverletzung „zu Erziehungszwecken“ (ebd., 98)(28) für gerechtfertigt. Falls sich die Muslimas doch irgendwann wider Erwarten dazu entschließen sollten, Anzeige wegen Körperverletzung zu erstatten, geben Lektüren und sonstiges Informationsmaterial frei Haus Tipps, wie zu vermeiden ist, dass die Schläge Spuren hinterlassen, gleich dazu(29). Hier sind große Zweifel angebracht, daran, dass Frauen sich selbst freiwillig so demütigen (lassen).

Selbst wenn Musliminnen noch so sehr darauf bestehen, aus freien Stücken zu handeln, kann man diese Art der Freiwilligkeit doch kaum mit dem Recht auf die Freiheit der persönlichen Entfaltung gleichsetzen. Es handelt sich bei der fundamentalistischen Bekleidungsvorschrift zur Gesichts- bzw. Ganzkörperverhüllung um ein kollektives, religiös verbrämtes, patriarchalisches Gebot, dem jede Muslima ‘freiwillig’ zu folgen hat. Fühlt sie sich gegängelt, outet sie sich als glaubensschwach. Entzieht sie sich gar dem hohen Konformitätsdruck, gilt sie in ihrem sozialen Umfeld, das wir uns als erzkonservativ-islamisch praktizierend vorzustellen haben, als widerspenstiges, unmoralisches und verführerisches Teufelsweib und muss als verachtenswerte Unreine, die ewig qualvoll in der Hölle brennen wird, stigmatisiert und gemieden werden. Jeder, der den Kontakt zu dieser ‘Sünderin’ aufrechterhält, verliert den Schutz des Stammes, gefährdet das eigene Seelenheil und das seiner Familienmitglieder gleich mit. Eine Frau, die sich nicht an Allahs Wort hält, entehrt die männlichen Clanmitglieder (Frauen haben keine eigene Ehre, sie sind die Ehre der Männer). Die ebenfalls von diesem hohen Assimilationsdruck getriebenen maskulinen Verwandten sind gehalten, unbotmäßige weibliche Angehörige zu diskriminieren, seelisch und körperlich zu misshandeln und, wenn die Ehre nicht anders reinzuwaschen ist, auch zu ermorden, um nicht zum Gespött der Community zu werden(30). Bedenkt man das Bedrohungsszenario von körperlicher Gewalt und vormodernen Ehrbegriffen, sollte man von einer Art Stockholmsyndrom sprechen: Musliminnen und Nichtmusliminnen und in etwas abgemilderter Form auch Nichtmuslime sind Geiseln eines Unterdrückungssystems namens Scharia.

Taslima Nasreen(31) beschrieb am 22. Januar 2007 in einem Online-Magazin einen Artikel mit der Überschrift Let’s Think Again About The Burqa sehr treffend das „purdah system“ und die Stellung der Frau(32). Lesenswert ist auch der Artikel in der TIME von Yasmin Alibhai-Brown, einer geachteten Journalistin aus Uganda, zum ‘Recht’ die Burka, den Niqab zu ‘wählen’, ‘Nothing to Hide’(33).

Art. 2 GG garantiert zwar das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, das jedoch wichtige Einschränkungen vor allem zum Schutz der freiheitlichen Demokratie und der Rechte anderer und des Einzelnen vorsieht. Auch wenn Drogen- und Alkoholabhängige behaupten, freiwillig zu trinken und Suchmittel einzunehmen, hindern wir sie letztendlich durch eine Therapie oder eine Zwangseinweisung daran, sich selbst zu zerstören und ihr soziales Umfeld zu gefährden. Wenn jemand sich umbringen möchte, weil er keinen Sinn mehr im Weiterleben sieht, halten wir ihn davon ab, sich zu töten. Die im Grundgesetz garantierte Gleichberechtigung ist in den Ideen von Humanismus und Aufklärung verwurzelt und Wesenskern der Menschenwürde, die unantastbar ist. Der Staat ist verpflichtet, sie (bedarfsweise gewaltsam) zu schützen (Artikel 3 GG), er „fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“, er hat die Burkaträgerin vor der Diskriminierung und Herabwürdigung zu schützen, die mit dem System Purdah (Parda, persisch für Burka) verbunden ist. Ein Burkaverbot im öffentlichen Raum (und damit auch in staatlichen Einrichtungen und im ÖPNV) ist keinesfalls verfassungswidrig, der Staat ist vielmehr gehalten, mit einem entsprechenden Gesetz Grundrechtsträgerinnen zu schützen.

Die im Grundgesetz propagierte demokratische Persönlichkeit sieht den Menschen durchaus als mit Naturrechten ausgestattetes, selbstbestimmtes und freies Individuum. Genauso wichtig ist jedoch seine Bereitschaft zur sozialen Einbindung wie auch zur wertschätzenden, gleichberechtigt- zwischenmenschlichen Interaktion mit allen Mitgliedern der Solidargemeinschaft, die ihn als Teilhabenden willkommen heißt, ihn achtet und schützt und mit ihm kooperiert, während er die Allgemeinheit unterstützt, ohne sofort von dieser Mithilfe profitieren zu wollen. Diese Annahme wird durch die bereits erwähnte Bedürfnispyramide nach Maslow bestätigt. Wenn in Europa „Die aktive Einbeziehung von Einwanderern in das gesellschaftliche und vor allem das Vereinsleben … ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu ihrer Integration(34)“ ist und auch in der Bundesrepublik die zur ‘Chefsache(35)’ erklärte Integration die beständigen Voraussetzungen schaffen will, dass chancengleiche Teilhabe aller Bewohner zur Realität wird, muss man den Zuwanderern durchaus zumuten, unsere Sprache zu lernen, das Grundgesetz und die daraus abgeleiteten Werte als Fundament unserer gemeinsamen Gesellschaftsordnung zu akzeptieren sowie diese als Orientierungsrichtlinie und Handlungsrahmen für die Lebensgestaltung zu übernehmen. Das Letztgenannte gilt auch für ursprungsdeutsche Konvertiten zum Islam.

Die Soziologen Evelyn Ersanilli und Ruud Koopmans vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung sehen einen klaren Zusammenhang zwischen Erfolgen in der Integrationspolitik und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Partizipationsrechten und Integrationspflichten(36). Diese Erkenntnis stützen die Forscher auf eine Studie, für die insgesamt 1000 türkischstämmige Einwohner, die in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich geboren oder vor 1976 eingewandert sind, befragt wurden(37). Wissenschaftler wie Ralph Ghadban, Hartmut Krauss und Bassam Tibi und Autorinnen wie Güner Balci und Alice Schwarzer werden bestätigen, dass diese Untersuchungsergebnisse auf andere muslimische Zuwanderergruppen übertragbar sind. Wir brauchen eine Abkehr vom kostspieligen und gescheiterten Multikulti-Kuschelkurs hin zu einer Neuorientierung zum Prinzip Fördern und Fordern. Dieser Ansicht ist auch der Berliner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky(38).

Teure Projekte wie Stadtteilmütter, Integrationslotsen und Sprachkurse mit Kinderbetreuung verfehlen ihr Ziel, wenn sich ultraorthodoxe Muslime weiterhin im muslimisch dominierten Kiez einigeln, sich in die undurchdringlichen Wagenburgen der Parallelgemeinschaften zurückziehen und ihr ‘Freiheitsrecht’ einfordern, sich durch die Vollverschleierung vor unislamischen Einflüssen abzuschotten und sich damit bewusst selbst auszuschließen. Die freiwillige Bereitschaft, sich beispielsweise aus dem Programmheft der Familienbildungsstätten eine interessante, preisgünstige Veranstaltung herauszusuchen, sich dafür anzumelden und daran teilzunehmen, ist im extrem fundamentalistischen Milieu der Burka- und Niqabträgerinnen nicht anzutreffen. Gleiches gilt auch für das Engagement in koedukativen Sportvereinen, Selbsthilfeinitiativen, bei Nachbarschaftstreffen, Kreativkursen, Musikveranstaltungen und Filmvorführungen. Da aus der dogmatischen Sicht von Salafisten Allahs Gebote sowie die Empfehlungen und Verhaltensweisen des Propheten und seiner Gefährten wortgetreu im Alltag umgesetzt werden müssen, wird die berufliche Integration von korrekt komplettverhüllten Muslimas boykottiert sowie die gemeinsame Freizeitgestaltung mit ‘Ungläubigen’ gezielt sabotiert. Das überschreitet den Handlungsrahmen der vom Grundgesetz geschützten Religionsfreiheit und Freiheit der persönlichen Entfaltung.

Der Platz der Frau ist nach den Rollenvorstellungen des Zeitalters der Glückseligkeit (Age of Happyness(39)), das die ebenso elitären wie repressiven Wahhabiten und Salafisten nicht nur durch ihre Kleidung wieder erwecken, im Haus am Herd, ihr Lebenslauf sieht die kinderlose Single-Karrierefrau nicht vor. Niemand aus dieser Gruppe wagt es aus der Reihe zu tanzen(40). Aus sozialpädagogischer Erfahrung wissen wir, dass auch den minderjährigen Töchtern und jungen erwachsenen Frauen in diesen radikal orthodoxen Familien der Zugang zu sozialen Kontakten wie Klassenfahrten, Rockkonzerten oder Geburtstagspartys als haram verwehrt bleibt, statt dessen reglementiert die Überwachung durch ältere Brüder und sonstige meist männliche Verwandte das Leben(41). Keine Salafistin oder Wahhabitin wird sich dem Vorwurf aussetzen wollen, der eigenen Tochter den ‘geraden Weg’ (Istiqama(42)) ins Paradies vorzuenthalten und damit nicht nur das eigene, sondern auch das Seelenheil des Mädchens zu gefährden. Deshalb wird man das Kind rechtzeitig durch das Kopftuch an das Verschleierungsgebot gewöhnen: „From an early age, daughters should be taught that hijab is an ordinance from Allah to protect their chastity. When a girl reaches puberty she is obliged to do all the obligatory duties and to avoid all haram things. One of the obligatory duties is wearing hijab“, wie man um Yusuf al-Qaradawi allen muslimischen Eltern zur Frage “Can Muslim Parents Force Hijab on Daughters(43)?” klarstellt. Das Erreichen der Pubertät kann bei Südländerinnen, zumal wenn sie übergewichtig sind, schon mal mit neun oder zehn Jahren sein. Das Kopftuchgebot diskreditiert daher nach fundamentalistischer Denkweise bereits kleine Mädchen als Verführerinnen, wertet sie ab zum bloßen Sexualobjekt.

Einem nicht linientreuen bzw. unislamisch freisinnigen Erziehungsstil folgen durch die Verpflichtung des muslimischen Umfelds zur Hisba(44) verlässlich Sanktionen im Diesseits. Weil den Gläubigen alles verboten ist, was zu einer Sünde verleiten könnte und die Gefahr zu sündigen für Muslimas wesensgemäß besonders groß ist (Mangel an Religion, Moral und Verstand), bemüht man sich um strenges Wohlverhalten (Orthopraxie), zumal die erniedrigenden Strafen von der dreifach abgestuften, koranisch legitimierten Sanktionierung durch den Ehemann (Prügelvers, 4:34), sein ihn bevorzugendes Scheidungsrecht(45), Mobbing, die Verstoßung aus dem Familienverband, die Definition als Unreine und Sünderin, die im Höllenfeuer ewig brennen muss, und, damit verbunden, der Ausschluss aus der Gemeinde schwer zu ertragen sind. Das ‘System Purdah(46)’ fördert daher die Segregation und verwehrt vor allem Mädchen und Frauen das Recht auf Selbstbestimmung und soziale Anerkennung außerhalb des Clans und seiner frühmittelalterlichen Regeln.

Die Hidschabpflicht(47) ist somit keinesfalls Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung und Emanzipation von der Bevormundung der gesellschaftlichen Leitkultur oder äußerlich sichtbares Kennzeichen eines individuellen Weges der religiösen Selbstverwirklichung und daher kein „Freiheitsrecht“(48). Zur Freiheit die Burka anzulegen würde immer auch die Freiheit gehören, ohne Furcht darauf verzichten zu können.

In Zusammenarbeit mit den Bürgern (Wächteramt) muss der Staat dem elterlichen religiösen Erziehungsrecht Grenzen setzen, damit auch die nächste Generation das Grundgesetz bejaht und mitträgt und damit die säkulare Demokratie sich nicht selbst abschafft. Die Aussage von Carlo Schmid gilt auch in Bezug auf religiös begründete Geschlechtertrennung und Frauenentwürdigung:

„Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben. Wenn man aber diesen Mut hat, dann muß man auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.“

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

(1) Gesundheit, Ernährung.

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Nahrungsergaenzungsmittel-Natuerlich-ist-oft-besser-1602850-2602850/

(2) Winterdepression

http://www.portalgesund.de/winterdepression.php

(3) Osteomalazie

http://de.wikipedia.org/wiki/Osteomalazie

(4) Osteoporose Vitamin-D-Mangel

http://www.iofbonehealth.org/download/osteofound/filemanager/health_professionals/pdf/Vitamin-D-reports/Vitamin_D-MEast_Africa.pdf

(5) Vitamin D und Kalziumstoffwechsel

http://www7.nationalacademies.org/germanbeyonddiscovery/VitaminD_7.html

(6) „Irlands Klima hat ein nicht so intensives Sonnenlicht, wie das jener Länder, aus denen die Burka- Trägerinnen kommen“, so Dr. Miriam Casey von der Osteoporose- Abteilung des St.- James- Krankenhauses in der „Sunday Times“. Vor allem im Winter reicht dann – vorallem in Städten – das Ausmaß der UV- B-Strahlung nicht mehr, um eine ausreichende Vitamin-D-Produktion sicherzustellen.

Die Folgen: Viele Burka- Trägerinnen, die aus sonnenverwöhnteren Ländern in mittel- oder nordeuropäische Regionen eingewandert sind, entwickeln einen Vitamin- D-Mangel, der sich häufig in einer sogenannten Mineralisationsstörung des Knochens manifestiert. Diese führt in manchen Fällen sogar dazu, dass Beckenknochen während des Geburtsvorganges brechen.

Für die Babys dieser Frauen besteht zudem ein erhöhtes Risiko in den ersten Lebenswochen Krämpfe zu bekommen. Außerdem treten bei diesen Kindern häufig Probleme wie Wachstumsverzögerungen und Muskelschwäche auf.

http://www.krone.at/Nachrichten/Burka_erhoeht_das_Risiko_von_Knochenbruechen-Zu_wenig_Sonne-Story-127358

http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,901061016-1543877,00.html

Ich habe in Aegypten auch schon Kinder gesehen, die mir sehr rachitisch aussahen – klar, bin keiner Aerztin und kann das nicht diagnostizieren, aber ein seltsam verbogener Brustkorb und krumme Beine. Die Mutter trug Niqab und ging so gut wie nie raus, und wenn dann am Abend, wenn der Mann dabei war. Die Wohnung war sehr dunkel und hatte keinen Balkon, d.h. die Kinder kamen so gut wie nie ans Sonnenlicht.

http://www.muslima-aktiv.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=7991

(7) Dhimma (ḏimma)

http://de.wikipedia.org/wiki/Dhimma

(8) Harbi (Ḥarbī)

http://de.wikipedia.org/wiki/%E1%B8%A4arb%C4%AB

(9) Hisba (ḥisba)

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

(10) al-wala wa`l-bara`a (al-walāʾ wal-barāʾa)

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wal%C4%81%27_wa-l-bar%C4%81%27a

Der saudische Großmufti Abd al-Aziz ibn Baz vertrat dazu eine andere Meinung. Per se sei freundschaftlicher Umgang mit Nicht-Muslimen verboten. Er werde nur dadurch zulässig, wenn er entweder den Zweck verfolge, die entsprechenden Personen zum Islam zu bekehren, dem Gastrecht zu entsprechen oder wenn der Umgang mit ihnen dem muslimischen Gemeinwesen diene. Freundschaftlicher Umgang ohne einen solchen speziellen Grund sei für Muslime mit Andersgläubigen unzulässig. Dem salafistischen Gelehrten Salih al-Fauzan zufolge sei es unmöglich, mit Andersgläubigen freundschaftliche Beziehungen zu führen, da man als Muslim verpflichtet sei, Andersgläubige zu hassen. Es wäre rechtlich zulässig, von ihnen Geschenke anzunehmen, nicht jedoch, sie zu einem festlichen Anlass zu beglückwünschen.

Islam-qa.com Rechtsgutachten Nr. 59879 über die Unzulässigkeit des Umgangs von Muslimen mit Nichtmuslimen. Scheich Muhammad Salih al-Munajjid:

http://www.islam-qa.com/en/ref/59879

(11) Mehr Frauen in der Hölle als Männer. It was narrated from the Prophet that women will form the majority of the people of Hell. It was narrated from ‘Imraan ibn Husayn that the Prophet said: „I looked into Paradise and I saw that the majority of its people were the poor. And I looked into Hell and I saw that the majority of its people are women.“ (Narrated by al-Bukhaari, 3241; Muslim, 2737)

http://www.islamicboard.com/miscellaneous/134269949-why-there-more-women-hell-than-men.html

(12) Ghadban zum Begriff der ‘Aura (ʿawra) im Islam: „Es kann Mangel an Sehfähigkeit (daher a’war, Einäugige) oder Schwachpunkt in der Verteidigungslinie im Krieg oder Mangel an Schutz des eigenen Hauses oder der Privatsphäre heißen. Das Wort bedeutet auch die Schamgegend am Körper, die aus den Geschlechtsteilen besteht.“

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=IYRYVB

Das englische Wikipedia definiert den Begriff wie folgt: »Etymologically, the term Awrah derives from the root ‘a-w-r which means „defectiveness“, „imperfection“, „blemish“ or „weakness“ – however the most common English translation is „nakedness“.«

http://en.wikipedia.org/wiki/Awrah

(13) Nach Buchârî soll der Prophet gesagt haben, den Frauen fehle es an Vernunft und an Religion. Die Frauen fragten nach dem Grund. Er antwortete: „Ist die Zeugenaussage der Frau nicht halb so viel Wert wie die des Mannes? Das kommt von ihrem Mangel an Vernunft. Muss sie nicht während der Menstruation aufhören zu fasten und zu beten? Das kommt von ihrem Mangel an Religion.“

http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,6,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html

JEDDAH DAWA CENTER. Then they asked: “What is our lack of mind and religion, O, Messenger of God?” He said: “Is not the testimony of woman half that of a man?” They said: “Yes.” He said: “That is the lack in her mind.” He added: “Does not she abstain from praying and fasting when she has her period?” They said: “yes.” He concluded: “That is their lack of religion.” It is obvious from the Answer of the prophet that the lack of woman’s mind is in the matter of testimony, which needs control and affirmation. Man is more affirmative and controlling in this respect than woman.

http://worldreminder.net/QAABOUTISLAM/Thefirstgroup/PARTTWO/Chapter7FamilyandWomenAffairs.aspx

Die Aufgabe der Frau ist es, zu heiraten und Kinder zu gebären. … Frauen haben einen Mangel an geistigen Fähigkeiten: „The specific task of women in this society is to marry and bear children. They will be discouraged from entering legislative, judicial, or whatever careers which may require decision-making, as women lack the intellectual ability and discerning judgment required for these careers.“

Die Frau ist ihrer Menstruation unterworfen, weshalb die Kapazität ihres Verstandes gemindert ist: A Yemeni cleric recently explained in a television broadcast what it is that makes women inferior and unable, say, to serve as good witnesses: „Women are subject to menstruation, when their endurance and mental capacity for concentration are diminished. When a woman witnesses a killing or an accident, she becomes frightened, moves away, and sometimes even faints, and she cannot even watch the incident.“

http://www.thereligionofpeace.com/Quran/010-women-worth-less.htm

(14) Das Kopftuch in Koran und Sunna (Ghadban)

http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html

(15) Scheich Tadsch ad-Din al-Hilali (Tāǧ ad-Dīn al-Hilālī)

http://de.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly

(16) This polarity, in which the unveiled are regarded as licentious loose women, has continued in Muslim traditions, leading to harassment and violence against unveiled women, in both traditional Muslim and Western cultures.

http://www.dhushara.com/book/sakina/fatwah/purdah.htm

Unverschleierte Frauen ermuntern zur Vergewaltigung, unveiled women invite rape. Debate between Egyptian author, Muna Hilmi, and lawyer Nabih Al-Wahsh. Dream2 TV, Egypt aired this debate on February 2, 2005.

http://wn.com/women%27s_rights_in_islam_unveiled_women_invite_rape

Nabih Al-Wahsh: Die Frage nach der Jungfräulichkeit sollten wir sehr ernst nehmen. … Haben Sie jemals davon gehört, dass eine sittsame und gottesfürchtige Frau vergewaltigt worden wäre? Die Frauen, die vergewaltigt werden, sind diejenigen, die sich aufgedonnert, sich in Schale geschmissen haben. In my opinion, taking the issue of virginity lightly will open the door to moral corruption. If we aren’t strict on the issue of virginity we won’t be able to keep tabs on what happens. The incidence of rape cases has reached a frightening level. Have you ever read about a modest and devout woman who was raped? Those who get raped are those who adorn themselves.

http://www.liveleak.com/view?i=f1a_1178025162

The lawyer, Nabih El-Wahsh, claimed that El-Saadawi insulted Islam and questioned one of its main pillars in an interview with an independent weekly, Al-Midan, in early March. She was quoted as saying that pilgrimage to Mecca and kissing the black stone were „vestige of pagan practices“, and repeated her opposition to Islamic inheritance laws which give men double that left to women.

El-Saadawi insists she was misquoted by the newspaper, and that her words were taken out of context. However, the lawyer made use of the second article of the Egyptian Constitution which states that Islamic law, or Shari’a, is the main source of legislation in Egypt, and filed what is known as a hisba case against El-Saadawi. Hisba signifies a case filed by an individual on behalf of society when the plaintiff feels that great harm has been done to religion.

A number of Islamist lawyers made a specialisation of filing hisba cases against Egyptian intellectuals and writers in the early 1990s

http://weekly.ahram.org.eg/2001/539/eg7.htm

(17) Scheich Taj al-Din Hamid al-Hilali, der höchste muslimische Geistliche in Australien, bezeichnete am 25.10.2006 unverschleierte Frauen als nacktes Fleisch: „Wenn ihr rohes Fleisch auspackt und offen auslegt, und die Katzen kommen und fressen es – wessen Fehler ist das?“, fragte der Prediger seine Zuhörer – und antwortete sich gleich selbst: „Das unbedeckte Fleisch ist das Problem.“ Solange Frauen in ihrem Zimmer bleiben und den Schleier tragen, argumentierte al-Hilali weiter, seien sie keinen Gefahren ausgesetzt. Wer sich aber schminke und verführerisch mit den Hüften schwinge, fordere den Appetit geradezu heraus.

Addressing 500 worshippers on the topic of adultery, Sheik al-Hilali added: „If you take out uncovered meat and place it outside on the street, or in the garden or in the park, or in the backyard without a cover, and the cats come and eat it..whose fault is it – the cats or the uncovered meat?

„The uncovered meat is the problem.“

He went on: „If she was in her room, in her home, in her hijab (veil), no problem would have occurred.“

http://www.dailymail.co.uk/news/article-412697/Outrage-Muslim-cleric-likens-women-uncovered-meat.html

http://www.islamreview.com/articles/WOMEN_ARE_RESPONSIBLE.shtml

(18) Humanismus

http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus

(19) Albert Mehrabian ist Professor für Psychologie an der University of California )Los Angeles) und forscht zur Bedeutung non-verbaler Elemente in der menschlichen Kommunikation.

http://www.soft-skills.com/sozialkompetenz/nonverbalesensibilitaet/mehrabian/55387regel.php

(20) Mahram-Karte im System der Verwandtschaft. Mahrams-Chart.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/2/2f/Mahrams_Chart.png

(21) Ralph Ghadban (Das Kopftuch in Koran und Sunna) zitiert Bukhari:

…Diese andere Beschaffenheit der Frau stellt einen Mangel in ihrer Natur dar, der von einem hadîth erläutert wird. Nach Buchârî soll der Prophet gesagt haben, den Frauen fehle es an Vernunft und an Religion. Die Frauen fragten nach dem Grund. Er antwortete: „Ist die Zeugenaussage der Frau nicht halb so viel Wert wie die des Mannes? Das kommt von ihrem Mangel an Vernunft. Muss sie nicht während der Menstruation aufhören zu fasten und zu beten? Das kommt von ihrem Mangel an Religion.“

(22) al-Buchari: Warum werden in der Hölle mehr Frauen als Männer sein? Bei al-Buchari als Hadith Nummer 1052

http://arrayyana.wordpress.com/2010/11/16/warum-werden-in-der-holle-mehr-frauen-als-manner-sein/

al-Bukhāri, Hadith 1052 u. v. a. m. Ein heutiger Hadithleser und Schariafreund findet: “Mann und Frau sind eben nicht gleich. I’ve read this Hadeeth when I started researching Islam a year ago, and I found it to be the strongest evidence that men and women are not equal.”

http://www.answering-islam.org/Women/in-hell.html

(23) Amana, dem Schariastaat nutzbar zu machendes, treuhänderisches Gut, dem Mann etwa die Ehefrau

Normally, the rule of Amaanat is that the Ameen (Trustee) is under compulsory obligation to maintain and guard the Amaanat. He is not permitted to derive any personal benefit or use from or with the Amaanat. However, Allah Ta’ala in His infinite mercy has bestowed to the husband the right to derive comfort, rest, peace and benefit from the Sacred Trust we call The Wife.

http://darulislam.info/index.php?name=News&file=article&sid=150&theme=Printer

Both husband and wife are the makhlooq (creation) of Allah Ta’ala. In His infinite wisdom, Allah Ta’ala has assigned different rights, duties and obligations to the variety of specimens of His makhlooq. Allah Ta’ala has assigned the wife to the care of the husband. She is His makhlooq whom He has placed in the custody of the husband. Allah Ta’ala has awarded custody of the wife to the husband by way of Amaanat (Sacred Trust), not by way of mielkiyyat (ownership). As such, the wife in the custody of her husband and under his jurisdiction is a Sacred Trust. She is the sole property of Allah Ta’ala—and of no one else.

http://darulislam.info/Article150.htm

“Husband and wife are viewed together, as a team, instead of as two separate individuals.” weiß man im: Blissfull Marriage: A Practical Islamic Guide, das Dr. Ekram Beshir und Mohamed R. Beshir schrieben.

http://www.amana-publications.com/amana_old/latest_releases.shtml

(24) Tanzt nicht aus der Reihe! In England greift die Ehrengewalt um sich. Junge Muslimas werden verkauft und zwangsverheiratet, junge Männer als Arbeitssklaven missbraucht. Von den Behörden kommt kaum Hilfe: Dort arbeiten viele gleichgesinnte Einwanderer.

Der neunzehnjährigen Latifa gelang die Flucht. Aber den Preis dafür zahlt nun ihre kleine Schwester: „Ich sollte den Sohn meiner Tante heiraten. Aber weil ich weggerannt bin, gaben sie ihm stattdessen meine Schwester. Jetzt ist sie in Pakistan. Sie ist 16 und sie ist schwanger.“ …

Der Bericht des „Center for Social Cohesion“ ist auch ein erschütterndes Buch über eine westliche Gesellschaft, die darauf verzichtet, ihre Werte und Freiheiten gegenüber sehr fremden Einwanderern durchzusetzen. Britische Musliminnen und Zwangsbräute aus der islamischen Welt zahlen dafür den Preis. Brandon und Hafez berichten von einem landesweiten „informellen Netzwerk, das Frauen aufspürt und bestraft“. Geflüchtete Frauen können nicht mehr Taxi fahren, denn das Taxigewerbe ist in England fest in pakistanischer Hand.

Weil in Behörden längst viele Einwanderer arbeiten, werden geflohene Opfer über Versicherungs- oder Mobiltelefonnummern ausfindig gemacht und an ihre Familien verraten. Übersetzer in Sozialämtern oder auf Polizeiwachen lügen und spielen Gewalttaten herunter. Sozialarbeiter haben Angst, mit ihren Schützlingen zur Polizei zu gehen: „Wir müssen vorsichtig sein mit den Polizisten, besonders den asiatischen, weil manche von ihnen Täter sind.“

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E493BDC9D2FFB4DC98202538949AFA1D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

James Brandon and Salam Hafez, Centre for Social Cohesion:

CRIMES OF THE COMMUNITY: Honour-based violence in the UK.

http://www.civitas.org.uk/pdf/CrimesOfTheCommunity.pdf

(25) Fatwa über die Frage, ob Muslimas eigenständig die eheliche Wohnung verlassen dürfen.

Der Ehemann muss dazu die Erlaubnis erteilen. Der Ehemann darf beschließen, dass seine Ehefrau zu Hause bleibt. Er muss sie jedoch finanzieren und gut behandeln. Allah hat den Muslimas befohlen, zu Hause zu bleiben (Sure 33,33). Die Frau darf ihre Wohnung nur mit Erlaubnis ihres Ehemannes verlassen. Falls sie sich ohne notwendigen Grund dem widersetzt, gilt sie als „widerspenstig“ [ein Fachterminus des islamischen Eherechts, der besagt, dass die Frau ihre Pflicht zum Gehorsam nicht erfüllt und damit ihr Recht auf Unterhalt prinzipiell verloren hat] … . Die (muslimischen) Rechtsgelehrten sind sich einig, dass eine Frau ihre Wohnung verlassen darf, wenn ihr Ehemann ihr dies gestattet. Wenn sie dies jedoch ohne Genehmigung tut, gilt sie als „widerspenstig“.“

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5a15acee5f7.0.html

(26) Geschlechterrollen Afghanistan

http://www.whywar.at/geschlechterrollen_afghanistan

(27) Mahram-Verwandte

http://www.eslam.de/begriffe/m/mahram-verwandte.htm

Ohne Mahram darf die Frau das Haus nur ein paar Schritte verlassen und auch nur mit einem Hidschab bedeckt:

Fatwa Question or Essay Title: Can a woman leave her house without being accompanied by a guardian from her family? Fatwa Response or Body of Essay: She can go to nearby places without a mahram (guardian, see glossary) while observing hijab and provided there is no fear of fitnah (evil/mischief). But for a journey, she should be accompanied by mahram.

http://www.islamopediaonline.org/fatwa/can-woman-leave-her-house-without-being-accompanied-guardian-her-family

Der Ehefrau ist das außerhäusliche Arbeiten oder das Verlassen des Hauses verboten, wenn ihr Ehemann das so sagt:

It is not permissible for a wife to go out to work except with the permission of her husband as Allaah put the right of the husband on his wife not to go out of his home except with his permission and if she goes out without his permission and consent, then she is rebellious and disobedient as stated by the jurists

http://www.islamweb.net/emainpage/index.php?page=showfatwa&Option=FatwaId&Id=130373

Islamweb is a site designed to enrich the viewers’ knowledge and appreciation of Islam. Its aim is to provide the viewing community substantial knowledge about Islam, particularly the non-Muslim who may need clarification of common distortions of the media and misrepresentations of ill-informed followers.

The purpose of this site is to increase the awareness of Muslims and non-Muslims alike about the mission of Islam to warn mankind of God’s punishment and to give the good news of their salvation in Islam. Islam is a revealed religion and a way of life that addresses all aspects of the human condition.

http://www.islamweb.net/emainpage/index.php?page=aboutus

(28) Indiziertes Buch liegt an Informationsständen und bei Vorträgen in Baden-Württemberg aus

Verfassungsschutz Baden-Württemberg: „Das Buch „Frauen im Schutz des Islam“ von Abd ar-Rahman Asch-Schiha. … Als Resümee des Kapitels über das Schlagen der Frauen zitiert der Autor Anni Besant, die 1932 (!) zwischen islamischen Gesetzen und westlichen Gesetzen einen Vergleich angestellt hat und in ihrem Buch schrieb, dass die islamischen Gesetze die fairste und gerechteste Gesetzgebung seien. Das islamische Recht übertreffe die westlichen Gesetzeswerke in Bezug auf Besitz, Erbe und Scheidungsrecht der Frau. Es lässt tief blicken, dass Asch-Schiha auf einen subjektiven Vergleich aus dem Jahr 1932 zurückgreift und davor zurückschreckt, die Rechte der Frauen im Islam mit den derzeit existierenden Gesetzen im Westen zu vergleichen. Insgesamt gesehen wird deutlich, dass er versucht, Vorgaben des Korans mit Hilfe von Zitaten von Menschen aus dem Westen zu rechtfertigen und die islamische Lehre als den westlichen Gesetzen überlegen darzustellen.“

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

(29) Polizei stellt frauenfeindliche Bücher sicher.

Das Schlagen von Frauen sei als „Züchtigung“ gerechtfertigt, sofern keine Knochen gebrochen oder blaue Flecke auf dem Körper hinterlassen werden. Bei dem Buch handelt es sich um die deutsche Übersetzung eines in Saudi-Arabien erschienenen Werkes mit dem Titel „Frauen im Schutz des Islam“. Beschreibungen im Kapitel „Schlagen der Frau“ werden von der Bundesprüfstelle als Diskriminierung sowie als Anreiz zur Gewalttätigkeit eingestuft, sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart. Das Buch, das auch auf diversen islamischen Internetseiten zu finden ist, wurde bereits am 15. Januar 2009 als jugendgefährdend indiziert. … Wenn dies ebenfalls nichts bewirke, käme „die nächste Stufe der Züchtigung“: „Schlagen, ohne zu verletzen, Knochen zu brechen, blaue oder schwarze Flecken auf dem Körper zu hinterlassen, und unter allen Umständen vermeiden, ins Gesicht zu treffen.“ Diese Behandlung habe sich für „kontrollierende oder führende Frauen“ als ebenso wirksam erwiesen wie bei unterwürfigen Frauen: „Diese Frauen genießen es, geschlagen zu werden.“

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5921859/Polizei-stellt-frauenfeindliche-Islam-Buecher-sicher.html

(30) Namus (nāmūs)

http://de.wikipedia.org/wiki/Namus

(31) Taslima Nasreen (bengalisch Tasalimā Nāsarin, Farsi: Taslīma Nasrīn)

http://taslimanasrin.com/

(32) Let’s Think Again About The Burqa. Das „purdah system“.

http://www.outlookindia.com/article.aspx?233670

(33) Yasmin Alibhai-Brown, Journalistin aus Uganda, zum ‘Recht’ die Burka, den Niqab zu ‘wählen’. ‘Nothing to Hide’.

Erst wenige Briten haben den Prozess durchschaut: Erst das Kopftuch, dann der Schleier, dann der Gesichtsschleier: „Few Britons have realized that the hijab – now more widespread than ever – is, for Islamicist puritans, the first step on a path leading to the burqa, where even the eyes are gauzed over. I have interviewed young women who say they feel so wanton wearing only a headscarf that they will adopt the niqab. Now even 6-year-olds are put into hijabs.“

http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1543877,00.html

(34) EU-Gesetzgebung. Vorschläge für wirksame Maßnahmen zur Eingliederung von Drittstaatsangehörigen.

http://europa.eu/legislation_summaries/other/c10611_de.htm

(35) Integration ist Chefsache. Maria Böhmer. „Der Grüne Cem Özdemir schrieb in einem Beitrag für SPIEGEL ONLINE, es habe noch keine Integrationsbeauftragte gegeben, die so wenig Zugang zu türkischstämmigen Migranten habe. Böhmer erinnere ihn an die strenge Haushälterin Rottenmeier, die in den Romanen von Johanna Spyri die „Heidi“ piesackte. Die SPD-Politikerin Lale Akgün sagt zu SPIEGEL ONLINE, sie spüre bei Böhmer kein emotionales Bekenntnis zum Thema Integration.“, aus: Anna Reimann: Ruhig, kompetent, nichtssagend, in: DER SPIEGEL, 29.02.2008

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,535931,00.html

(36) Comparing integration. Host culture adoption and ethnic retention among Turkish immigrants and their descendents in France, Germany and the Netherlands

http://www.fsw.vu.nl/en/Images/4abstract_english_tcm31-140234.pdf

(37) Evelyn Ersanilli und Ruud Koopmans, März 2009:

Ethnic Retention and Host Culture Adoption among Turkish Immigrants in Germany, France and the Netherlands: A Controlled Comparison

http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2009/iv09-701.pdf

(38) “Multikulti ist gescheitert”, sagt der Bürgermeister von Berlin- Neukölln Heinz Buschkowsky am 05.03.2006 im Interview mit der taz:

“Das Kernproblem ist die soziale und ethnische Segregation. … Das Abstimmen mit dem Möbelwagen muss aufhören. In 10 bis 15 Jahren wird die migrantische Bevölkerung in Neukölln über eine Dreiviertelmehrheit verfügen. Wenn wir heute nicht umsteuern, werden bestimmte Gebiete Elendsquartiere sein, schlimmstenfalls sogar „No-go-Areas“. Das können wir doch nicht hinnehmen. Auch im multiethnischen Neukölln müssen die Menschen nach dem gleichen Wertekanon miteinander leben. … Ich halte es mit der Devise: Je mehr Werte ein junger Mensch von dieser Gesellschaft in sich aufnimmt – egal wo die Wiege der Großeltern stand -, desto weniger wird er anfällig sein für falsche Werte von Parallelgesellschaften, sei es der religiöse Fanatismus, die organisierte Kriminalität oder überkommene Riten und Bräuche.”

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/03/06/a0261

http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Buschkowsky

(39) Vor dem Unheil bewahrt nichts als die Politik nach dem Medina-Modell (622-855 n. Chr.). Zum diesem Zeitalter der Glückseligkeit (ʿAsr as-Saʿāda) denkt die Organisation Ba’Alawi, Kuala Lumpur:

A society based on the Prophet’s example gains peace and tranquility with breezes blowing through it from the Age of Happiness (asr al-sa’adah). They taste the authentic joy of closeness to Allah in their worship.

http://www.baalawi-kl.com/v1/images/the%20prophet%20of%20mercy%20-%20final%20chapter.pdf

(40) Tanzt nicht aus der Reihe! In England greift die Ehrengewalt um sich. Junge Muslimas werden verkauft und zwangsverheiratet (siehe Fußnote 24)

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E493BDC9D2FFB4DC98202538949AFA1D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Murders in the name of so-called honour, known to many as “honour killings”

Was zu einem so genannten Ehrenmord führen kann. Examples of behaviour that could lead to murder:

In Kleidung, Verhalten oder Werthaltung „westlich“ werden. Becoming “western” (clothes, behaviour, attitude)

Sich der elterlichen Autorität widersetzen. Defying parental authority

Einen Freund / eine Freundin haben. The existence of a boyfriend/girlfriend

Die aufgezwungene Ehe verweigern. Rejecting a forced marriage

Das Religionskollektiv überschreitende Beziehungen pflegen. Inter-faith relationships

Als Frau vorehelichen Sex haben / voreheliche Intimität pflegen. Women having sex/relationships before marriage

Den Ehegatten verlassen wollen. Wanting to leave a spouse

Den Ehegatten verlassen. Leaving a spouse

Die Scheidung einreichen oder sich trennen wollen. Seeking a divorce

Zärtlichkeiten im öffentlichen Raum. Intimacy in a public place

(Vermeintliche) üble Nachrede; „Geschwätz“. Gossip

http://www.westsussex.gov.uk/living/being_safe_and_secure/personal_safety/domestic_violence/honour_based_violence.aspx

(41) In »Muslimisch, weiblich, deutsch! Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam« (C. H. Beck, München 2010) berichtet Lamya Kaddor kommentarlos zum System der Duisburger Mädchenüberwachung: „Tatsächlich ist es so, dass sich fast alle Jungen im Stadtteil verpflichtet haben, „auf die Lohberger Mädchen aufzupassen“. Dass geht so weit, dass Mädchen mit ihrem jeweiligen Freund in bis zu sechzig Kilometer entfernten Städten von den „Lohberger Jungs“ gesichtet worden sind. Doch es bleibt nicht immer beim bloßen Sichten. Der Freund des Mädchens wird häufig mit körperlicher Gewalt daran „erinnert“, sich von dem Mädchen fernzuhalten. Das Mädchen selbst bekommt es mit dem älteren Bruder oder seinem Vater zu tun. … Sie [die Mädchen] erzählen mir, dass es mittlerweile eine Art Bande gibt, zu der alle „Lohberger Jungs“ gehören, um sie mit ihren Freunden zu erwischen, egal wo. Einige erzählen, wie sie von Ali gesehen worden seien und anschließend großen Ärger bekommen hätten. Selbst die Väter der Mädchen rufen das Bandenoberhaupt an, damit es auf ihre Töchter aufpasst.“

http://www.amazon.de/Muslimisch-weiblich-deutsch-einem-zeitgem%C3%A4%C3%9Fen/dp/3406591604

(42) Istiqama (istiqāma), Straightforwardness. Fethullah Gülen zur von Allah gewirkten Geradheit des Lebensweges. Verfehlen der Standards der Scharia ist natürlich „krumme Tour“.

http://www.fgulen.cc/gulens-works/156-key-concepts-in-the-practice-of-sufism-1/877-istiqama-straightforwardness.html

Istiqama, gottgegebene “Geradheit” irdischen Verhaltens. In der Spur bleiben, spuren. Fethullah Gülen sagt „Wohlverhalten“:

http://islamaufdeutsch.de/deutsch_islam/Achlaq/Sufismus_tasawwuf_mystik/Istiqama_Wohlverhalten_gulen.htm

Istiqama (istiqāma).

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?34110-Istiqama&daysprune=-1

»Die istiqama bedeutet, das man sich an den Weg des Islam hält. Umar ibn al-Khattab (radiyallahu ´anhu) sagte: „Istiqama“ bedeutet, daß du korrekt die Gebote und Verbote des Islam einzuhalten versuchst und nicht versuchst, den Geboten und Verboten wie ein Fuchs aus dem Weg zu gehen.“«

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Ahadith_%C3%BCber_ALLAH

(43) My question is: Do Muslim parents have the right to force their daughter to wear hijab if she refuses to wear it?

Answer, 12.01.2004, Group of Muftis, Islam-online:

Muslim parents should bring up their children according to the teachings of Islam. Parents have to make their children get used to doing the obligatory duties and avoiding haram (unlawful) things before puberty, so that it will not be too hard for them to adhere to Islamic rules after they reach puberty. The Prophet (peace and blessings be upon him) said: “Train your children to pray when they are seven years old, and smack them if they do not do so when they are ten, and separate them in their beds” (Reported by Abu Dawud).

From an early age, daughters should be taught that hijab is an ordinance from Allah to protect their chastity. When a girl reaches puberty she is obliged to do all the obligatory duties and to avoid all haram things. One of the obligatory duties is wearing hijab.

http://www.infad.usim.edu.my/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=8813

Here, you are not allowed to obey your mother in taking off the Hijab, but you are also religiously required to remain kind and dutiful to her as Paradise lies under her feet. … Responding to the question, Dr. Muzammil Siddiqi, former president of the Islamic Soceity of North America, states the following:

As a Muslimah, you should remind your mother politely that you are following the command of Allah by sticking to wearing the Hijab. You should tell her that you would like to obey her in all matters, but not in the matters that are against the rules of Allah.

Do not use your Hijab to rebel against your mother and to create more problems between you and her. You should rather be more loving, obedient and kind towards your mother, without taking off your Hijab in public.

http://58.26.99.53/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=9511

Can Parents Force their Daughters to Wear Hijaab?

Frage: Meine Freundin wird von ihren Eltern zum Tragen des Schleiers gezwungen, verhalten sich die Eltern richtig?

Her parents tell her she is a bad person and well, there is no choice for her. She has to wear it and they demand that of her. She is very depressed and I really want to know if her parents are correct in insisting her to wear hijab. I read the questions on the site, but this is about forced hijab.

Antwort: Ermutige sie, die Belohnung im Jenseits wiegt schwerer als die Beschwerlichkeit des Kopftuchtragens auf Erden.

I would suggest that you should very sincerely advise your friend to comply with her parents’ desires, even if in doing so, she feels some discomfort. Don’t forget to give her the assurance that if she tries her best to comply with her parents’ desires, she would be infinitely rewarded for her excellent behavior during the life of this world as well as during the hereafter. The reward would indeed be much more than a mere recompense of the discomfort she feels.

http://www.understanding-islam.com/q-and-a/social-issues/can-parents-force-their-daughters-to-wear-hijaab-5560

(44) Hisba (ḥisba)

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

(45) Der Islâm hat die erwachsene, muslimische Frau zum Tragen des Kopftuches verpflichtet. Diese Sache ist umso wichtiger, sobald sie der Ehemann ebenfalls dazu aufruft.

http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=showfatwa&FatwaId=122626

(46) Parda (anglisiert purdah)

http://muslim-canada.org/purdah.pdf

(47) Hidschab (ḥiǧāb) ist Pflicht

http://de.wikipedia.org/wiki/Hidschab

(48) Hidschabfreunde irren, die Burka ist kein „Freiheitsrecht“. ENFAL hingegen schwärmt von der textil bekundeten kulturellen Apartheid: Die Kleidung der muslimischen Frau.

„Unter der ʿAura der Frau versteht man den Teil ihres Körpers, den sie vor einem genau definierten Personenkreis zu bedecken hat. … Die Beweise zur Verpflichtung des Tragens von Dschilbab und Chimar in der Öffentlichkeit sind eindeutig. Es gibt keine Entschuldigung dafür, diese Kleidung nicht zu tragen. Selbst wenn die Frau ihre ʿAura durch das Tragen einer Hose oder eines wadenlangen Rocks und undurchsichtiger Socken bedeckt, ist sie sündhaft, wenn sie ohne libās šarʿī (libaas shar’ee), d.h. ohne Ǧilbāb (jilbaab) und Ḫimār (khimaar), ihr Haus verläßt.“

http://www.enfal.de/libas.htm

Libās šarʿī: Ǧilbāb, Ḫimār.

Islamic dress (libas shar’i or ziyy Islami) revived during the mid-1960s in the Islamic world … Jilbab is mentioned in Sura 33:59 … With regard to women, the Qur’an mentions two clothing items: khimar and jilbab.

http://angelasancartier.net/djellaba

Dschilbab (ǧilbāb)

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Dschilbab

Chimar (ḫimār)

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Chimar

ESSENCE OF BLACK. Yemeni khimar.

http://www.essenceofblack.com/yemeni_khimar.htm

Islamic Wedding Jilbab

http://2.bp.blogspot.com/_Oc0XvpuwWzo/TF5MUzg2fjI/AAAAAAAAB4M/6OJ6cEYZmE8/s1600/islamic-wedding+jilbab.jpg

Islamic Movements in Lebanon. Fathi Yakan (Jabhat al-’Amal al-Islami, The Islamic Action Front), am 09.09.2008. Seite119:

“We basically rely on institutions away from ostentatious appearances such as letting one’s beard grow, or wearing the jilbab (gown). We also do not content ourselves with sermonizing alone. Our conception of Islam covers all areas of life that is why we have sports, education, and social institutions. For Islam is not just a ritual or worship in the mosque. We must carry its principles into the society and translate our religion and creed on the ground.”

http://library.fes.de/pdf-files/bueros/beirut/06882.pdf

Die Frau darf nichts an „männlicher“ Kleidung tragen. Unisex als Kleidungsstil ist islamisch streng verboten:

Difference from Men’s Clothing‎

The clothing of a Muslim woman must not resemble the clothing of men. The following two hadith explain ‎this.

Seit den Tagen der rechtgeleiteten Vorfahren diene Islamische Kleidung dazu, sich optisch, emotional und kulturell bzw. kulturpolitisch von den Ungläubigen abzugrenzen, was ein grundsätzlicher Wesenszug der Scharia sei:

Difference from the Clothing of Unbelievers ‎

Her clothing must not resemble the clothing of the unbelievers. This is a general ruling of the ‘Sharia’h which ‎encompasses not only dress but also such things as manners, customs, religious practices and festivities, transactions, ‎etc. Indeed, dissimilarity with unbelievers is a precedent that was established by the first generation of Islam (Islamic Society of Central Virginia (ISCV), Charlottesville).

http://www.charlottesvillemasjid.org/News/View.aspx?Articleid=8

The three-floor building is the project of Islamic Society of Central Virginia (ISCV) and will feature a prayer area, multi-purpose room and classrooms for Islamic education. As construction inside continues, concern brews outside the bricks.

“We are so focused on kinetic activity of violence that we lost focus that the enemy’s self-stated focus of main effort is a pre-violent information warfare,” said Michael Del Rosso, a Senior Fellow at the Center for Security Policy.

Del Rosso’s concern stems from the deed of the properties; both the new building on Pine Street and the current headquarters are in the name of NAIT, the North American Islamic Trust. According to Wikipedia, NAIT is a Saudi-backed organization based in Plainfield, Indiana, that owns Islamic properties and promotes Islamic endowments in North America. NAIT and the Islamic Society of North America (ISNA), a Muslim umbrella group also in Plainfield, are both affiliates of the local Islamic society.

“They’re both unindicted co-conspirators in the largest terrorism financing case in United States history,” Del Rosso explained.

In 2007, both NAIT and ISNA we named co-conspirators in the Holy Land Foundation terrorist trial. Federal prosecutors allege the groups conspired to help fund Hamas and other Islamic terror organizations. Prosecutors also argued NAIT is or was a member of the United States Muslim Brotherhood.

http://www.newsplex.com/home/headlines/Controversy_Surrounds_Local_Muslim_Cultural_Center_117765674.html

We can say that according to the majority opinion of the scholars, the garment called „jilbab“ is any garment that meets the following criteria:

• this garment is an outergarment; an extra layer; something worn over the normal clothing

• if the khimar is not worn, this garment must cover from the top of the head on down, but if the khimar is worn, this garment only needs to cover from the shoulders on down

• similarly, if socks are not worn, this garment must cover down to the ground, but if socks are worn so that the feet are completely covered, this garment only needs to cover down to the ankles

• this garment must be made of fabric that is thick and opaque so that it does not show what is beneath it, and it must be loose so that it does not reveal the contours of what is beneath it

These scholars are agreed that the jilbab is to be worn outdoors and in open public places like the market, the masjid, etc. It does not need to be worn indoors, such as in the house or a building where access is controlled. This is because the jilbab serves the purposes of asserting the Islamic identity of a sister, and of protecting her from harassment, which are concerns only outdoors and in public.

http://www.muslim-marriage-guide.com/jilbab.html

20. Mönchengladbach und der Salafismus

November 17, 2010

السلفية

as-salafīya

Leben wie die rechtschaffenen Vorfahren

Salafismus

Genau den verwehenden Fußspuren des Propheten Muḥammad und der rechtschaffenen Altvorderen (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) nachfolgend

Salafismus als organisierte Verweigerung der universellen Menschenrechte. Dieser Text führt den historischen Schwerpunkt von WAS IST SALAFISMUS (Teil 1, von Gabi Schmidt, Text in Kürze an dieser Stelle) weiter.

Von Edward von Roy, Mönchengladbach, 17.11.2010

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-Barāʾa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: Ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: »Reinigen und Erziehen« (at-Taṣfīya wat-Tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullhi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al Barāʾa

Was wörtlich »Solidarität und Abkehr« oder »Loyalität und Lossagung« heißt, »al-walāʾ wal-barāʾa«,(1) meint die engagierte Muslimsolidarität in Verbindung mit der spürbar umzusetzenden Auffassung, alles Nichtislamische als beliebig beziehungsweise als unsittlich zu bewerten, als unbedeutend, unmoralisch oder sogar als teuflisch.

Im Gespräch mit Vertretern des orthodoxen Islam bzw. des politischen Islam ist genannte Einschätzung, das alles, was nicht „islamisch“ ist, letztlich unbedeutend, schlicht nicht wichtig ist, für einen Nichtmuslim oder einen säkularen Muslim immer wieder zu spüren. Aussteiger aus dem orthodoxen oder radikalen Islam, beispielsweise Ex-Muslime,(2) sind dieser Haltung, die manch ein weltbürgerlich oder wissenschaftlich denkender Mensch als arrogant beziehungsweise als kulturrassistisch bezeichnen möchte, mit derselben Verblüffung oder Verärgerung ausgesetzt wie sogenannte Nichtmuslime.

Bereits an dieser Stelle wird spürbar, dass es beim Thema Islam um wesentlich mehr geht als um den Religionsbegriff von Artikel 4 des deutschen Grundgesetzes. Die von den multikulturalistisch orientierten Verfechtern des „Dialogs der Religionen“ und vor allem des „Dialogs mit dem Islam“ nicht anders als von den Parteigängern der Scharia (aš-Šarīʿa, totalitäres koranbasiertes Gesetz) fahrlässig in Kauf genommene oder bewusst angesteuerte Aufteilung der Staatsbevölkerung und Stadtbevölkerung in ethnoreligiöse Kollektive dürfen wir nicht hinnehmen: In Europa, Deutschland oder Mönchengladbach leben Bürger, keine Christenbürger und Moslembürger, unsere Gesetze und Verordnungen regeln das friedliche Zusammenleben, nicht die Zuweisung in Hölle und Paradies.

Unsere Zukunft möchten wir freiheitsliebenden Bürger, unter uns sind selbstverständlich auch bekennende Muslime, weder im Europakalifat noch in einer regionalen Dhimmitude verbringen, Polygamie (Polygynie, Vielweiberei) und Kindbraut müssen illegal bleiben oder werden. In der griechischen Region Komotiní werden, leider völlig legal, dreizehn- oder elfjährige Mädchen nach Maßgabe der Scharia verheiratet und tauchen als elfjährige schwangere Braut mit ihrem 22-jährigen Ehemann in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt auf.(3)

Michael Kreutz erklärte diese islamisch begründete Rechtsspaltung im griechischen Familienrecht:(4)

Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. …

Als die zwölfjährige Samiha aus dem thrakischen Komotiní vergangenen März mit einem Glaubensgenossen verheiratet wurde, der in Deutschland lebt, zeigte sich wieder einmal die Unvereinbarkeit des Alltags griechischer Muslime mit der europäischen Gesetzgebung, die die Heirat Minderjähriger verbietet. … Der deutsche Grenzbeamte, der ihre Papiere kontrollierte, wollte nicht glauben, dass ein zwölfjähriges Mädchen verheiratet sein könnte.

Großmufti Al asch-Schaich ist der höchstrangige Rechtsgelehrte Saudi-Arabiens und bestätigt die Gültigkeit der islamischen Kinderverheiratung.(5) Wir erinnern uns, dass Abu Hamza (Pierre Vogel) und Abu Anas (Muhamed Seyfudin Ciftci) in Saudi-Arabien die Scharia studiert haben.

Zum Recht des muslimischen Mädchens auf eine Ehe stellt Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich fest:

Oft hören wir in den Medien die Frage nach der Verheiratung Minderjähriger. Dazu ist zu sagen, dass die Scharia der Frau kein Unrecht zufügt. Zu sagen, eine Frau unter 15 Jahren könne nicht heiraten, ist schlicht falsch. Sobald ein Mädchen zehn oder zwölf Jahre alt geworden ist, kann sie zur Verheiratung ausgewählt werden, und wer auch immer jetzt denkt, sie sei zu jung, liegt falsch und fügt dem Mädchen eine Ungerechtigkeit zu.

Ob Hans-Gert Pöttering und Horst Köhler (der Islam als eine „im Kern friedliche Religion“) oder ob Christian Wulff („Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“, 03.10.2010) der Ansicht sind, Großmufti asch-Schaich habe den Islam falsch verstanden?

Der Islam von Scharia und Fiqh (Sakraljurisprudenz), und einen anderen Islam gibt es leider erst in dürftigen und bedrohten Anfängen, der Islam als nicht in Frage zu stellende Welterklärung, repressive Wohlverhaltensdoktrin und als ein vollständiges Konzept der juristischen Theorie und Praxis ist in die kulturelle Moderne nicht integrierbar, weil er unbedingt frauenfeindlich, phantasiefeindlich, unwissenschaftlich und totalitär ist. Der Islam selbst versteht sich als jenseitszentriert, letztliche Bedeutung hat nicht das Diesseits (ad-dunyā), sondern das Jenseits (al-āḫira), haben Hölle und Paradies.

Die der Umma, der muslimischen Weltgemeinde zugeschriebenen Kinder und Jugendlichen sind nach wie vor „zu muslimisieren“ (der Scharia zu unterwerfen), das islamisch korrekte Benehmen und Denken ist ihnen anzudressieren, ein erkennbar „nichtislamisches“ Verhalten oder Empfinden ist ihnen abzutrainieren. Ein typisch muslimischer, kalkuliert einschüchternder Spruch richtet sich an das Mädchen, das ihr Kopftuch verweigert oder nachlässig trägt: „Jedes Haar, was man sieht, verwandelt sich in der Hölle in eine Schlange.“ Katharina Rutschky (1977) bezeichnete repressive Erziehungsmethoden als Schwarze Pädagogik.(6)

Zentrales Dressurinstrument der beim Schambesetzten und Sexuellen ansetzenden innermuslimischen Durchsetzung der Scharia („Schariatisierung“) ist das Bedecken (Hidschab, ḥiǧāb) des weiblichen Körpers, das je nach Radikalität der Verweigerung von Kreativität, Emanzipation und Wissenschaftlichkeit als Kopftuch oder Burka mit Niqab in Erscheinung tritt. Die „islamische Kleidung“ jedenfalls wird zum optischen, sexualisierenden und politischen Abgrenzungsmerkmal der beiden „Sorten Mensch“, der „Muslime“ und der als sittlich minderwertig geltenden „Nichtmuslime“.

Ein politischer Kult, der seiner angeblich die Seele rettenden Doktrin nach allen seinen Angehörigen die universellen Menschenrechte und den ungeschmälerten Zugang zum deutschen Grundgesetz vorenthält, ist in einem freiheitlich bleibenden Staat nicht realisierbar, weshalb die Scharia vernehmlich und glaubhaft außer Kraft gesetzt werden muss, bevor eine Regierung Islamkonferenzen einberuft oder Islamischen Religionsunterricht bzw. universitäre Imamausbildung einrichtet. Diesen Zusammenhang auszusprechen ist überfällig und allein deshalb kein „antimuslimischer Rassismus“, weil Muslime keine Rasse sind. Pierre Vogel und Sven Lau haben die Weltanschauung gewechselt, nicht die „Rasse“.

Vielmehr könnte sich ein fortgesetztes Verschweigen der unüberwindbaren Grundrechtswidrigkeit der Scharia als geeignet erweisen, die Staats- und Stadtbevölkerung ganz im Sinne des muslimischen Separatismus (Muslim separatism)(7) in zwei Glaubensnationen zu zerlegen, was wir im Sinne der universellen Menschenrechte verhindern dürfen.

Wir verteidigen bei unserer Kritik am Islam also weder das „christliche Abendland“ noch den „transatlantischen Westen“, weil die am 10. Dezember 1948 in Paris erklärten Menschenrechte eben gerade nicht „christlich“ oder „atheistisch“ und weder „westlich“ noch „östlich“ sind. Jedes Zurückfallen vor den 10.12.1948 hingegen wäre ein Ausstieg aus dem für alle geltenden Recht und eine Wiedereinführung vormoderner Machtstrukturen, bei dem die Religion der Eltern und Großeltern dem Individuum den Lebenslauf in einer Intensität und Totalität schreibt, die wir nicht wollen.

Die Jugendlichen und die Kinder unter den heute unter uns lebenden so genannten Muslimen müssen dasselbe Recht auf eine autonom gestaltete Biographie haben wie die jungen „Nichtmuslime“. Es ist ein Skandal, wenn die Vorsitzende des örtlichen Integrationsrates in aller Öffentlichkeit das „Recht“ der türkisch-muslimischen Eltern einfordert, ihre Kinder arrangiert zu verheiraten. Statt die Scharia und den organisierten Islam pauschal zu verharmlosen, täten Gülistan Yüksel und Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Brouns besser daran, langfristig auch mit den organisierten Ex-Muslimen zusammen zu arbeiten.

Den aufgrund der Fundamentalisierung zu Recht besorgten Mönchengladbacher Bürgern fiel besagte Integrationsratsvorsitzende am 27.08.2010 in der Eickener Mehrzweckhalle durch die Aussage auf, die Anwesenden würden „Öl ins Feuer gießen“.(8) Wohlgemerkt: Wir, die Mönchengladbacher Bürger würden das sprichwörtliche Öl „gießen“, nicht die Freunde von Burka, Scharia und Steinigung.

Gülistan Yüksel will den „Dialog der Religionen“ und möchte „die Ängste der Menschen ernst nehmen“. Was beim „Dialog“ zwischen säkularen Demokraten und Schariafreunden herauskommen soll, verrät uns die Bundesverdienstkreuzträgerin nicht.

Die Speerspitze oder jedenfalls einen der harten Kerne der islamisch begründeten mittelalterlichen Revolte gegen die kulturelle Moderne nennen wir Salafīya (as-salaf, die Vorgänger, Vorfahren, Ahnen). Dieser sich nach den ersten drei muslimischen Generationen nennende „Salafismus“ nutzt die hoch politische Apartheid der Kleidung sowie die (auch durch den textilen Kerker der Burka garantierte) Apartheid des sozialen Kontakts. Islamische Fundamentalisten wollen ihre Mitglieder aus der offenen Gesellschaft aussperren.

Einen ersten Hinweis konnte uns der in der Eickener Straße 164 illegal betriebene Kindergarten der damaligen Masjid As-Sunnah liefern,(9) bei dem die unter Islamisten erwünschte emotionale Fremdheit eingeübt worden ist und bereits die Kleinsten vorübergehend nicht die Chance hatten, mit zwei- bis vierjährigen „Ungläubigen“ beiderlei Geschlechts skeptisch bis neugierig zu streiten, zu reden und vor allem: zu spielen. Am 11.10.2007 warb die Seite Way to Allah für die „Gruppe Salam“:(10)

Erzieherin: Assya Reiners 4 jährige Ausbildung als Erzieherin und Kinderpflegerin mit Berufserfahrung. Helferin: Zara Qouri

Räumlichkeiten: Bastelecke, Ruheraum und Rollenspielecke, Essensabschnitt und Spielecke, Badezimmer, Flur, Küche und ca. 50 qm Frauengebetsraum für größere Aktivitäten.

Die Kinderbetreuung ist keine städtische Einrichtung, jedoch eine Vereininterne Aktivität, an der man durch eine Mitgliedschaft teilnehmen kann.

Für eine spielerische Herangehensweise an das Lernen und an die Welt ist der orthodoxe Islam allerdings grundsätzlich nicht zu haben, denn die Teufel lauern überall und gefährden dein irdisches Wohlergehen und, vor allem wenn du eine Frau bist, deinen sexuellen Anstand. Von einem Weltgefühl und Lebensgefühl der Angst bedrückt, kann man sicherlich nicht gut lernen, weshalb wir von den Moscheegemeinden und Islamverbänden verlangen dürfen, Iblis und Dschahannam (Iblīs wa Ǧahannam, Teufel und Hölle) schleunigst aus dem Lehrprogramm zu werfen, damit der Isam schultauglich wird, „schulreif“.

Das muslimische Meidungsverhalten der geheiligten „Lossagung“ (al-barāa) wird mit der angeblich perfektesten Gebrauchsanweisung für ein gelingendes Leben, mit dem Koran (5:51) begründet:

Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen). Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht.

Besonders konsequent ausgelegt wird das Verhalten der Meidung weltweit von den so genannten Salafisten, die sich auf unter Sunniten weltweit hoch angesehene Gelehrte wie den saudischen Großmufti Bin Bāz und (ʿAbd al-ʿAzīz ibn Bāz, 1910-1999)(11) oder Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (* 1933)(12) berufen können.

Scheich Bin Bāz fordert alle Muslime dazu auf, jede etwa vorhandene freundschaftliche Beziehung zu einem Nichtmuslim abzubrechen, die nicht dem Konversionsgeschehen (natürlich zum Islam hin, nicht umgekehrt) dient. Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān präzisiert dahingehend, dass jeder Muslim dazu verpflichtet sei, alle Nichtmuslime zu hassen!(13) Mit Scheichs wie al-Fauzān und vermutlich auch Bin Bāz lässt sich das islamische Prinzip »al-walāʾ wal-barāʾa« also durchaus übersetzen als „Lieben für Allah, Hassen für Allah!“ Islamisch begründetes Desintegrieren steht unserem Bemühen um Integration leider entgegen.

Zusammenfassend gesagt: Die islamrechtliche Vorgabe und muslimische Verhaltensnorm »al-walāʾ wal-barāʾa« sichert den Umgang des aus orthodoxer Sicht als sittlich höherwertig geltenden Muslims mit einem Nichtmuslim. Dabei ist eine vorschriftsmäßige muslimische Solidarität mit einem kalten Desinteresse an den Nichtmuslimen und ihren als verachtenswert einzustufenden typischen Verhaltensweisen zu verknüpfen, um das Wohlergehen der Umma, der muslimischen Weltgemeinde, und das persönliche jenseitige Heil zu gewährleisten. Alles, was nicht als „islamisch“ angesehen werden kann, ist, sofern es den Islam nicht bekämpft, unwichtig und zu meiden. Was Islam und Islamexpansion aber im Wege steht, ist zu beseitigen, falls nötig mit Gewalt. Das Recht der Muslime, überall auf der Welt „zum Islam einzuladen“, sprich: für den Islam zu missionieren (daʿwa, Islammission), darf kein Nichtmuslim behindern.

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: Ḥisba

Islam ist keine Theorie oder nur auf den persönlich-innerseelischen Bereich der Spiritualität beschränkt, sondern öffentlich nachvollziehbare Glaubenspraxis, korrektes Verhalten (Orthopraxie). Die wahre Religion will gelebt werden. Ḥisba bedeutet dabei Schariadurchsetzung und entspricht dem Amt eines Religionspolizisten. Zum Ausüben der Ḥisba ist jeder Muslim verpflichtet, ob als Profi oder Amateur. Jeder Gläubige wird damit zum Sittenwächter. Die Teilnahme am Freitagsgebet ist einem männlichen Muslim vorgeschrieben (sobald eine Freitagsmoschee existiert), und wer den Islam im gottlosen Europa aktivieren will, ist berechtigt, Druck auf den Pflichtvergessenen auszuüben, sobald in Erfahrung gebracht wird, dass der Schludrige Sohn eines muslimischen Vaters ist. Diesen „Bruder“ darf man mit frommer Sorge darauf aufmerksam machen („Bruder, du bist ein schlechter Bruder“), dass seine Tochter mit offenen Haaren durch Brüssel oder Frankfurt spaziert oder das Kopftuch nicht züchtig genug bindet. Was İstanbul im Sommer 2010 erlebte, nämlich dass ein glaubensbewegtes Rollkommando von Bärtigen unter „Allahu akbar!“-Rufen mit Knüppeln auf Gartentische, darauf befindliche alkoholische Getränke und Galeriebesucher einschlug,(14) ist konsequente Ḥisba, koranisch begründet mit: „Das Gute gebieten, das Schlechte verbieten (Enjoin what is good and forbid what is wrong)!“

Grundlage jeder Ḥisba-Tätigkeit ist der Befehl der Gottheit, wie er den einerseits von Natur aus (fiṭra) als Muslim geschaffenen, andererseits ohne göttliche Rechtleitung orientierungslos bleibenden Menschen im Koran (3:110) dokumentiert worden ist:

Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr gebietet das, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrecht, und ihr glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler.

Es war Allah, der zu den Propheten Adam, Noah, Abraham, Moses und Jesus sprach, erst die Rabbiner und Priester haben das fehlerhaft ausgelegt und erdreisten sich, Mohammeds prophetische Sendung nicht anzuerkennen, die „Einladung (daʿwa) zum Islam“ nicht anzunehmen. Juden gelten im Islam grundsätzlich als Verfälscher der Schrift, Christen als die Überlieferer der verfälschten Schrift.

Du musst als Muslim beweisen, dass du die Maßgaben von Koran und Sunna durchzusetzen bereit bist, denn wer keine Ḥisba praktiziert, gehört der Umma, der muslimischen Weltgemeinschaft, nicht an. Saudi-Arabien betreibt zu diesem Zwecke ein eigenes Ministerium, das „Komitee für die Ausbreitung der Tugend und Verringerung des Lasters“ (Committee for the Propagation of Virtue and the Prevention of Vice).(15)

Wer unter Beweis stellen möchte, dass er die Last des ehrenamtlich oder professionell tätigen islamischen Moralpolizisten im Sinne der Ḥisba auf sich genommen zu hat, zeigt dies durch Anlegen der so genannten islamischen Kleidung. Männer, die sich in frühmittelalterlich wirkende Gewänder tragen, sind damit alles andere als eine folkloristische oder karnevalistische Gruppe, sondern dürfen als Wächter der bis zum Ende der Welt, bis zum „Tag der Auferstehung“ (yaumu l-qiyāma) gültigen Praxis von Sunna und Scharia den Gehorsam jedes Muslim verlangen. Wer durch altarabischen Kittel, gehäkelte Kappe bzw. das saudische, rot-weiß karierte Kūfiya-Tuch (für uns Mönchengladbacher ist das auch „Šimāġ“ genannte Tuch bei »ZAMZAM. Islamic Shop« erhältlich für nur 9,00 €)(16) oder langen Bart öffentlich verkörpert, „den Islam“ zu praktizieren, zumal in der Nähe eines salafistischen Scheichs, der hat offensichtlich viel „islamisches Wissen“, und dieses Wissen nicht zu beherzigen könnte deine Seele, inschallah, mit einiger Wahrscheinlichkeit für immer in das Feuer der Hölle hinab stoßen.

Zum Kernbereich der Durchsetzung des islamisch korrekten Lebens gehört dabei die Rolle der Frau, deren Körper anders zu bedecken ist als der männliche. Die Frau verführt den Mann zur Sünde und kann vielleicht bereits mit ihrem offenen Haar die Männer zur Unmoral verführen und den Staat zum Einsturz bringen. Die unverschleierte Frau ist selber schuld, wenn sie vergewaltigt wird, befindet der australische Scheich Taj al-Din Hamid al-Hilali, für den die Frau ohne Hidschab gewissermaßen Katzenfutter ist:(17)

Wenn ihr rohes Fleisch auspackt und offen auslegt, und die Katzen kommen und fressen es – wessen Fehler ist das? Das unbedeckte Fleisch ist das Problem.

Für den Geistlichen sind Frauen Werkzeuge des Satans, um die Männer zu verführen. Nur die Frau, die in ihrem Zimmer bleibt oder sich verschleiert, darf sich nach al-Hilali sicher fühlen. Islamisch betrachtet ist die unverschleierte oder die unbewacht umhergehende Frau eine bleibende Gefahr für die innere Sicherheit.

3. Frommheit oder Frevel, Tauhid oder Schirk?

Als schlimmste Sünde gilt im Islam der Angriff auf den von Mohammed verkündeten Eingottglauben (at-Tauḥīd)(18) und die in diesem Begriff enthaltene, (allahzentrische, schariatreue) Geschlossenheit der irdischen Umma. Tauḥīd ist beides, unteilbarer Gott und unteilbare sittliche Norm (Scharia). Da der bisherige Islam sich weigert, Religion und Staat zu trennen, kann islamische Frömmigkeit niemals deine Privatangelegenheit bleiben, sondern nur durch dein Einschwenken in die Gemeinschaft der praktizierenden Muslime verwirklicht werden. Wer unislamisch lebt, zeigt, dass er Allahs Allmacht angreifen möchte, und selbst ein schariakritischer Gedanke lästert Gott. Völlig folgerichtig kann in Teheran oder Dschidda eine umfassende Kritik an der Regierung als Gotteslästerung bestraft werden.

Der Angriff auf den Eingottglauben wird Schirk (aš-Širk) genannt,(19) das bedeutet „Beigesellung“.(20) Wer den Schirk betreibt, stellt jemanden neben den Schöpfer der Welt und sekündlichen Bewahrer des Universums, neben Allah, und ist demzufolge ein Polytheist (mušrik, Pl. mušrikūn), ein verachtenswerter Mensch.

Andere Schariagelehrten meinen, dass ein niemals von der wahren Prophetie Abrahams erleuchteter Mensch, ein Hindu beispielsweise, noch nicht einmal des Begehens von Širk fähig sei. Dieser Auffassung, dass nur ein Muslim oder ein anderer Monotheist Schirk betreiben kann, steht allerdings der klassisch islamische Ansatz der fiṭra (dem Erschaffensein auf Allah hin) entgegen, jener Lehre, nach der sowieso jeder Mensch von Geburt an Muslim sei und erst seine Eltern ihn zum Christen, Juden oder Zoroastrier erziehen.

Weil derlei Fragen aber von einem muslimischen Endverbraucher nicht zu klären sind, hat die Elite der Islamdeutung, haben Scheich und Mufti stets ausreichend zu tun und werden nicht arbeitslos. Das in ständiger Angst vor seinen ins Höllenfeuer führenden irdischen Fehltritten befindliche Individuum bleibt damit von seinen Klerikern abhängig, die gleichsam zu Wachen an den Pforten des Paradieses mutieren, zu Himmelswächtern. Den Nichtmuslimen erzählt man unterdessen, im Islam gebe es gar keinen Klerus.

Dass die Christen mit Jesus ihrem Gott einen zweiten Gott zur Seite stellen, wird unter orthodox argumentierenden Muslimen seit nahezu 1.400 Jahren ganz selbstverständlich angenommen, ein Ansatz, auf den sich der salafistische Star-Prediger Pierre Vogel (Abū Hamza) gerne beruft, der künftige Muslime ja nicht zuletzt mit dieser angeblich einzig stimmigen Betrachtung der Figur des Jesus von Nazareth für den Islam gewinnt.

Wenn der Stifter des Christentums und seine Getreuen schon keine Muslime waren, Angehörige des reinen Urislam (der milla oder Glaubensnation Abrahams zugehörig, der Millat Ibrāhīm), so doch zumindest islamkonforme Monotheisten, Hanifen (Ḥunafā, Sg. Ḥanīf). Als der vorletzte Prophet der Menschheitsgeschichte gilt Jesus (ʿĪsā) sowieso. Judentum und Christentum gelten im Islam als überholt (weil von Gott aufgehoben), als einst gottgewollten Prototypen der wahren Religion, die Gott (Allah) den Menschen allerdings erst mit Mohammed in ihrer ganzen Fülle kundtat (mit Lizenz zum Dschihad, Jesus durfte noch nicht töten).

Den an der Gottheit Frevel übenden Schirk, die „Beigesellung“, betreibt aus Sicht besonders radikaler Salafisten eigentlich bereits der Demokrat, der von seinem Wahlrecht Gebrauch macht, denn zum einen steht der gewählte Bürgermeister, Minister oder Präsident dreist neben der Gottheit wie ein Zweitgott, zum anderen beansprucht der Wahlsieger, was eigentlich noch schlimmer ist, durch sein Mitwirken an der Entstehung von Gesetzen einen Teil der Herrlichkeit Gottes.

Im orthodoxen (politischen) Islam ist das Volk eben nicht der Souverän. Nur Allah ist berechtigt, Gesetze zu schaffen.

Jeder Teilnehmer an einer nicht dem Schariavorbehalt unterliegenden Wahl wird damit zum Ketzer (mušrik). Die radikale salafistische Seite »At-Tawhid wal-Ikhlas« bittet ihre muslimischen Leser mit der Abhandlung „Der Schirk der Wahlen“ am Wahltag zu Hause zu bleiben, jedenfalls den Sündenpfuhl namens Wahlbüro und Wahlkabine zu meiden, in einem anderen Text ruft sie zum Boykott der nichtislamischen Gerichtsbarkeit auf: „Der Schirk des Urteilsgesuchs bei einem Kufr-Gericht“.(21)

Dass jeder, der bewusst Schirk begeht, dem Unglauben (kufr) dient und eigentlich bereits ein Ungläubiger (kāfir) ist, ein Islamapostat, versteht sich so gehen von selbst. Der Abtrünnige (murtadd, zu: Apostasie, ridda) hat drei Tage Zeit, seine Meinung zu ändern, bevor er aus dem harmonischen irdischen Miteinander dauerhaft entfernt werden sollte (getötet werden kann).

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz benennt derlei frommes Bemühen, eine derartige Islamkonsequenz, wenig plausibel als „extrem vereinfachend“,(22) während der Freund des Lehrerinnenkopftuchs und Minister Guntram Schneider, befragt zum Thema Mönchengladbach-Eicken und EZP / Islamschule, den sinnfreien Satz riskierte, die Salafisten hätten mit dem Islam so wenig zu tun wie die Mun-Sekte mit dem Christentum.(23)

Zu Guntram Schneider mag jeder Gegner des Gesellschaftsmodells und Menschenbildes von Sunna und Scharia erinnern, was der Minister zum mühselig errungenen Verbot des Lehrerinnenkopftuchs meinte(24):

Wenn ein Kopftuch nicht aus politischen Gründen getragen wird, habe ich nichts dagegen.

Dass jedes Kopftuch hoch politisch ist und der Islam gar keine Trennung von Lehre und Gesellschaft duldet, weiß oder sagt der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Integration und Soziales nicht.

So lange die Islamverbände, von DİTİB über Millî Görüş (IGMG) bis zum VIKZ, die Scharia nicht überwunden haben, sprich: abgelegt haben, so lange ist das gottesfürchtig-traditionsbewusste Selbstverständnis und jugendbewegt-revolutionäre Lebensgefühl einer aktualisierten Ḥanbalīya, der in aller Genauigkeit erneuerten hanbalitischen Rechtsschule des sunnitischen Islam, in der Tat der authentische Islam.

(Die Hanbaliten sind die zahlenmäßig kleine, auf der arabischen Halbinsel vertretene Rechtsschule (maḏhab, Pl.: ‎maḏāhib), die nach dem im Jahre 855 verstorbenen Aḥmad ibn Ḥanbal benannt wird. 855 ist für Salafisten auch das Datum, nach dem keine schariarechtlichen Änderungen mehr akzeptiert werden. Diesen Gedanken fortsetzend ist es berechtigt, wenn Islamismus-Altvater Ibn Taimīya (1263–1328) und das etwas fadenscheinige Alibi auf saudische Königsherrschaft namens al-Wahhāb (1703-1792, vgl. „Wahhabismus“, al-Wahhābīya) als „vormoderne Salafisten“ bewertet werden.)

Um nichts anderes als um die re-aktualisierte Ḥanbalīya handelt es sich also bei dem, was in aller Welt ganz verlegen „Salafismus“ genannt wird. Ja, der Salafismus IST der eigentliche Islam und muslimischer Nichtsalafist vielleicht nur ein anderes Wort für denjenigen, der seine Scharia vernachlässigt, das Gegenteil jedenfalls müssten Muslimbrüder und Erbakan-Anhänger, ZMD und Islamrat uns erst noch beweisen, jene Islam-Lobbyisten, welche die sich nähernde schariakonforme (frauenfeindliche, kulturrassistische) Rechtsspaltung im Familienrecht billigend in Kauf nehmen.

4. Der Taghut, der Götze

Was in vorislamischer Zeit schlicht Gottheit bedeutete und im ältesten Islam nichtfigürlicher Götze, Taghut (Ṭāġūt, Pl. Ṭawāġīt), verwandelte sich ebenso bei Ayatollah Chomeini zu einem institutionellen, vornehmlich administrativen Dämon wie beim türkeistämmigen Gründer der Bewegung Kalifatstaat (Hilafet Devleti), Cemaleddin Kaplan.(25) Ob Gerichtsbarkeit oder Stadtverwaltung, Bildungsministerium oder Erziehungsberatung, für Chomeini und Kaplan war das alles „Götze“ und war jeder Nutzer dieser Angebote ein Götzendiener. Die 1994 mit 4.000 Anhängern gegründete Organisation, deren Mitgliederzahl im Laufe der Jahre auf 1.100 sank, wurde im Dezember 2001 verboten.

Der 1995 verstorbene, gelegentlich als Chomeini von Köln beschriebene Bewunderer der Islamischen Revolution (Iran 1979) Kaplan ordnete eine schwarze Vollverschleierung aller Frauen an, Männer trugen als „islamische Kleidung“ feierliche Gewänder und Hemden mit Stehkragen und lehnten Krawatten als „westlich“ ab. An diese, die erwünschte Rechtsverschiedenheit(26) verkörpernde, gegenkulturell-provokante Sonderkleidung der Kölner Kaplan-Anhänger, mag sich mancher Mönchengladbacher erinnert haben, als er Burka und Niqab der Salafisten um den Verein Einladung zum Paradies erblickte.

Zum Prozess um den Sohn des „Kölner Kalifen“, Metin Kaplan (2000), schrieb DER SPIEGEL(27):

„Wenn eine Gesetzesbestimmung analog der Scharia ist, wird sie befolgt. Wenn nicht, wird sie nicht befolgt.“ Brinkmann: „Sie befolgen dann das deutsche Recht nicht, auch wenn Sie in Deutschland leben?“ Zeuge: „Selbstverständlich nicht! Der Koran ist das Maß aller Dinge. Denn er beinhaltet Gottes Gesetz. Alle anderen Gesetze sind nur von Menschen gemacht.“

Brinkmann: „Also weil die deutschen Gesetze von Menschen gemacht sind, braucht man sie nicht zu befolgen?“ Zeuge: „Ein Muslim kann sich nicht an Gesetze halten, die nicht von Gott sind.“

Kölns Mehrheit dient den Mächten der Finsternis, dem Taghut. Eine mutige, zum Licht des Glaubens strebende Elite kämpft dagegen an: Erst die Sonderkleidung, dann das gesonderte Recht, erst die Burka, dann das Kalifat.

Die anonym betriebene, dezidiert wahhabitische Seite »Aṣlud-Dīn al-Islāmī« kann sich auf das Buch der Bücher berufen und den Koran heranziehen, wenn er im Kapitel »Der Taghut« die in Deutschland wohnhaften Muslime zum engagierten Kampf gegen den Götzen aufruft(28)

„Die da glauben, kämpfen für Allāhs Sache, und die nicht glauben, kämpfen für die Sache des Tāghūt; darum kämpft gegen die Anhänger des Satans! Wahrlich, die List des Satans ist schwach.“ (4:76)

Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (, der da predigte): „Dient Allāh und meidet den Tāghūt.“ Dann waren unter ihnen einige, die Allāh leitete, und es waren unter ihnen einige, die das Schicksal des Irrtums erlitten. (16:36)

Und diejenigen, die den Tāghūt anzubeten scheuen und sich zu Allāh wenden – für sie ist die frohe Botschaft (bestimmt). (39:17)

Dieselben Gottesfürchtigen lassen uns wissen, dass es der Stifter des Wahhabismus selber war, Muḥammad ibn ʿAbd al-Wahhāb (1703-1792), der den beschworenen Glauben (al-imān) an Allāh als den zweiten Schritt definiert, dem der erste Schritt deines Abschwörens (al-kufr, Unglauben (!)) an den Ṭāġūt vorausgehen muss.(29) Du musst ungläubig sein („den Götzen verwerfen“, gewissermaßen: dem Teufel abschwören), um gläubig zu werden.

Ein unter manchen heutigen „Wahhabiten“ (sie selbst lehnen diese Bezeichnung scharf ab) gerne gelesener, gewisser Abu Hamzah al-Afghani erschafft in seiner Abhandlung »Die Religion aller Propheten. Die Lossagung vom Taghut« (für den Suchbegriff Taghut gibt es auf 104 Seiten 328 Treffer) eine regelrechte Wissenschaft vom Abschwören auf den Götzen.(30) Wer oder was in der heutigen Zeit unter Götze zu verstehen ist, weiß der salafistische Ideologe genau:

Die Führer der fehlgeleiteten Religionen, wie zum Beispiel die Rabbiner und die Priester des Juden- und Christentums.

Begriffe wie Menschenrechte, das Volk, Vaterland, Nationalismus usw. wenn sie neben Allah zu Angebeteten genommen werden, wie wir es oft sehen.

Derjenige, der Gesetze an Stelle Allahs beschließt. D. h. er verändert die Gesetze Allahs, indem er die Menschen dazu verpflichtet, seinen eigenen Gesetzen zu folgen, die ihm der Satan eingegeben hat.

Derjenige, der mit einem anderen Gesetz als mit dem Gesetz Allahs regiert, also einem anderen als der Schariʿa Muhammads, auch dann, wenn er selbst diese Gesetze nicht erfunden hat.

Derjenige, den sich die Menschen an Stelle Allahs zum Richter nehmen.

Die Demokratie, quasi die Götze unserer Zeit, sowie ihre Teile und Einrichtungen. So z. B. die Verfassung, das Mehrheitsrecht, das Parlament usw. Bei all diesen Dingen wird das Recht der Gesetzgebung dem Volk übertragen, wobei es das alleinige Recht des Schöpfers ist.

Die UNO, der Internationale Gerichtshof und was es sonst noch an Dingen gibt, die dem Islam in seinen Grundzügen widersprechen.

Zu den häufig angebeteten Tawaghit gehört auch der menschliche Verstand, wenn er zum Angebeteten neben Allah genommen wird. Indem man allem folgt, zu dem er aufruft, selbst dann, wenn dies dem Willen Allahs widerspricht. … In Wirklichkeit liegt das Problem in ihrem niederen und fehlerhaften Verstand. Der richtige Weg hingegen ist der, den die Salaf einschlugen als sie sagten: WIR HÖREN UND GEHORCHEN. Der Weg der Salaf ist, den qurʿanischen Text so zu akzeptieren, wie er ist – ohne ihn zu verdrehen.

Soweit zu Abu Hamzah al-Afghani (risalatun.com), der allerdings selbst unter Salafisten umstritten ist und bei »Q&S« (Quran & Sunna, ahlu-sunnah.com) als „Übertreiber“ und Takfiri (jemand, der andere voreilig zu Ungläubigen erklärt) gehandelt wird.(31)

Die genannte wahhabitische Seite »Islamwissen« verlinkt aber den betrachteten Text des al-Afghani mit offensichtlichem Wohlwollen.

5. Das salafistische Doppelprogramm: »Reinigen und Erziehen« (at Taṣfīya wat-Tarbīya)

Im ersten Schritt gilt es, gleichsam eine Säuberung vorzunehmen, alles Unislamische auszumerzen (taṣfīya), dann aber sind die Muslime im Sinne der Scharia zu Sitte und Anstand, zu rufen, zu Zucht und Ordnung (tarbīya).(32)

Der salafistische Vordenker Muhammad Nasiruddin al-Albani (1914-1999) wählte dieses programmatische „Reinigen und Erziehen“ (at-Tasfiyya wat-Tarbiyya, purification and education) als Titel einer seiner Schriften. Zwei propalästinensische Studenten aus Südostasien beispielsweise motivieren sich mit den Schriften des US-amerikanischen Konvertiten und Missionars Yusuf Estes (http://yusufestes.com/), geben sich die typisch salafistischen (mit Abu beginnenden) Kampfnamen Abu Nashiruddin (Abū Nāṣiru d-Dīn) und Abu Abdul Rahman nennen ihren Internet-Blog »Tasfiyyah wa Tarbiyyah (purify-educate)«.(33)

Wenn aber ein amerikanischer Salafist und Fernsehprediger jeweils einen malaysischen Studenten der Agrarbiologie und der Mathematik („Konfession: manhaj Salaf Al-Ummah“ (Die theologische Position der Ahnen der Umma))(34) beeinflusst, lässt sich augenzwinkernd feststellen: Allah und der Salafismus arbeiteten global. Und selbst Deutschland bleibt nicht außen vor:

Am 01.08.2008 traf der reisefreudige Yusuf Estes im norddeutschen Hannover auf den salafistischen Prediger Pierre Vogel,(35) zwei Tage später traten beide in Berlin auf,(36) während vor der Türe eine Abordnung der zumeist als islamische Sekte gehandelten, vor allem im Libanon bedeutsamen Habashi („Abessinier“)(37) gegen Estes und Vogel demonstrierte.(38)

Einige von jenen „mystischen“ Sunniten, die dem letztlich auch in Kall-Sötenich (Osmanische Herberge, um Hassan Dyck) und Mönchengladbach-Wickrath (Scheich Yasin, * 06.06.1962 in Bursa / Türkei) vertretenen Sufi-Orden der Naqshbandi-Haqqani nahe stehen,(39) in den USA unterstehen sie der Führung des aus dem Libanon stammenden Muhammad Hisham Kabbani,(40) warnen ihrerseits vor den Habashi.(41) Bemerkenswert ist, dass die türkischen Spitzenpolitiker und Freunde der Re-Islamisierung Turgut Özal, Necmettin Erbakan und Recep Tayyip Erdoğan auch Angehörige des Naqschbendi-Ordens sind.

Der politische Islam, an Menschen wie Abūl Aʿlā al-Maudūdī (1903-1979) oder Dr. Ali Schariati (1933-1977) lässt sich das gut erkennen, reagiert auf die Standards der universellen Menschenrechte und auf die Kultur des Weltbürgerlichen. Nach außen beschwört der politische Islam seine angebliche „Andersartigkeit“, nach innen das Feindbild des „Westens“ (USA, Europa, Israel). In öffentlichen Werbeveranstaltungen für die Scharia („Dialog“) fordert man unser unbegrenztes Verständnis („Toleranz“) für das Lehrerinnenkopftuch, für die Burka im Straßenbild oder für ein gesondertes Personenstands- und Familienrecht.

Das große Saubermachen betrifft deine nähere Umgebung ebenso wie dein Denken und deine Wünsche, der Konsum von amerikanischen (oder indischen) Kinofilmen ist von dir ebenso einzustellen wie das Trinken von Coca-Cola. Deine Nahrung in Restaurant oder Kantine kann gar nicht genug „ḥalāl“ sein, ob es sinnvol ist, Kindergarten und Schule mit einem gesonderten, „reinen“ Kühlschrank für die rechtgläubigen Kinder auszustatten?

Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci (Islamisches Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig (IBKB e. V.), Einladung zum Paradies e. V. (EZP), ISLAMSCHULE) beantwortet auf seiner Seite »ISLAM-FETWA. Islamische Rechtsgutachten« (http://islam-fetwa.de/) Fragen wie „Ist es erlaubt, das Fleisch der Nichtmuslime zu essen?“ (Fatwā Nr. 0042. Wenn das Tier von einem Atheisten geschlachtet worden ist oder wenn das Tier nicht geschächtet wurde, darfst du das Fleisch nicht essen) oder „Ist Red Bull ḥalāl?“ (Fatwā Nr. 0067. In kleinen Mengen genossen, steht das besagte Erfrischungsgetränk deinem Einzug ins Paradies nicht entgegen). Fatwā 0016 betrifft die Ehe, der Braunschweiger stellt im Hier und Jetzt die Meinung Gottes fest:

Frage:

Ab wann ist man islamisch verheiratet?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah, dem Erhabenen

Im Islam gilt man als verheiratet, sobald der Vater des Mädchens zugestimmt hat, der Bräutigam es vor den Zeugen akzeptiert und die Brautgabe zahlt: Damit ist die Ehe in Kraft gesetzt und bei Allah gültig – auch ohne Standesamt!

Aber da einige Muslime heute ihr Wort schnell brechen und vergessen, empfehle ich der Braut, unbedingt standesamtlich zu heiraten, damit sie ihre Rechte erhält.

Und Allah weiß es am besten

Alles Handeln muss im Einklang stehen mit dem mehr als dreizehn Jahrhunderte vergangenen Alltag im Stadtstaat Medina, der einzig gesunden und einzig sinnvollen Gesellschaftsform und Lebensweise.

Die menschenrechtlichen Folgen einer ernst genommenen salafistischen Lebensweise werden verschwiegen, den so genannten Muslimen, vor allem den weiblichen, wird ein selbst bestimmtes Leben nicht zugestanden, Zweitfrau, Verstoßung der Ehefrau und weibliche Kindbraut hingegen sind möglich. Vor zweieinhalb Jahren warnte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann vor den Salafisten:

Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 berichtete der Innenminister, es werde auch in Niedersachsen zunehmend islamistisches Gedankengut in Moscheen und per Internet verbreitet. So sei im Raum Braunschweig/Wolfsburg und in Hannover ein Salafistisches Netzwerk aktiv – eine radikale Gruppierung, die die muslimische Gesellschaft von „unislamischen Elementen“ reinigen wolle. Hierzu gehörten Menschenrechte, Frauenrechte und die Demokratie. Der Prediger Pierre Vogel – Vertreter dieser islamistischen Strömung – habe zum Beispiel in einer arabischen Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. „Der Vortrag ist nur als abartig zu bezeichnen“, sagte der Innenminister.(42)

Der Koran und die koranisch begründete Scharia, sagen Islamisten, würden auf alle Probleme der Gegenwart die optimale Antwort bereit halten, und so wurde das al-Islām huwa l-ḥall(43) („der Islam ist die Lösung“) den global agierenden Muslimbrüdern politisch zum Kampfruf gegen die Gleichberechtigung der Frau und seelisch zum Mantra der verweigerten kulturellen Moderne. Am koranisch begründbaren Antijudaismus ansetzend, wird die Religion immer wieder ein willkommenes Alibi für Antisemitismus und Israelhass. Mit den Worten eines aus Nordafrika stammenden deutschen Studenten und Salafisten(44)

Die Juden haben euch mit Kapitalismus du Pornographie kaputt gemacht, jetzt wollen sie uns Araber genauso kaputt machen.

Taṣfīya (anglisiert tasfiyyah) und tarbīya (tarbiyyah) gelten den schariakonformen islamischen Mystikern des Sufismus als zweithöchste und höchste Stufe der Vollkommenheit eines religiösen Führers.(45) Die oft als Gegner der Sufis eingeschätzte „Salafis“ nutzen also ein gesamtislamisch bekanntes Vokabular, das allein sie „authentisch islamisch“ zu interpretieren beanspruchen. Zu den islamischen Erziehungsbemühungen der Moscheevereine treten die salafistischen Netzwerke in eine theologische und legitimatorische Konkurrenz, was in Deutschland bekanntlich zur Folge hat, das EZP-Predigern zu den Moscheen der drei türkisch geprägten Verbände kein Zugang eingeräumt wird.

Dass die Salafisten den Islam falsch verstanden hätten, lässt sich allerdings nun wirklich nicht sagen, ihre Gelehrten haben in Saudi-Arabien die Scharia studiert (der 1973 in Braunschweig als Sohn eines Millî-Görüş-Funktionärs geborene Gründer der ISLAMSCHULE Muhamed Seyfudin Ciftci studierte an der Islamic University of al-Madinah) und alle Angehörigen bemühen sich beeindruckend, die Vorgaben des Koran und der Gelehrten der Zeit vor dem Jahre 855, dem Todesjahr Ibn Hanbals, genau einzuhalten. Für freiheitliche Demokraten ist wichtig, zu erkennen, dass der von den Salafisten „politisch verstandene“, sprich: ernst genommene Koran der Frau eine erniedrigte Rolle zuweist.

Das ist vielleicht die wichtigste Aufgabe, die wir säkularen Staatsbürger im Umgang mit „den“ Muslimen haben: Auf das Märchen von der gerechten Behandlung der Frau im Islam nicht herein zu fallen.

Denn einerlei, ob wir eine Gesellschaft nach den Vorstellungen von Ayatollah Chomeini, Necmettin Erbakan oder Scheich Bin Bāz bauen, ob die Muslimbruderschaft an der Politik beteiligt werden soll, die in Deutschland (nicht in Dänemark) verbotene Hizb ut-Tahrir („Befreiungspartei“)(46) oder Pierre Vogel: Die Frau im Islam ist ein emotional herabgewürdigter und juristisch diskriminierter Mensch, die Frau im politischen Islam ist ein Mensch zweiter Klasse. Solange die Scharia nicht abgelegt ist, können wir zwar die Muslime integrieren, aber nicht den Islam.

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

Globalisierung ist ja erst einmal nichts Schlechtes, es ist aber die Frage, was sich globalisiert, der ungebändigte Kapitalismus oder der Gewerkschaftsgedanke, der Sexismus oder der gleiche Arbeitslohn auch für Frauen, der auf „ewigen“ Vorschriften beruhende Gottesstaat oder die allgemeinen Menschenrechte, die zeitlose Angst vor Teufel und Hölle oder die forschungsbedingt vorläufige, in ihren Erkenntnissen weltweit gültige Wissenschaft.

Waren es vor drei bis vier Jahrzehnten noch überwiegend neohinduistisch geprägte Strömungen wie Hare Krishna und Bhagwan bzw. war es der in Korea verwurzelte Kult der Mun-Sekte, die im Namen der Alternativkultur beim Seelenfang erfolgreich waren, ist die Globalisierung inzwischen weiter vorangeschritten und wird die Realität der weltweit 1,5 Milliarden Menschen muslimischer Prägung auch in Europa und Deutschland spürbar.

Ein kraftvoller Fundamentalismus tritt uns in Gestalt des orthodoxen beziehungsweise revolutionären Islam entgegen, der die vollkommene Lebensführung im Angebot zu haben vorgibt und seinen Anhängern ein komplettes Modell der Lebensführung und Rechtssprechung anbietet, das dem Individuum wenig bescheiden suggeriert, keine weitere Welterklärung mehr zu benötigen. Gegenüber den Weisungen des heiligen Buches, des Koran, der auf jede denkbare Frage die absolut korrekte Antwort bereits beinhalte, sei jedes nichtislamische Urteil, ob demokratisch, wissenschaftlich oder juristisch hergestellt, schlicht unwesentlich.

So bietet auch der Sohn eines Millî-Görüş-Funktionärs, der in Braunschweig geborene salafistische Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci genannt Abu Anas seinen Jüngern an, die als sittlich minderwertig erklärte kulturelle Moderne der universellen Menschenrechte zu verlassen und die angeblich authentische islamische Lebensführungsdiktatur des Salafismus zu betreten. Ohne Geschlechtertrennung, ohne Gewand und Bart (männlich) bzw. ohne Ganzkörperschleier oder zusätzlichen Gesichtsschleier (weiblich) sei das absolute diesseitige und jenseitige Glück allerdings nicht zugänglich. Ex-Profiboxer und Islamprediger Pierre Vogel genannt Abu Hamza arbeitet im Rahmen des Vereins Einladung zum Paradies dem Scheich zu und ist als innenstädtischer Missionar in ganz Deutschland durchaus erfolgreich damit befasst, die formell frühmittelalterliche Seinsweise der Salafiyya als jedem anderen Islam für überlegen zu erklären und einer säkularen Umsetzung des Islam, wie sie von Bassam Tibi und Necla Kelek plausibel begründet wird, sowieso.

Für alle Schichten der ökonomisch leider zunehmend zerklüfteten Gesellschaft bietet der klassisch-hochmittelalterliche, schariabasierte Islam des Fiqh (Sakraljurisprudenz) bzw. der separatistische Islam der Muslimbrüder und Salafisten die angeblich unumgänglichen, Lebenssinn herstellenden und vor dem Höllenfeuer bewahrenden Bildungs- und Praxisprogramme, die für das Prekariat (Bushido, Ammar114), für den jungen Durchschnittsrheinländer (Ex-Feuerwehrmann Sven Lau genannt Abu Adam) ebenso wie für unsere Eliten (Murad Wilfried Hofmann, Ayyub Axel Köhler) offensichtlich attraktiv sind.

Wer bei dem „Hüter der beiden heiligen Stätten“ (Saudi-Arabien) studiert hat, dem wird eine besondere Autorität zugestanden, und so kann sich kein DITIB- oder VIKZ-Imam umfassend von den Salafisten distanzieren, sondern allenfalls einräumen, das Kopftuch, die Geschlechtertrennung im Schulsport und das Leben nach dem Koran ebenfalls energisch verbreiten zu wollen, also im Sinne der islamischen Orthodoxie gehorsam zu sein. Der Mönchengladbacher VIKZ-Imam Adnan Özden hat derlei Schariagehorsam bereits öffentlich getätigt (Wir distanzieren uns von Islamisten, RP, 16.08.2010)(47) und sich, auf Kosten von Ciftci und Vogel, als Retter des städtischen friedlichen Zusammenlebens angeboten, nicht ohne die Spaltung der Stadtbevölkerung in Nichtmuslime und Muslime weiter voran zu treiben, ausgerechnet im Namen der Toleranz und des Dialogs.

Die derzeitige, von Kirchen und Bürgermeistern wie versehentlich mitgetragene Islamverteidigung lautet sinngemäß: „Wenn du gegen das Kopftuch und die Scharia argumentierst, stellst du Toleranz und Koexistenz in Frage und schürst künftige, ethnoreligiös begründete Gewalt.“ Dabei wird übersehen, dass in der säkularen Republik gar keine Religionsvölker leben, sondern Individuen, die dem Schutz des gleich behandelnden Grundgesetzes unterstehen und eben nicht dem „Schutz“ der ungleich behandelnden (diskriminierenden) Scharia, auch nicht im Personenstands- und Familienrecht. Und um nichts anderes als um die durchgesetzte Rechtsverschiedenheit geht es dem politischen Islam, der in seinem gespaltenen „Kern“ dabei die Deklassierung der Frau erstrebt, emotional wie juristisch. Leider bezeichnen unsere Politiker wie Hans-Gert Pöttering und Horst Köhler den orthodoxen bzw. revolutionären Islam öffentlich als eine „im Kern friedliche Religion“, Fakten möchten und können sie uns dabei nicht nennen. Islamverharmlosung bedarf der Faktenferne, weshalb Norbert Bude und Reinhold Schiffers im Sinne ihres nachhaltigen beruflichen Erfolgs klug genug sind, das Wort Hidschab oder Scharia gar nicht erst auszusprechen.

Den Charakter einer Rechtsreligion zu verstehen, fällt Europäern, die von bis zu vier oder fünf Jahrhunderten der Säkularisierung profitieren (Renaissance, Aufklärung, universelle Wissenschaftlichkeit, Psychoanalyse, Totalitarismuskritik), offensichtlich schwer. Man frage einen Mönchengladbacher zu den Begriffen Standesbeamter, Rechtssachverständiger und Familienrichter und wird eine einigermaßen vernünftige Antwort bekommen, notfalls nach einem Blick in das Internetlexikon Wikipedia, jedenfalls wird wohl kaum ein Befragter einen Zusammenhang zum Spirituellen oder zur „Religion“ herstellen. Dass aber ein Scheich wie Muhamed Seyfudin Ciftci an der islamischen Universität zu Medina eine Ausbildung eben zum Rechtssachverständigen, Standesbeamten und Familienrichter durchlaufen haben könnte und für seine Getreuen hier in Deutschland eine parallele Rechtsordnung durchzusetzen wünscht, überfordert unsere zum „Dialog mit dem Islam“ aufrufenden Kleriker und Politiker möglicherweise immer noch. In Kanada und Großbritannien wird der rechtsspaltende Charakter des hoch politischen Islam richtigerweise im Namen des „One Law For All“ zurückgewiesen.

Sehr geehrter Herr Ciftci: In Deutschland besteht bereits eine Rechtsordnung, an der Einführung einer zweiten ist kein Bedarf! Mit Ihrer »Islamschule« wollen Sie Menschen gegenüber den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte immunisieren und rufen Sie zu einem totalitär zu kontrollierenden, „zu Allah ins Paradies führenden“ Wohlverhalten auf, welches wissenschaftliche Erkenntnisse überflüssig macht und verhöhnt. Damit betreiben Sie Abschottung, Segregation und bedrohen die Integration des Individuums, also auch des „muslimischen“ oder des weiblichen, in den Bereich des gleich behandelnden Grundgesetzes.

Der organisierte Salafismus ruft dazu auf, sich aus der kulturellen Moderne zurückzuziehen und sich ins Mittelalter zu integrieren, und erstrebt die Zerspaltung der Bevölkerung in Nichtmuslime und Muslime, was der Dhimmitude (Apartheid) des Kalifats zwar bestens entspricht, was wir als säkulare Staatsbürger jeder Religion, Ex-Religion oder Nichtreligion jedoch im Sinne der zu bewahrenden Rechtseinheitlichkeit verhindern dürfen.

Muslime sind keine „Spezies“, keine Sorte Mensch, hier in Deutschland und hier in Mönchengladbach leben keine Christenbürger und Muslimbürger, sondern Staatsbürger und Stadtbürger.

7. Die Erklärer des Weges. Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

Die Scharia als ein privilegierendes (diskriminierendes) Mehrstufenrecht ist im Sinne universell gedachter Menschenrechte nicht reformierbar. Gleichwohl gibt es eine starke Lobby, die bestrebt ist, die Scharia in unser Recht zu implementieren.

Dabei wird von den einflussreichen Islamisten (Salafisten?) ganz bewusst vom schariatischen Strafrecht abgesehen, jedenfalls von den Körperstrafen wie Steinigung und Auspeitschungen, sondern von einer angeblichen Menschenrechtskompatibilität und Grundrechtsverträglichkeit des familienrechtlichen Teils Scharia gesprochen.

Unterschlagen wird dabei, dass die Scharia ihrem Verständnis nach gar nicht teilbar ist, sondern ein kohärentes Gefüge bildet. Einzelne Teilgebiete des Islamischen Rechts außer Kraft zu setzen hieße, Allah den Mund zu verbieten. Wer also die ungeschmälerte islamische Eheschließung (an-nikāḥ) fordert, hat die Pflicht zum weiblichen Schleier (al-ḥiǧāb) ebenso im Sinn wie die Legalisierung des islamischen Erbrechts, das nach Allahs Weisheit der Tochter genau halb so viel Erbe zubilligt wie dem Sohn.

Nicht unerwähnt sollte man lassen, dass auch Personen, die wir üblicherweise (leider noch immer) nicht dem Salafismus zurechnen, die Steinigung gefordert haben. Die der Muslimbruderschaft nahe stehende Eva el-Shabassy aus Aachen-Richterich etwa,(48) eine deutsche Grundschullehrerin, warnt vor dem Ehebruch. Die Pädagogin sagt:

„Ehebruch ist ein Verbrechen wie Mord.“

Ob die klassisch islamische Konsequenz der Steinigung hier angebracht wäre, bejaht Islamkennerin el-Shabassy:

„Diese Strafe steht in der Scharia.“

Und schiebt beschwörend nach:

„Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“

Einer der deutschen Vorreiter der Werbung für das Islamische Recht ist der Erlangener Jurist Dr. Mathias Rohe, der im Jahre 2009 als Gutachter im ersten Prozess um den Berliner Gebetsraum (Diesterweg-Gymnasium) tätig sein durfte. Rohe ist Verfasser von »Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart«, das die Redaktion von BuchTest angemessen rezensierte.(49)

Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel äußerte sich am 07.11.2009 in der Neuen Zürcher Zeitung (»Lohn und Strafe im Diesseits und Jenseits«) zu der von Mathias Rohe verschwiegenen Kopplung des irdischen Schariarechts mit dem vermeintlichen Verbleib in Hölle oder Paradies.(50) Tilman Nagel:

Für den unbefangenen Leser des Buches bleibt daher rätselhaft, … weshalb die Vertreter der islamischen Verbände in säkularen Staaten den religiös neutralen öffentlichen Raum nach Möglichkeit islamischen Normen unterwerfen wollen, soweit der Auftritt von Muslimen in diesem öffentlichen Raum betroffen ist.

Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.

Der Transzendenzbezug des islamischen Rechts wird von modernen muslimischen Sachkennern sogar ausdrücklich hervorgehoben; er sei ein unschätzbarer Vorzug vor den »trockenen« Rechtssystemen der als materialistisch abgestempelten westlichen Rechtssysteme und daher geeignet, deren angebliche und tatsächliche Mängel zu beheben. – Was mag Mathias Rohe auf seinen Irrweg gedrängt haben?

Der staatsgründende Anspruch des Islamischen Rechts wird auch bei der Schariadiskussion unterschlagen, die uns der durch das US-amerikanische Autohaus Ford finanzierte Juraprofessor Abdullahi Ahmed an-Na’im empfiehlt,(51) der, medial wirksam inszeniert, eine teilweise Verträglichkeit der kulturrassistischen und frauenfeindlichen Scharia mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte entdeckt haben will. Die renommierte Emory School of Law, Atlanta, Georgia, scheint sich den aufregenden und vor allem lukrativen Forschungsgegenstand nicht entgehen lassen zu wollen, von dem zu befürchten ist, dass er sich in Bälde glücklich aufplustern wird, leider auf Kosten der offenen Gesellschaft, die sich in abgeschottete Religionsvölker zerlegen wird, deren Individuen am Alltag der „Andersgläubigen“ kaum noch oder gar nicht mehr teilhaben werden.

Das Islamische Recht duldet nicht, dass jemand die Umma verlässt. Einen anderen Islam gibt es noch nicht. Die Scharia verbietet es einer Muslima, einen Nichtmuslim zu heiraten – eine andere Scharia gibt es noch nicht. Abdullahi Ahmed an-Na’im war geschäftsführender Direktor des Afrikabüros der angeblichen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

Human Rights Watch (HRW) ermahnt den Irak dazu, die Scharia einzuhalten, damit Homosexuelle nicht mehr so oft misshandelt oder ermordet werden.(52) Zur Frage, ob die Scharia an der zwischen Tigris und Euphrat gelebten Schwulenfeindlichkeit denn kein großes Interesse hat, schweigt die Organisation:

Doch der Human Rights Watch-Bericht zeigt auch, dass die Morde – ausgeführt auf der Grundlage von Willkür und Vorurteilen, ohne Beweise oder rechtmäßige Prozesse – die Rechtsstandards der Scharia missachten. Diese beinhalten die Forderung nach einem rechtmäßigen Verfahren, dem Nachweis der Schuld sowie dem Schutz der Privatsphäre.

Die Homosexuellen sollen also bitte legal nach Islamischem Recht verurteilt und anschließend am öffentlich errichteten Galgen aufgehängt werden, verstehen wir HRW da falsch? Ob die öffentliche Hinrichtung die „Privatsphäre“ des Opfers gewährleistet?

Human Rights Watch freut sich über korrekt angewendetes Schariarecht und ehrt einen korantreu arbeitenden „Schariawissenschaftler“ aus Saudi-Arabien.(53) HRW fordert nicht weniger, sondern mehr Islamisches Recht, denn nicht die Normen von Sunna und Scharia seien „despotisch“, sondern das saudi-arabische Recht:

Abd al-Rahman al-Lahimʿs Gerechtigkeitssinn wird durch seinen Einsatz für jene in Saudi-Arabien deutlich, die willkürlich aufgrund dubioser Interpretationen der Scharia (Islamisches Recht) verfolgt werden. Sein beständiges Streben nach mehr Gerechtigkeit und seine gründlichen Kenntnisse der islamischen Lehre sind wertvolle Katalysatoren auf dem Weg zu einem Wandel innerhalb des despotischen saudi-arabischen Rechts.

Faktenfern wird uns nahe gelegt, dass die auf Ungleichbehandlung der Dhimmis und Frauen beruhende Scharia „flexibel“ oder „wandelbar“ sei und von untreuen Richtern lediglich missbraucht werde („auf Grund rigider Interpretationen des Islamischen Rechts“). Wenn sie sich erst ein wenig gewandelt habe, scheint man bei HRW zu hoffen, sei die mehrstufig diskriminierende Scharia mit den Standards der AEMR schon in beste Übereinstimmung zu bringen. Mittendrin im globalisierten Schariaverharmlosen: Professor an-Na’im.

Die Lobbyisten des Islam fordern überall auf der Welt mehr Islam, mehr Hidschab und weniger Gleichberechtigung der Frau. So weiß auch der bosnische Großmufti, dass der Ansatzpunkt der ersehnten Rechtsspaltung das Schambesetzte, Sexuelle und Familiäre ist, zugleich die islamische Deklassierung der Frau(54)

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

Mustafa Cerić(55) war am 27.10.2007 Ehrengast der von den Laiendominikanern Thomas Lemmen und Ehefrau Melanie geprägten Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG)(56) und erhielt am 22.11.2008 im Beisein von Wolfgang Schäuble einen Preis der christlich-theokratischen Eugen-Biser-Stiftung.(57)

Der bosnische Großmufti (Reis-ul-ulema, Führer der islamischen Gelehrten) ist Mitglied im »European Center for Fatwa and Research« (ECFR), einem Netzwerk, das der Muslimbruderschaft nahe steht und von Yūsuf al-Qaraḍāwī geführt wird.

Die beiden Ideologen der Muslimbrüder, Sayyid Quṭb (1906-1966; Milestones(58)) und Yūsuf al-Qaraḍāwī (The Lawful and Prohibited in Islam)(59) als dem Stadtstaat von Medina und den „rechtschaffenen Vorfahren“ (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) verpflichtet und damit als Angehörige der Salafīya zu beschreiben, wäre eine eigene, lohnende Aufgabe. Oder, anders gefragt: Welche Rolle spielt die Muslimbruderschaft für das Betreiben nach einer Legalisierung des Islamischen Rechts und für das weltweite Anwachsen des Salafismus?

Wir müssen dafür sorgen, dass die Scharia illegal bleibt. Wenn uns das nicht gelingen sollte, droht auch Europa ein Zerfallen der schützenswerten offenen Gesellschaft analog zur südasiatischen Two Nation-Theory.(60) Wer das diskriminierende Islamische Recht verhindern will, wem die allgemeinen Menschenrechte am Herzen liegen, der wird sich einer Übertragung der Zwei-Nationen-Theorie(61) auf Nordamerika und Europa in den Weg stellen.

Einstweilen dürfen wir nicht zulassen, dass die Einheitlichkeit des gleich behandelnden Rechts außer Kraft gesetzt wird, auch nicht mit einer Begründung von Religion oder Tradition.

Mit den Worten der mutigen Kämpferin für die unteilbaren Menschenrechte, Maryam Namazie gesprochen:

„Ein Recht für alle – ONE LAW FOR ALL!“(61)

Edward von Roy

1 „Das Thema dieser Arbeit ist aus zwei Gründen von höchster Wichtigkeit: Erstens handelt es sich hier um einer der wichtigsten Fundamente des Islams, nämlich die Eigenschaften von al-Wala`wa`l-Bara`, die die zwei Hauptvoraussetzungen für den wahren Glauben sind: al-Wala` ist das Zeichen für wahre Liebe zu Allah, Seinen Propheten und Seinen Gläubigen; al-Bara` auf der anderen Seite ist der Ausdruck für Feindschaft und Hass gegenüber der Unwahrheit und seinen Anhängern. Beides sind Beweise für Iman.“ Buchbeschreibung, zu: Scheich Muḥammad ibn Saʿīd al-Qaḥṭānī: »Loyalität und Lossagung im Islam. Nach der ʿAqīda der Salaf«

http://salafihd.com/salafimedia.de/website/index.php?option=com_content&view=article&id=374:al-wala-wal-bara-nach-der-aqidah-der-salaf&catid=13:ebooks&Itemid=19

http://www.scribd.com/doc/36924590/Said-al-Qahtani-Al-Wala-wal-Bara-Loyalitat-und-Lossagung-im-Islam-nach-der-Aqida-der-Salaf

Noch zu al-Qaḥṭānī. The famous and classical an-Nooniyyah of Imaam Abu Muhammad al-Qahtaanee Al-Andalusi – Rahimahullah – which is known as Nooniyyatul Qahtani in this he arranges the Islamic aqeedah, affairs of the sunnah, and fiqh and many other affairs into poetry form.

http://www.youtube.com/watch?v=Dn-V-0luqZo

2 Ex-Muslime Deutschland

http://www.ex-muslime.de/

Ex-Muslime Österreich

http://www.exmuslime.at/

Ex-Muslime Schweiz

http://www.ex-muslime.ch/

3 Der Düsseldorfer EXPRESS (Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby) wusste am 11.06.2008: »Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. … An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. … „Ein Skandal“, nennt das voller Empörung Diana Goldermann-Wolf vom Kinderschutzbund. „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“ Vollzogen werden darf eine solche Ehe in Deutschland nicht. Das ist Missbrauch von Kindern.«

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

4 In Europa, wo die Scharia noch gilt. Michael Kreutz, 14.09.2005, in: TRANSATLANTIC FORUM

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

5 Abdul-Azeez Aal ash-Shaikh: „We hear often in the media about the marriage of minors. We must know that Shariah law is not unjust for women. … If it is said that a woman below 15 cannot be married, that is wrong. If a girl exceeds 10 or 12 then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice.“ Aus: »Saudi Gazette«, ohne Datum, kein Autorenname: »Aal Al-Sheikh says marriage of pre-teen girls allowed«

http://www.saudigazette.com.sa/index.cfm?method=home.regcon&contentID=2009011526744

Von dort aus wurde die hoch politische Kindbrautfatwa bis nach Pakistan, Indien und Südostasien verbreitet. Aus Lahore informiert »Daily Times« am 15.01.2009 die Menschen in Pakistan: »OK for 10-year-old girls to marry, says Saudi grand mufti«

http://www.dailytimes.com.pk/default.asp?page=20091\15\story_15-1-2009_pg1_7

http://islamicterrorism.wordpress.com/2009/01/15/saudi-cleric-girls-over-10-or-12-years-are-eligible-for-marriage/

6 Schwarze Pädagogik (Rutschky)

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_P%C3%A4dagogik

7 Muslim separatism

http://en.wikipedia.org/wiki/Maulana_Mohammad_Ali

http://voi.org/books/muslimsep/

Debadutta Chakravarty: Muslim separatism and the partition of India (New Delhi 2003)

http://books.google.de/books?id=lKZMsbNeGmIC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

8 DER SPIEGEL titelt am 30.08.2010 »Als käme der Leibhaftige in die Stadt« und Henryk M. Broder gibt die kommunale Integrationsratsvorsitzende Gülistan Yüksel mit den Worten wieder, die islamismuskritischen Bürger würden „Öl ins Feuer gießen“.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,714471-2,00.html

9 Masjid As-Sunnah Mönchengladbach – Erster muslimischer Kindergarten!

http://www.youtube.com/watch?v=hUIJobnAROs

10 WAY TO ALLAH (Adel Zaghdoud, Bergheim/ Ahe)

http://www.way-to-allah.com/anliegen/sonstiges/1.html

Murad Wilfried Hofmann: „Die Muslime hören immer wieder gerne, was das Vatikanische Konzil in Nostra aetate über sie gesagt hat. Doch das liegt fast ein halbes Jahrhundert zurück, und die Muslime warten immer noch darauf, dass die katholische Kirche auch Muhammad (s.) als einen Propheten und den Qur´an als eine göttliche Offenbarung anerkennt. Solange dies ausbleibt, kann echter Dialog nicht stattfinden.“

http://www.way-to-allah.com/dialog/Stellungnahme.html

11 »Scheich Bin Baz „gilt als der Innovator der Islamisierung der saudischen Gesellschaft – er erwirkte zusammen mit Muhammad Ibn Uthaymin zahlreiche neue auf der Scharia basierende Gesetze. Das Amt des Großmuftis übernahm nach seinem Tod Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich.“«

http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Aziz_ibn_Baz

12 Saleh al-Fawzan (Ṣāliḥ al-Fauzān)

http://en.wikipedia.org/wiki/Saleh_Al-Fawzan

13 „Dem salafistischen Gelehrten Salih al-Fauzan (Sheikh Saleh Al-Fawzan, born 1933) zufolge sei es unmöglich, mit Andersgläubigen freundschaftliche Beziehungen zu führen, da man als Muslim verpflichtet sei, Andersgläubige zu hassen. Es wäre rechtlich zulässig, von ihnen Geschenke anzunehmen, nicht jedoch, sie zu einem festlichen Anlass zu beglückwünschen.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wal%C4%81%27_wa-l-bar%C4%81%27a

14 SPIEGEL-online, 22.09.2010 titelt: Wütende Anwohner gehen auf Galeriebesucher los. »„Sie tranken Alkohol in der Öffentlichkeit: In Istanbul wurden Besucher einer Kunstveranstaltung angegriffen und verletzt. … „Sie haben uns angegriffen, weil wir auf der Straße etwas getrunken haben. Sie haben Allahu Akbar (Gott ist groß) gerufen“, sagte ein Zeuge dem privaten Fernsehsender NTV. „Wenn die Galerien nicht sofort die Rolläden heruntergelassen hätten, wäre es eine Art Lynchen geworden“, sagte der Künstler Antonio Cosentino … Anwohner reagierten empört. „Das waren die Religiösen von der Bruderschaft. Sie leben hier im Viertel“, sagte ein Verkäufer in einem Geschäft nahe der Galerie. Eine Kundin in einem Lebensmittelgeschäft sagte: „Das waren die Bärtigen. Ich lebe hier seit 60 Jahren. Das Viertel hat sich sehr verändert.“«

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,719026,00.html

15 „Hisba ist die Pflicht jedes Muslims, zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist. Dies geschieht in Anlehnung an die im Koran mehrfach geforderte Norm, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten (siehe Suren 3,110; 7,157; 9,71; 9,112; 22,41). … In der islamischen Rechtstheorie hat der Rechtsgelehrte al-Mawardi (972-1058) in seinem Buch al-Aḥkām al-sulṭānīya diese moralische Verpflichtung des Muslims gegenüber seinem Mitmenschen und mit Hinweis auf die oben genannte koranische Norm erstmalig beschrieben. Ihm folgten dann al-Ghazālī und Ibn Taimiya mit jeweils kurzen Beiträgen moralischen Charakters.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

16

http://www.zamzam-shop.de/product_info.php?info=p149_schmah—tuch-fuer-den-kopf–saudi-.html

Zamzam ist eine Quelle, die von Allah eigens dafür geschaffen worden sei, um Abrahams Zweitfrau Hāǧar und den gemeinsamen Sohn Ismāʿīl vor dem Verdursten zu retten. Die Quelle mit dem als heilsam geltenden Wasser liegt in Mekka, etwas östlich der Kaʿba.

http://www.eyeoftraveler.net/up/makkah/zamzam.gif

Das Wasser der Quelle Zamzam ist Pilgern ein beliebtes Mitbringsel.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Zamzambottle.jpg

17 During the sermon al Hilali said: „If you take out uncovered meat and place it outside on the street, or in the garden, or in the park, or in the backyard without cover, and the cats come to eat it … whose fault is it, the catsʿ or the uncovered meat? The uncovered meat is the problem. If she was in her room, in her home, in her hijab, no problem would have occurred.“ The Australian also reported that he said that women were „weapons“ used by „Satan“ to control men.

http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/article614114.ece

18

http://de.wikipedia.org/wiki/Tauh%C4%ABd

19 Zum Schirk weiß die den Teheraner Mullahs treu ergebene Seite »al-Shia«: „Die erstgrößte Sünde von den großen Sünden ist Shirk (Vielgötterei/Polytheismus), also die Beigesellung von Göttern neben Allah.“

http://www.al-shia.de/artikel/shirk.htm

„Islamische Persönlichkeiten: Imam Khomeini, Imam Khamenei … Sayyid Hassan Nasrallah … Dr. Ali Schariati“

http://www.al-shia.de/persoenlichkeiten/index.htm

20

http://en.wikipedia.org/wiki/Shirk_%28Islam%29

21 »At-Tawhid wal-Ikhlas« zu: „Der Shirk der Wahlen“

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/03/28/der-shirk-der-wahlen

„Der Shirk des Urteilsgesuchs bei einem Kufr-Gericht“.

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/04/11/der-shirk-des-urteilgesuchs-bei-einem-kufr-gericht

Der Kufr der Loyalitätserklärung

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/04/02/der-kufr-der-loyalitaetserklaerung

Al-iḫlāṣ bedeutet Ergebenheit, Treue, Aufrichtigkeit, Loyalität und erfordert aus islamischer Sicht, Universum und Dasein als allahzentrisch zu begreifen sowie sein persönliches Leben tätig auf Allah zu fokussieren. Die Sure 112 trägt den Titel al-Iḫlāṣ.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sure_112

22 Verfassungsschutz NRW, Zwischenbericht 2010, Zu: Salafismus, Seite 42: „Schließlich kann sich aus dieser extrem vereinfachenden Ideologie schleichend eine weitere Radikalisierung entwickeln, die in Terrorismus münden kann. Denn letztlich rechtfertigt der Salafismus Gewalt gegen „Ungläubige“ und auch gegen nicht-salafistische Muslime.“

http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/zwischenbericht_2010.pdf

23 Am 14.08.2010 schrieb die Rheinische Post (»Schneider: Radikale Minderheiten verdienen keine Toleranz«) zur Lage in Mönchengladbach: „NRW-Integrationsminister Guntram Schneider lehnt die Pläne der islamistischen Salafisten ab, in Mönchengladbach eine Islamschule einzurichten.“ Schneider: „Die Salafisten haben aber mit dem Islam so viel zu tun wie die Moonsekte mit dem Christentum. Wir müssen lernen, zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden.“ Bei derlei Faktenferne wird immerhin deutlich: Im Sinne des Erhalts der AEMR müssen wir lernen, zwischen Islam und Islamismus NICHT zu unterscheiden. Die Steinigung ist von Artikel 4 GG nicht gedeckt.

http://www.rp-online.de/landtagswahl/nachrichten/Schneider-Radikale-Minderheiten-verdienen-keine-Toleranz_aid_893861.html

24 Rheinische Post, 22.07.2010. Nordrhein-Westfalens neuer Minister für Arbeit, Integration und Soziales, Kopftuchfreund Guntram Schneider, antwortet auf die Frage: „Wollen sie das Kopftuchverbot für Lehrerinnen wieder abschaffen?“

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Mindestlohn-von-850-Euro_aid_884757.html

25 Innenministerium NRW. Cemaleddin Kaplan. »Die Anhänger Kaplans fielen in der Öffentlichkeit oft durch ihre exotische Kleidung auf. Die Männer trugen Turban, weite Mäntel und Pluderhosen, die Frauen und Mädchen meist einen schwarzen Ganzkörperschleier. Die Presse verlieh Kaplan aufgrund seiner Sympathie gegenüber der iranischen Revolution die Beinamen „Kalif von Köln“ und „Khomeini von Köln“.«

http://www.im.nrw.de/sch/589.htm

26 Für Islamisten ist ein unislamisches Gesetz Schirk und weltliche Gerichtsbarkeit Taghut. »Auf die deutsche Verfassung geben die Kalifatsstaatler nichts; sie haben eine eigene mit 15 Artikeln. Regel sieben etwa sagt, dass „es keine Einigung mit dem Ungläubigen und seinem Regime gibt. Man macht keine Zugeständnisse“.« Nach: DER SPIEGEL 24/2004, 7.06.2004, Titel: »Im Labyrinth des Kalifen«

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31105827.html

27 Gisela Friedrichsen, für: DER SPIEGEL, 05.06.2000. »Der Schatten Gottes auf der Erde«.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16597444.html

28

http://islamwissen.de.tl/Der-Taghut.htm

29 Muhammad ibn Abd al-Wahhab: „Und wisse, dass der Mensch niemals den Glauben (ìmān) an Allāh verwirklicht hat, bis er den Unglauben (kufr) gegen den Taghut vornimmt.“ Der Beiname des erwähnten legendären Widersacher der frühen Muslime „Abu Dschahl“ (Abū Ǧahl) verweist auf die ǧāhilīya (anglisiert Jahiliyyah), die Unwissenheit, die beim Ideengeber der Muslimbruderschaft, Saiyid Quṭb (MILESTONES) konzeptionell so wichtig werden sollte.

http://www.al-muwahidun.com/aqida/mana-attaghut_ibnabdulwahab.pdf

Jahiliyyah (al-ǧāhilīya). Sayyid Qutb popularized the term in his influential work Maʿalim fi-l-Tariq (Milestones), with the shocking assertion that „the Muslim community has been extinct for a few centuries.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Jahiliyyah

Qutbism

http://en.wikipedia.org/wiki/Qutbism

30 Abu Hamzah al-Afghani, 28.01.2010, bei RISALATUN: Die Religion aller Propheten: Die Lossagung vom Taghut.

http://risalatun.com/buch/Taghut%20Online-Ausgabe.pdf

31 „Abu Hamza al-Afghani gehört zu den Übertreibern im Takfir. Auf den ersten Blick erkennt man nichts falsches auf seiner Seite und das seiner Anhänger man findet Schriften über Tawhid und andere Bücher die alle dem Manhaj der Salaf entsprechen. Doch wer diese Leute näher kennenlernt und mit ihnen über verschiedene Themen spricht erkennt ihre Abweichungen vom Manhaj der Salaf.“ Gefunden auf: »Q&S. ISLAM NACH QURAN & SUNNAH UND DEM VERSTÄNDNIS DER SALAF AS-SALIH«, Kommentator: Abu Jihad, am 31.01.2010.

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/26770-Abu-Hamza-al-Afghani

YouTube. At-Tauhid: Die Grundlage des Islam, von: Abu Hamza al-Afghani.

http://www.youtube.com/watch?v=FkzPCqsOCWY

32 It`s american! Living Like The Salaf! Postmodernes Saubermachen und Drillen direkt aus Kalifornien: at-Tasfiyah wat-Tarbiyah Magazine (Set 2008), $20.00. at-Tasfiyah wat-Tarbiyah Publications, 9852 W. Katella Ave. #276, Anaheim, CA 92804, USA. Man schätzt al-Albani.

http://store.twtpubs.com/index.php?main_page=product_info&cPath=66&products_id=198

33 »Purify-Educate« (Reinigen und Erziehen) ist die URL, die Abu Nashiruddin und Abu Abdul Rahman ihrem Blog geben: Tasfiyyah wa Tarbiyyah.

34

http://www.blogger.com/profile/04980502288152667886

Salafisten in Nordamerika. Lehrzentren, Moscheen, Verlage.

http://www.islammexico.net/SalafiDir.htm

Mexikanische Salafisten: Mezquita „Muhammad Ibn Abdul Wahab“ Centro Salafi de México. Islam, Sunnah y Salafiyyah en español. PRIMER ORGANIZACION SALAFI DE AMERICA LATINA.

http://www.islammexico.net/

35 Salafissimo sozusagen: Yusuf Estes trifft 2008 mit Pierre Vogel zusammen.

http://www.youtube.com/watch?v=15Heib5ShWk

36

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/18175-SHEIKH-YUSUF-ESTES-UND-PIERRE-VOGEL-IN-BERLIN-AM-3.8.08-INSH

37 Website der Habashi (Ahbash)

http://www.allislam.de/

38 Draußen protestierten die Habashi (Ahbash), erklärte Gegner von Salafismus und Wahhabismus

http://www.ufuq.de/newsblog/182-yusuf-estes-p-vogel-und-habashi-anher-in-der-al-nur-moschee

39 O Muslims! Beware of a man who calls himself Abdullah Habashi and of his followers. They are a group of extremists who are busy accusing all Muslims who donʿt follow their teachings and beliefs, of being kaafir and mushrik.

http://www.sunnah.org/fiqh/muslims_beware.htm

As-Sunnah Foundation of America (ASFA)

http://www.sunnah.org/

40 Muhammad Hisham Kabbani (born 28 January 1945 in Lebanon) is a prominent American Sunni Muslim (Sufi). Shaykh Kabbani has been an outspoken critic of extremism as well as the Wahabi doctrine. Shaykh Kabbani is a spiritual teacher in the line of the Naqshbandi-Haqqani Sufi Order.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hisham_Kabbani

Naqschbandi-Scheich Nazim al-Haqqani (Muhammed Nazım El-Hakkani) residiert auf Zypern (Kýpros, Kıbrıs)

http://en.wikipedia.org/wiki/Mawlana_Sheikh_Nazim_Al-Haqqani

41 Habashi stammt vom Wort Habashiyyin, „die Abessinier“. Die Gruppe geht auf den 1920 in Harare (Äthiopien) geborenen Mufti Abdullah al-Habashi (eigentlich Abdallah ibn Muhammad ibn Yusuf al-Hirari al-Shibi al-Abdari) zurück, der, 1947 von Kaiser Haile Selassie nach Saudi-Arabien ausgewiesen, später in Damaskus und Beirut studierte. Die Habashi bzw. Ahbash sind Sunniten mit Elementen von Schia und Sufi-Spiritualität und gelten als ausgesprochen friedfertig. Ihre Körperschaft ist die „Association of Islamic Charitable Projects“ (Jamʿiyyat al- Mashariʿ al-Khayriyya al-Islamiyya).

http://www.allislam.de/

42 Verfassungsschutz entdeckt islamistisches Netzwerk. DIE WELT, 24.04.2008

http://www.welt.de/welt_print/article1933023/Verfassungsschutz_entdeckt_islamistisches_Netzwerk.html

43 Zum Islam als Universalheilmittel vgl. Seite 220, zu Kapitel 6 FN 4, („al-hall“) in: Emmanuel Sivan, Menachem Friedman: »Religious Radicalims & Politics In The Middle East«

http://books.google.de/books?id=VukXiI6cvN4C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

44 In Deutschland, persönliches Erlebnis, NRW 2004. Ein hagerer Maschinenbaustudent, zivilisationskritisch, moralisch, asketisch; allzeit mit grauem Kittel, auf dem Kopf die kunstvoll gewirkte weiße Kappe.

45 Above that is murshid of tasfiyya, the spiritual guide of elimination and filtration. That level there will be a elimination and filtration they see who can go forward, and the filter and sift all kinds of bad manners out and throw it out. Then the highest level is the murshid at-tarbiyya, which is the spiritual guide of education or enlightenment, and giving the guidance, the real guidance

http://abuumar.multiply.com/journal/item/16/The_Spiritual_Guide_Part_2

46 „Partei der Befreiung“ nenn sich eine in Deutschland verbotene, in Dänemark erlaubte Kalifatsbewegung: Hizb ut-Tahrir (Ḥizba t-Taḥrīr‎)

http://www.hizb-ut-tahrir.org/

DAS KALIFAT: „Hizb-ut-Tahrir ist eine politische Partei, deren Ideologie der Islam und deren Ziel die Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise ist. Dies soll durch die Errichtung des Islamischen Staates geschehen, der die Ordnungen und Systeme des Islam umsetzt und die islamische Botschaft in die gesamte Welt hineinträgt.“

http://www.islam-projekte.com/kalifat/kalifat/_rubric/index.php?rubric=20

47 Adnan Özden: „Von einem Kopftuch-Verbot halte ich persönlich nichts. Außerdem bin ich wegen der Geschlechtertrennung tatsächlich dagegen, dass Jungs und Mädchen zusammen Sport machen.“

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Wir-distanzieren-uns-von-Islamisten_aid_894173.html

48 EMMA In NRW unterrichten Schriftgläubige.

http://www.emma.de/hefte/emma-ausgaben-2004/maerzapril-2004/in-nrw-unterrichten-schriftglaeubige/

49 Scharia angeblich reformfähig – Buchvorstellung mit Mathias Rohe.

http://www.buchtest.de/blog/scharia-angeblich-reformfaehig-buchvorstellung-mit-mathias-rohe/

50 »Lohn und Strafe im Diesseits und Jenseits«

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

51 Prof. Abdullahi Ahmed An-Na’im, originally from Sudan, is Charles Howard Candler Professor of Law at Emory Law School. An internationally recognized scholar of Islam and human rights, and human rights in cross-cultural perspectives, Professor An-Na’im teaches courses in human rights, religion and human rights, Islamic law, and criminal law.

http://www.flw.ugent.be/cie/CIE2/an-naimcv.htm

http://els449.law.emory.edu/aannaim/

http://www.youtube.com/watch?v=Yg3hLdJLrOY

http://www.youtube.com/watch?v=N9U0fwOzPXA

52

http://www.hrw.org/de/news/2009/08/17/irak-morde-homosexuellen-stoppen

53

http://www.hrw.org/de/news/2008/09/14/f-nf-aktivisten-erhalten-human-rights-watch-awards

54 Speech by His Eminence Dr. Mustafa Ceric, Grand Mufti of Bosnia-Herzegovina. A DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS* BY MUSTAFA CERI_ GRAND MUFTI OF BOSNIA INTRODUCTION

http://www.idfr.gov.my/en/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=144

55 Mustafa Ceric: THE CHALLENGE OF A SINGLE MUSLIM AUTHORITY IN EUROPE

http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

56

http://www.chrislages.de/pdf/cig_mi_2007_1.pdf

57

http://www.eugen-biser-stiftung.de/veranstaltungen_preis0.html

58

http://www.backtoislam.com/ebook-milestones-by-sayyid-qutb/

59

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_LP/

60 Muhammad Ali Jinnah: „It is extremely difficult to appreciate why our Hindu friends fail to understand the real nature of Islam and Hinduism. They are not religions in the strict sense of the word, but are, in fact, different and distinct social orders, and it is a dream that the Hindus and Muslims can ever evolve a common nationality, and this misconception of one Indian nation has troubles and will lead India to destruction if we fail to revise our notions in time. The Hindus and Muslims belong to two different religious philosophies, social customs, litterateurs. They neither intermarry nor interdine together and, indeed, they belong to two different civilizations which are based mainly on conflicting ideas and conceptions. Their aspect on life and of life are different. It is quite clear that Hindus and Mussalmans derive their inspiration from different sources of history. They have different epics, different heroes, and different episodes. Very often the hero of one is a foe of the other and, likewise, their victories and defeats overlap. To yoke together two such nations under a single state, one as a numerical minority and the other as a majority, must lead to growing discontent and final destruction of any fabric that may be so built for the government of such a state.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-Nation_Theory

Muhammad Ali Jinnah

http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ali_Jinnah

61 „Hindus und Moslems haben verschiedene religiöse Hintergründe, haben ein anderes Alltagsleben und eine andere Literatur. Sie heiraten nicht untereinander und essen auch nicht miteinander, da sie zu zwei verschiedenen Kulturen gehören, die auf widersprüchlichen Ideen und Konzepten beruhen.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Nationen-Theorie

Muslimliga (All-India Muslim League)

http://de.wikipedia.org/wiki/All-India_Muslim_League

62

http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

Inhalt

Oktober 26, 2010

01. Frauen in Mönchengladbach

Die Arbeitskreise Gegen Gewalt in Beziehungen und Interkulturelle Frauenarbeit organisieren für den 02. Oktober 2009 an der Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen, eine frauenpolitische und frauenrechtliche Veranstaltung zum Thema Zwangsheirat / arrangierte Ehe.

02. Mönchengladbach und der Mythos der gewaltfreien arrangierten Ehe.

Clan berät, Tochter heiratet. Multikulturalisten wie Ursula Boos-Nünning und Gülistan Yüksel schwärmen von Familialismus und Virginität. Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach fordern: Schluss mit der Verharmlosung des Töchtertauschens!

03. Standesamtlich heiraten! Keine ausschließliche religiöse Ehe!

Petition gegen das Personenstandsrechtsreformgesetz (PStRG). Vom 08.12.2008

04. Offener Brief an den Oberbürgermeister

Keine salafistische Lehrstätte in Mönchengladbach. Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Norbert Bude und an die Ratsmitglieder der Stadt Mönchengladbach. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy, am 04.08.2010.

05. „100 Städte gegen Steinigung“

Die weltweiten Bemühungen, Sakineh Ashtiani vor der Steinigung zu retten, hat die Weltöffentlichkeit auf die barbarische und verbrecherische Strafform aufmerksam gemacht. Und so wir die Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Welt auf, sich den 28. August 2010 als den Tag der Protestaktion 100 STÄDTE DER WELT GEGEN STEINIGUNG (100 CITIES OF THE WORLD AGAINST STONING) vorzumerken.

06. Nachbetrachtung zur Demonstration am 16.08.2010

Gabi Schmidt zieht Bilanz zur Demonstration am 16.08.2010 im Mönchengladbacher Ortsteil Eicken, an der nahezu 300 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen haben.

07. Offener Brief an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach, Brigitte Brouns.

Zwei Mönchengladbacher Sozialpädagogen fordern die städtische Beuaftragte für Gleichstellung, Frau Brouns auf, die Öffentlichkeit über den Salafismus zu informieren, der eine jugendgefährdende, menschenfeindliche und dezidiert frauenverachtende Strömung des fundamentalistischen Islam ist. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy, 09.08.2010.

08. Bürgerbewegung Eicken. Pressemitteilung und Einladung zum Treffen Eickener Bürger und Unterstützer am 27.08.2010

Wir wollen keine Nachbarn, welche die Demokratie für eine falsche Religion halten. Einladung zur Bürgerversammlung am Freitag, den 27. August 2010 um 20.00 Uhr in der Mehrzweckhalle am Eickener Marktplatz. Autor(en) unbekannt, signiert mit Bürgerbewegung Eicken, Erstveröffentlichung bei: Die Achse des Guten („Willkommen in Mönchengladbach!“), 24.08.2010.

09. Rückblick auf die Bürgerversammlung vom 28.08.2010 im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken

400 Menschen kamen zusammen, um ihren Protest gegen die Islamschule zu organisieren. Mönchengladbachs Integrationsratsvorsitzende Gülistan Yüksel gibt sich empört, die Kritiker der Salafiyya würden „Öl ins Feuer gießen“, wie Henryk M. Broder berichtet. Die Versammlung war ein eindrucksvolles Bekenntnis zur freiheitlichen Demokratie, gestaltet von Menschen, die nicht bereit sind, das für alle geltende Grundgesetz im Namen der Religionsfreiheit abzuschaffen. Der von Reinhold Schiffers eingebrachte Entwurf einer Eickener Erklärung wurde nicht verabschiedet. Von Gabi Schmidt.

10. »Islamschule ist …?«

As-salafiyya und drohende deutsche Rechtsspaltung. Ein Beitrag des Diplom-Sozialpädagogen Edward von Roy, 31.08.2010.

11. Çiftçi als Indikator

Demokratieschwund zwischen wertebeliebiger Postmoderne und salafistischer Gegenmoderne. Warum ist Deutschland, warum ist Mönchengladbach für den islamischen Fundamentalismus jetzt besonders vulnerabel, verletzbar? Zusammenstellung einzelner Kommentare Karsten Hilchenbach, 16.-30.08.2010.

12. Eickener Erklärung 02.09.2010

Auf dem Weg zur Eickener Erklärung, Textfassung vom 02. September. Mit dem ältesten Typ (26.08.2010, als Handzettel in der Mehrzweckhalle) der Eickener Erklärung gemeinsam wurde auch dieser verbesserte Text zu Hunderten am Folgetag auf dem Protestmarsch zum Abteiberg an interessierte Passanten ausgeteilt. Die Eickener Erklärung, Ausdruck eines demokratischen Prozesses der Entwicklung, konnte nicht beim anonym gehaltenen und missverständlichen Handzettel aus der Mehrzweckhalle stehen bleiben.

13. »Aufruf zum freiheitlich demokratischen Bürgerprotest«

Zum Demonstrationszug vom Eickener Markt zum Mönchengladbacher Abteiberg am 03.09.2010 stellt Sozialpädagogin Gabi Schmidt, die für die Demonstration vom 16.08. verantwortlich war, an der nahezu 300 Menschen zum Thema Islamschule miteinander ins Gespräch kamen, einen Text zusammen. Mönchengladbach, 01.09.2010.

14. Auf dem Weg zur Eickener Erklärung, Textfassung vom 05. September

Gute dreißig Änderungsvorschläge sind in diese Fassung der Eickener Erklärung eingegangen, dankeschön an allen, die an dieser Weiterentwicklung mitgewirkt haben. Ein lesenswertes Ergebnis allemal. Die endgültige, vielleicht: diese Fassung der Eickener Erklärung könnte bei einer Bürgerversammlung demokratisch verabschiedet werden.

15. In der Zange. Der freiheitliche Rechtsstaat zwischen Islamismus und Nationalismus

Die organisierten Fremdenfeinde und Nationalisten aus NPD, REP und PRO NRW versuchen, aus dem Mönchengladbacher Problem mit der salafistischen Gruppe politisches Kapital zu schlagen und sich als Retter gegen die morgenländische Invasion darzustellen. Die weltbürgerlich gesonnenen Mönchengladbacher fallen darauf nicht herein, sondern lesen bei Edward von Roy: »Eine rechte Allianz gegen den Islam? Warum eine jede konservative Partei antiislamischen Selbstverständnisses das Werk der Muslimbruderschaft fördert«.

16. Sven Lau

Der ehemalige Berufsfeuerwehrmann Sven Lau begab sich auf den salafistischen Weg ins Paradies und nennt sich nun Abu Adam. Sein Nachbar Karsten Hilchenbach schreibt ihm einen Brief.

17. Ein Ständchen dem Integrationsrat

Satire. Ein multikulturalistisch ausgerichtetes Gremium wird nicht Integration bewirken, sondern Segregation. Der Integrationsrat gab eine pompös angekündigte Erklärung zu Scheich Ciftcis Islamschule ab, doch der von Gülistan Yüksel geführte Rat ging zum Menschenbild und Gesellschaftsmodell der Salafiyya mit keinem Wort auf Distanz. Das Volkslied »Bunt sind schon die Wälder« brauchte deshalb unbedingt einen neuen Text.

18. Bürger, kein Gottesknecht!

Anlässlich der erfolgten Vereinsgründung (BÜRGER FÜR MÖNCHENGLADBACH) gegen die Ansiedlung der zentralen Lehrstätte der extremistischen Bewegung Einladung zum Paradies denkt Karsten Hilchenbach über das Schweigen der Politiker zum Mehrstufenrecht der Scharia und den Begriff des citoyen nach, des Bürgers.

19. »Eine Zwischenfrage, Herr Pfarrer …«

Unter die Lupe genommen: »Stellungnahme des Vorsitzenden des Verbandes der ev. Kirchengemeinden in Mönchengladbach, Pfr. Dietrich Denker, zu den Aktivitäten des Vereins „Einladung zum Paradies“ im Stadtteil Eicken« (15.09.2010). Von Karsten Hilchenbach.

***

19. Kirche und Scharia

September 24, 2010

اﻟﻤﺴﻴﺤﻴـﺔ

al-masiḥīya

Le christianisme

The christianity

Christentum

»Eine Zwischenfrage, Herr Pfarrer …«

Von Karsten Hilchenbach. Der Christ und Säkulare Hilchenbach ist Mitglied der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und richtet Zwischenfragen an Pfarrer Dietrich Denker aus Mönchengladbach. Denker hatte kurz zuvor den salafistischen Führer »Abu Anas« besucht, Schulleiter einer Online-basierten, vom Verfassungsschutz beobachteten Fernuniversität.

»Islamschule« heißt eine Lehrstätte, die nach dem wahhabitischen bzw. salafistischen Curriculum der 1961 gegründeten Islamic University of Madinah (IU) arbeitet. Die Fachbereiche der medinensischen IU heißen beispielsweise »Faculty Of Shari’a (Islamic Law)« oder »Faculty of Da’awah & Fundamentals of Islam«, akademische Grade lauten Bachelor degree in Sharia Law (LLB) oder Universal Master Degree (M.A) in Islamic jurisprudence.

Die Absolventen der IU, vier Fünftel sind Nichtsaudis aus aller Welt, sind offensichtlich gegenüber einer expansiv bis revolutionären Islamauffassung nicht immun. Islamist Scheich Ahmad Kutty aus Toronto etwa studierte an der IU und will in Kanada glaubensbasierte Schiedsverfahren (faith-based arbitration) einführen. Der indonesische Politiker Hidayat Nur Wahid betreibt mit seiner an der Muslimbruderschaft orientierten und die terroristische palästinensische Ḥamās unterstützenden „Partei für Wohlstand und Gerechtigkeit“ (Prosperous Justice Party, Partai Keadilan Sejahtera (PKS)) Sozialwerke, kämpft gegen Korruption, Drogen und Pornographie und fordert die landesweite Einführung des islamischen Gottesgesetzes. Ein dritter IU-Absolvent stammt aus Deutschland (Braunschweig) und wird inzwischen Scheich Abū Anas genannt.

Die in Saudi-Arabien ausgebildeten Schariafachleute sind offenbar geneigt, nach erfolgreichem Studium zurückgewandert, auf säkulare Systeme von Familiengericht, Standesamt, Schiedsamt oder Anwaltskanzlei zu verzichten und ihren künftigen Klienten, den muslimischen Endverbrauchern, den Weg ins Paradies islam-juristisch arbeitend zu ebnen. Der einzelne „Muslimbürger“ darf allerdings nicht gegen die Scharia verstoßen und ist im Alltag auf „islamisch korrektes“ Verhalten zu überwachen. Die Revolutionäre der archaischen Justiz des Fiqh verstehen sich als Seelenretter. Wir sind jedoch Bürger, keine Religionsbürger.

Die Gefahr einer religiös begründeten Rechtsverschiedenheit rückt bei einer Vielzahl von nach Europa zurückkehrenden IU-Absolventen bzw. bei der erfolgreichen Multiplikatorentätigkeit auch ganz weniger Heimkehrer in die Nähe. Es ist daher dringend zu prüfen, ob unser Rechtsstaat durch eine gelehrte Scharia auf lange Sicht bedroht und die Islamschule mitsamt dem Verein Einladung zum Paradies (EZP) zu schließen ist, das gilt auch für das französische, der Muslimbruderschaft nahe stehende Institut Européen des Sciences Humaines (IESH). Im Sinne des Schutzes der AEMR und des One Law For All hat ein freiheitlicher Demokrat, also auch ein Christ, eine jede Rechtsspaltung selbstverständlich zu verhindern.

Das koranbasierte und schariakonforme Welt- und Menschenbild der bislang in Braunschweig und künftig wohl in Mönchengladbach tätigen Lehranstalt ist notwendigerweise kulturrassistisch, frauenfeindlich und antidemokratisch. Weil das totalitäre Gesetz der Scharia unserer EKD aber offensichtlich als „Religion“ gilt, fühlte sich der christliche Klerus der Stadt Mönchengladbach zum Dialog berufen und eilte flugs zum Gespräch mit den beiden Salafisten Muhamed Seyfudin ÇİFTÇİ und Sven LAU. Der mit Pierre Vogel im EZP tätige Scheich ist prinzipieller Steinigungsfreund und billigt das durch den Ehemann betriebene Frauenprügeln (Koran 4:34).

Im bosnischen Bürgerkriegsgebiet war Çiftçi genannt Abū Anas zwischen 1992 und 1994 als schariakonformer „Sozialarbeiter“ für die (nach Spendensammlungen für die Ḥamās inzwischen verbotene) Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH) tätig. Çiftçi ist Sohn eines Funktionärs der von Necmettin Erbakan gegründeten und einen türkischen Gottesstaat erstrebenden Millî-Görüş-Bewegung und möchte, dass jede fromme Frau sich mit einer Burka (gespensterhafter schwarzer Überwurf, Handschuhe, Gesichtsschleier) vollständig verhüllt. Seine engsten männlichen Mitstreiter sind in den letzten Wochen der Bevölkerung am linken Niederrhein durch altarabisch anmutende Gewänder und lange Bärte sowie durch einen illegalen Kindergarten, eine ungenehmigte Moscheebaustelle und mehrere nächtliche öffentliche Gebetsproteste aufgefallen.

Dietrich Denker signiert folgende offizielle Erklärung.

Verband Evangelischer Kirchengemeinden in Mönchengladbach

Stellungnahme des Vorsitzenden des Verbandes der ev. Kirchengemeinden in Mönchengladbach, Pfr. Dietrich Denker, zu den Aktivitäten des Vereins „Einladung zum Paradies“ im Stadtteil Eicken vom 15.9.2010

Hätte man nicht sagen müssen, dass der „Verein“ vom Verfassungschutz beobachtet wird und warum?

In seiner Sitzung am 15.9.2010 hat der Vorstand unseres Verbandes über eine Stellungnahme zu den Aktivitäten des Vereins „Einladung zum Paradies“ beraten. Das abschließende Ergebnis liegt hiermit vor.

Die konfliktvolle Entwicklung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil Eicken und dem Verein „Einladung zum Paradies“, in Verbindung mit der Ankündigung einer Ansiedlung einer Islamschule beschäftigt viele Mitglieder der evangelischen Gemeinden in der Stadt. Es werden Ängste der Bürgerinnen und Bürger vor islamistischen Tendenzen, einer aggressiven Mission und einer rigiden und traditionalistischen Ausübung des Islams deutlich.

Sind die angeblich irgendwie Verängstigten jetzt Angsthasen oder Phobiker? Haben die Demonstranten denn etwa keine Argumente, sondern nur Ängste? Werden die „Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Eicken“ in ihrer Mentalität beziehungsweise Aktion hier als ursächlich oder mitursächlich am Konflikt gemacht? Warum erfährt der Leser nicht ein einziges Wort über die Konflikte?

In einem Gespräch mit Vertretern des Verbandes der evangelischen Gemeinden machten Muhamed Ciftci (Vorsitzender des Vereins und Leiter der Islamschule) sowie Sven Lau (Vorstandsmitglied des Vereins) deutlich, dass es nicht ihrer Absicht entspräche einen Konflikt oder Ängste hervorzurufen. Vielmehr sei es ihr Ziel, einen Islam zu lehren, der zu seinen Wurzeln zurückkehre und sich allein auf den Koran und die Offenbarungen Mohammeds so wie seiner unmittelbaren Gefährten bezöge. Allein dieser reine Islam, sei von allen weiteren Überlieferungen und kulturellen Einflüssen der letzten Jahrhunderte gereinigt.

Die Kirchenvertreter sprechen also mit politreligiösen Radikalen, die auf einen kulturrassistischen Gottesstaat (Allahkratie) hinarbeiten und die Apostatenmord und Steinigung rechtfertigen. Nichtmuslime und Frauen sind in diesem islamischen Gemeinwesen zu Ehre Allahgottes auf charakteristische Weise juristisch herabzusetzen, was Pfarrer Denker nicht weiß oder verschweigt.

Herr Ciftci und Herr Lau grenzten sich aus religiösen Gründen ausdrücklich von jeder Gewaltanwendung und damit auch von Ehrenmord, Zwangsheirat und Unterdrückung der Frau ab. Sie verurteilten alle Strömungen im Islam, die solches förderten. Auch wurde zugesichert, dass Menschen, die zur Ausübung von Gewalt aufrufen würden oder von denen bekannt würde, dass sie Gewalt ausüben, nicht in der Moschee geduldet würden und bei den staatlichen Behörden angezeigt würden.

Leugnet die örtliche Evangelische Kirche die Herabsetzung der Frau in Koran und Scharia? Wenn sie die Deklassiereng der Frau im islamsichen Recht erkennt und bekennt, wie hat sie dann die schariaverteidigenden Herren Ciftci und Lau einzuschätzen, sind Abu Anas und Abu Adam nun zwei Islamunkundige, zwei Lügner oder zwei Ex-Muslime? Oder kann es sein, dass die wissenschaftlich nachweisbare Diskriminierung der Frau im orthodoxen Islam salafistenseits als wahres weibliches Glück dargestellt wird, doch wenn das so ist, billigt die EKIR diesen Ausstieg aus den für alle geltenden wissenschaftlichen und rechtlichen Normen? Ist die Scharia durch Nichtmuslime künftig bitte gar nicht mehr zu bewerten?

Im Vergleich mit unserem christlichen Glauben gibt es jedoch unüberbrückbare Unterschiede, die das interreligiöse Gespräch erschweren.

Und was ist mit dem „Vergleich“ zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, sieht Pfarrer Denker keine große bzw. „unüberbrückbare“ Differenz? Haben die so genannten Christen schlicht das Glück oder Pech gehabt, dass ihre Doktrin (vielleicht) mit der AEMR übereinstimmt? Falls die Scharia gegen das Grundgesetz verstößt, wieso erklärt die Kirche dann den „Dialog mit dem Islam“ nicht zum Demokratierisiko?

Entsprechend der Glaubensüberzeugung von Muhamed Ciftci sind z.B. alle, die nicht den von seinen Glaubensbrüdern und -schwestern gepredigten Glaubensweg gehen, verflucht.

Ersetzt hier das geistlose Miterleben die nüchterne Außenansicht? Gibt es im wissenschaftlichen Sinne oder in der gelebten kulturellen Moderne „Fluch“, soll, darf es Verfluchungen aus evangelischer Sicht wirklich geben? Falls die EKD bzw. ihre Gottheit kein Verfluchen im Programm hat, billigt sie es, dass andere religiöse Gemeinschaften Verwünschungen, Schadenszauber oder Heilsverweigerung pädagogisch vermitteln dürfen, etwa Minderjährigen?

Damit sei nach seinem Verständnis des Islam ausgesagt, dass am Ende der Tage alle Menschen vor Allah erscheinen müssten. Die aber, die nicht den Glaubensweg des reinen Islam gewählt hätten, würden dann von Allah verflucht und vom Einzug ins Paradies ausgeschlossen, da sie ja den Weg zur Buße und zum rechten Glauben nicht gefunden hätten.

Die Kopftuchverweigerinnen und sonstigen Schariavermeider gelangen nicht lediglich niemals in die ewige Gottesnähe, sie müssen unendlich qualvoll und vielleicht auf ewig im Feuer der Verdammnis brennen. Warum sind die Worte Teufel und Hölle, zentrale Bestandteile der koranbasierten Doktrin, an dieser Stelle übergangen worden?

Einer Verfluchung aller Andersgläubigen, oder gar einem gewaltsamen Kampf gegen sie durch die Rechtgläubigen sei damit aber keineswegs das Wort geredet. Lediglich das Urteil Allahs über diese stünde fest. „Einladung zum Paradies“ wolle vielmehr Andersgläubige bzw. Ungläubige für den wahren Glauben nach der Weise des reinen Islam gewinnen.

Nichtmuslime sind also aus salafistischer bzw. streng islamischer Sicht als Menschen sittlich geringeren Wertes zu beschreiben. Darf den so genannten muslimischen Kindern empfohlen werden, auf die nicht gottesfürchtig lebenden Kinder mit Hass, Ekel oder Mitleid herabzusehen?

Auf der Basis dieser fundamentalistischen Glaubensüberzeugung ist ein Dialog, der über das Kennenlernen der jeweiligen religiösen Überzeugungen hinaus geht, weder von christlicher noch von islamischer Seite möglich.

Warum steht hier nicht: Wir empfehlen allen unseren Gemeinden, Gruppen und evangelischen Einzelpersonen, den Kontakt zu Islamschule / EZP zu vermeiden? Ist Jugendschutz nicht wichtig, wo sind die Bildungsseminare evangelischer Jugendarbeit, die vor dem ungleich behandelnden islamischen Recht warnen und die das Menschenbild der Salafisten begründet verwerfen?

Auch das gemeinsame Gespräch auf gesellschaftlicher bzw. kultureller Ebene stößt an seine Grenzen, da von Seiten der Glaubensbrüder und –schwestern des Vereins „Einladung zum Paradies“ schon aus religiösen Gründen um der Reinheit des wahren Islam Willen jegliche Form der kulturellen Integration abgelehnt werden muss.

Ein misslungenes Gespräch ist sicherlich unangenehm, aber geht es nicht um die universellen Menschenrechte bis zum Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit, sexuelle Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit? In was hinein soll eigentlich in Deutschland in Zukunft integriert werden, in ein für jeden Menschen zugängliches, ungeschmälertes Grundgesetz oder in die Scharia bzw. in die Schariatoleranz? Sollte man angesichts einer Strömung, die den Schleier und Gesichtsschleier fordert und die Zweitfrau sowie die Kindbraut billigt, nicht gerade auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau ausdrücklich erwähnen?

Schon die Anpassung an hiesige Bekleidungsarten oder so selbstverständliche Verhaltensweisen wie Begrüßungsgesten sind mit ihren religiösen Überzeugungen oft nicht vereinbar. So werden Frauen von Männern und Männer von Frauen aus religiösen Gründen niemals mit Handschlag begrüßt.

Die Burka ist recht neu in Mönchengladbach, das stimmt, sollen wir den Gesichtsschleier aber künftig einfach tolerieren? Was bitte wird denn noch so alles „aus religiösen Gründen“ getan, sehr geehrter Herr Pfarrer Denker, im Iran oder weltweit: Wird auch „aus religiösen Gründen“ gesteinigt? Geschieht das von asch-Schiha geforderte Frauenprügeln, das entsprechende islamische Buch (Frauen im Schutz des Islam) ist im Januar 2010 in Salafistenkreisen beschlagnahmt worden, denn etwa nicht „aus religiösen Gründen“? Und wenn Frauenprügeln unreligiös ist, hat asch-Schiha dann den Islam nicht verstanden oder ist er ein Islamapostat? Der nach eigenem Bekunden christlich empfindende Dietrich Denker weiß, dass salafistenseits im Namen der Religion Gewalt gegen Menschen ausgeübt werden soll, außerhalb des staatlichen Gewaltmonopols. Ist derlei Toleranz christlich oder wenigstens verfassungskonform?

Sollen wir als die „Hiesigen“ den „Bekleidungsarten“ ein wenig entgegenkommen, damit der Kontrast zwischen Burka und Nichtburka etwas weniger ins Gewicht fällt? Ist es jetzt evangelischerseits ganz offiziell, dass der verweigerte Handschlag dem Bereich des Religiösen und religiös zu Duldenden zugerechnet wird? Warum kein Wort zum Konformitätsdruck, zur innermuslimischen Bespitzelung auf „islamisch korrektes“ Wohlverhalten?

Im Sinne der Religionsfreiheit und der Toleranz ist allen Menschen das Recht einzuräumen, ihren Glauben nach ihren Überzeugungen zu leben.

Muhamed Seyfudin Ciftci sagt doch nichts anderes. Wo geht es denn hier zur Auspeitschung, wo zur Imam-Ehe für eine Viertfrau?

Die religiöse Vielfalt ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft.

Ex-Muslime werden von Pfarrer Denker leider nicht empfangen, säkular-muslimische Texte von Seyran Ateş und Necla Kelek nicht in Mönchengladbachs evangelischen Gemeindebriefen veröffentlicht, Kritik an Scharia und Fiqh wird von den betreffenden Schriftleitern seit Jahren ganz bewusst unterschlagen. Herr Denker, Sie sollten sich schämen.

Solange kein Rechtsbruch geschieht und kein Gesetz übertreten wird, muss unsere Gesellschaft es aushalten können, dass in ihr auch das nach unserer Überzeugung Falsche gesagt und geglaubt werden kann.

Geht das nicht deutlicher, kommen die evangelischen Funktionäre lediglich zur Erkenntnis, dass das Grundgesetz eine feine Sache ist?

Es bleibt die Aufgabe der staatlichen Behörden, jegliche Verletzung staatlichen Rechts, besonders der Grundrechte, zu unterbinden, bzw. zu ahnden.

Die sprichwörtliche Kurve ist gekratzt und der Pfarrer freut sich über die rechtsstaatlich legitimierte, nachvollziehbare und gründliche Arbeit von Polizei und Verfassungsschutz. Den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im evangelischen Verantwortungsbereich wird weiterhin nichts Kritisches über das islamische Recht beigebracht, der EKD ist die Scharia unantastbar.

Für ein angstfreieres Miteinander ist das gegenseitige Kennenlernen und miteinander Reden wünschenswert.

Man wünscht ein mutigeres Miteinander – Zivilcourage oder Waghalsigkeit? Ruft Denker mich jetzt zum Dialog mit Neonazis und Scientologen auf, damit ich meine „Ängste“ abbaue?

Dies erfordert die Bereitschaft aller Beteiligten einander mit Respekt zu begegnen, die Menschenwürde des Einzelnen zu achten und Sorgen und Ängste auf beiden Seiten ernst zu nehmen.

Welche Menschenwürde meint Dietrich Denker, diejenige der OIC-Charta (Kairo 1990) oder diejenige der AEMR (Paris 1948)? Täterarbeit zur Resozialisation muss geleistet werden, und sicherlich mag der Hells-Angels-Führer oder Salafistenscheich irgendwelche ungeklärten Lebensprobleme mit sich tragen („Ängste auf beiden Seiten“). Können wir aber ernsthaft damit rechnen, dass der Hemmungslosere und Machtverliebtere von zwei Gesprächspartnern auf seinen Vorteil verzichten wird?

Für unsere Gemeindeglieder gilt es, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mitverantwortung für das Zusammenleben zwischen den Kulturen und Religionen zu übernehmen.

Soll die Stadt Mönchengladbach in ein Gefüge von zunehmend abgeschotteten Religionsvölkern zerfallen, deren Führer immer lauter und immer mehr nach „Harmonie“ und „Dialog“ schreien und einander zwischenzeitlich mit Friedens- und Toleranzpreisen bekränzen? Soll die mehrstufig privilegierende (diskriminierende) Scharia im Familienrecht implementiert werden, damit „Mitverantwortung“ zur aufregenden Herausforderung wird? Ist die Apartheid der Religionsvölker, wie sie in Malaysia, Indien, Ägypten oder im Libanon unnötig leidvoll und kulturell vormodern bzw. gegenmodern gelebt wird, für die Evangelische Kirche ein akzeptables „Zusammenleben“? Wünscht die EKD die zunächst im Familienrecht realisierte Scharia, will die Kirche („allen Menschen das Recht einzuräumen, ihren Glauben nach ihren Überzeugungen zu leben“) die im Namen der praktizierten Religion betriebene Rechtsspaltung?

Vorsitzender des Verbandes der ev. Kirchengemeinden in Mönchengladbach,

Dietrich Denker, Pfarrer

Karsten Hilchenbach, Gemeindemitglied

18. Bürger für Mönchengladbach

September 21, 2010

الديمقراطية

ad-dīmuqrāṭīya

Demokratie

Bürger sein, kein Gottesknecht!

Aus Mönchengladbach berichtet Karsten Hilchenbach anlässlich einer Vereinsgründung gegen die Ansiedlung der zentralen Lehrstätte der extremistischen Bewegung Einladung zum Paradies. Zur drohenden Rechtsspaltung, zum Schweigen der Politiker und zum Begriff des Bürgers.

Bürger für Mönchengladbach nennt sich ein gestern, am 20. September 2010 gegründeter Verein, der die Bürgerinitiative Eicken als den Protest gegen die drohende Ansiedlung der salafistischen (gewaltnah-gegendemokratischen) Lehrstätte einer »Islamschule« (EZP, Einladung zum Paradies) unterstützen wird.

Dem Verein hat einen beschwerlichen politischen Weg vor sich, letztlich ein deutschlandweites Verbot des Vereins EZP / Islamschule zu erreichen.

Der Name ist klug gewählt: Bürger, Staatsbürger, das ist das, was uns von den Radikalen aller Couleur unterscheidet, mögen sie nun Stalin, Hitler oder Mohammed in der Fahne führen. Bassam Tibi hat immer wieder darauf hingewiesen, dass der so genannte Muslim ein citoyen sein muss, die so genannte Muslima eine citoyenne. Professor Tibi warnte gut begründet vor Lehreinnenkopftuch, Scharia (ewige islamstaatliche Doktrin, islamisches Recht) und Fiqh (sakrale Rechtspraxis, Shariah Court / »Islamic Sharia Council«).

Wir müssen die religiös begründete Rechtsverschiedenheit verhindern, islamische Gerichtshöfe wie das Islamic Sharia Council, 34 Francis Road, London, kann es in der kulturellen Moderne nicht geben und sind abzuschaffen (1).

Das EU-Mitglied Griechenland muss die Rechtsspaltung beenden und endlich die Scharia aus dem Familienrecht werfen, damit dort keine dreizehn- oder elfjährigen Mädchen islamisch verheiratet werden, um wenige Monate später als schwangere Ehefrau in Düsseldorf aufzutauchen. Kindbraut ist für uns kein Way to Allah, sondern Kindesmissbrauch.

„Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mittwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte (2).“

„Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht (3).“

Saudi-Arabiens ranghöchster Kleriker will auch in Zukunft kleine Mädchen im Namen der Religion des Islam verheiraten lassen. Allah ordnet an, der Scheich spricht, Pierre Vogel ist informiert, Norbert Bude schweigt. Abd al-Aziz bin Abdullah Aal asch-Schaich:

„A girl aged 10 or 12 can be married. Those who think she’s too young are wrong and they are being unfair to her.“ … „We should know that Shariah law has not brought injustice to women (4).“

Nur ein säkularer Staat kann eine freiheitliche Gesellschaft sein. In Deutschland leben Staatsbürger, keine Angehörigen von Glaubensnationen. Wir Bürger für Mönchengladbach sind Atheisten oder säkulare Religiöse, jeder von uns betet oder betet nicht, ohne seine bürgerlichen Rechte damit zu verlieren. Wir sind keine atheistische Bewegung und erst recht sind wir keine Kreuzritter, Abendlandretter oder bewegte Bibeltreue.

Wir wollen die Trennung von Staat und Religion, eine Trennung, welche die Freiheit erst schafft, nicht zuletzt die Religionsfreiheit. In Saudi-Arabien oder im Iran gibt es keine Religionsfreiheit, dafür gibt es dort gratis ganz viel Scharia, sogar für diejenigen, die sie gar nicht wollen. Die Scharia aber behandelt ungleich (diskriminiert), vor allem werden die Frauen vom islamischen Recht herabgesetzt.

Mönchengladbach im Namen zu führen ist angemessen, die mündigen Menschen in Aachen oder Wuppertal können sich schließlich selber organisieren. Vor allem aber darf es bei unserem Protest gegen die Lehrstätte des Muhamed Seyfudin Ciftci niemals um den Mönchengladbacher „Stadtbezirk Nord“ gehen oder gar um eine geographische Struktur innerhalb des Stadtbezirks Nord, andernfalls hätten wir auf dem Alten Markt gar nicht demonstrieren dürfen.

Dass Adnan Özden (VIKZ), TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund) und Gülistan Yüksel (Integrationsrat) es nicht vermocht haben, oder, wie ich meine: es ganz bewusst vermieden haben, sich von der totalitären und frauenfeindlichen Ideologie der Wahhabiten und Salafisten zu distanzieren, ist zu erwarten gewesen. Der völlig schariakonform argumentierende TDIV erhielt einen lesenswerten Kommentar (5).

Die Rheinische Post titelte am 16.08.2010 zwar »Wir distanzieren uns von Islamisten«, doch was Imam Adnan Özden dann im Text brachte, hatte mit der Titelzeile gar nichts zu tun, sondern war ein Bekenntnis zur Geschlechtertrennung (Scharia) und zum Kopftuch (auch Scharia) (6).

Ein zweites Mal arbeitete die Rheinische Post bemerkenswert ungenau und ließ am 17.09.2010 ihre Titelzeile ungefähr das Gegenteil von dem verkünden, was der zugehörige Text belegt: »Integrationsrat lehnt radikale Islamschule ab«. Im anschließenden Text kein Wort davon, dass Gülistan Yüksel zum demokratiegefährdenden Menschenbild und Gesellschaftsmodell der Wahhabiten bzw. Salafisten auf Distanz gegangen wäre (in der Tat äußert die Kopftuchfreundin und Vorsitzende des Mönchengladbacher Integrationsrates kein Wort gegen die Scharia) (7).

Der Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen (LAGA) ist die Gemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen. Gülistan Yüksel sitzt seit April 2000 im Vorstand (mit Muhammet Balaban, Tayfun Keltek usw.), wo man am 02.11.2005 engagiert für das Lehrerinnenkopftuch kämpft: „Die LAGA NRW lehnt ein generelles Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen, wie es der Gesetzentwurf der Koalition aus CDU und FDP vorsieht, ab (8).“

Diplom-Ingenieur Balaban (stellvertretender LAGA-Vorsitzender; Vorsitzender des Integrationsrates Essen) will, in aller Toleranz und Vielfalt versteht sich, Kopftuch und Burka im Klassenzimmer möglich machen: „Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden (9).“

2007 erhielt Gülistan Yüksel das Bundesverdienstkreuz am Bande und zwei Jahre später warb sie im Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Niederrhein öffentlich für die arrangierte Ehe. Yüksel befürwortet den interreligiösen Dialog und kritisiert die im August 2010 entstandene Bürgerinitiative im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken, die sich gegen die Ansiedlung der von Muhamed Seyfudin Çiftçi betriebenen Islamschule wehrt. Die protestierenden Bürger würden „Öl ins Feuer gießen“, so Yüksel. Das darf man zweimal lesen, nicht die Burkahändler und Steinigungstheoretiker des revolutionären Salafismus also gießen das sprichwörtliche Öl, die Bürger gießen (10).

Den sexualmagisch begründeten und die Seele rettenden Hidschab betreffend meinte Nordrhein-Westfalens frisch gewählter Minister für Arbeit, Integration und Soziales auf die Frage „Wollen sie das Kopftuchverbot für Lehrerinnen wieder abschaffen?“ mit einem tolerant klingenden, völlig schariakompatiblen: „Wenn ein Kopftuch nicht aus politischen Gründen getragen wird, habe ich nichts dagegen. Ebenso wie ich nichts dagegen habe, dass Kreuze in Klassenzimmern hängen.“ Guntram Schneider (SPD) will also, ganz tolerant und wie beiläufig, das mühsam errungene Lehrerinnenkopftuchverbot kippen.

Minister Schneider rauschte pressewirksam zum Fastenbrechen in die Mönchengladbacher DITIB-Moschee, ausdrücklich, um sich in Sachen Eickener Islamschule zu positionieren, und schloss sich eben nicht den Demonstranten gegen die rückwärtsgewandte und auf Rechtsspaltung zielende wahhabitische / salafistische Weltanschauung an.

Die Scharia ist ein auf Ungleichbehandlung begründetes Rechtssystem. Innermuslimisch geht es um die geheiligte und heilssichernde Deklassierung der Frau, was natürlich laut schnatternd abgestritten wird. Die heutigen so genannten Muslime in aller Welt sind gewissermaßen erpressbar, denn die Herabsetzung der Frau (halbes Erbe, halbe Stimme vor Gericht) ist im Koran angelegt, und wer dem Koran widerspricht, ist ein Apostat, ein Mensch, der islamrechtlich gesehen noch weniger Wert ist als ein Dhimmi (Jude, Christ).

Guntram Schneider und Reinhold Schiffers denken an ihre politische Karriere und sprechen das Wort Scharia gar nicht erst aus, während der bosnische Großmufti Mustafa Cerić die Implementierung der Scharia im Familienrecht fordert. Mustafa Cerić, das im Beisein von Wolfgang Schäuble und Armin Laschet auch in Deutschland herumgereichte ECFR-Führungsmitglied aus dem der Muslimbruderschaft verpflichteten Netzwerk des radikalen Klerikers Yūsuf al-Qaraḍāwī, will das islamische Recht: „opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law (11).“ Europa droht die Rechtsspaltung.

Die Scharia als Gehorsamsdoktrin und Staatsmodell, Werkzeug der vermeintlichen Seelenrettung sowie kulturrassistische und frauenfeindliche Rechtspraxis kollidiert mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) und dem Grundgesetz. Jeder Mensch in Deutschland ist daher gehalten, sich der citoyenneté verpflichtet zu fühlen statt der islamischen Gottesknechtschaft der ʿabdīya (bzw. ʿubūdīya, slavehood, servanthood), er oder sie ist citoyen oder citoyenne, kein politreligiöser „Gottesknecht“.

Die heiligen Bücher der Menschheit sind geschrieben und verdienen, soweit private Lust besteht oder berufliche Notwendigkeit, unsere nüchterne Betrachtung (Außenansicht), an sie brauchen wir auch gar nicht mit dem Rotstift zu irgendeiner Korrektur heranzugehen, denn der Apostatenmord ist ebenso „islamisch korrekt“ wie demokratisch untersagt. Koran und Hadithen sind hierzulande eben keine Verfassungsgrundlage, auch nicht in der Eickener Straße 164.

Wir nehmen die Integration sehr ernst – allerdings die Integration ins Grundgesetz, nicht ins islamische oder sonstige Gottesgesetz. Da wir der AEMR verpflichtet sind, die auch im Namen der so genannten Religion nicht außer Kraft zu setzen ist, können wir uns grundsätzlich an die Beschreibungen und Empfehlungen der Sozialwissenschaftlerin, Islamkritikerin und Frauenrechtlerin Necla Kelek (12) halten. Als ein Aktivist der Bürgerinitiative Eicken und Teilnehmer der gestrigen offiziellen Vereinsgründung möchte ich sagen: Wir, die Bürger für Mönchengladbach, sind auf dem richtigen Weg.

Sagen wir: »Nein!« zu einer religiös begründeten Rechtsverschiedenheit, setzen wir das »Être citoyen«, den Bürgerbegriff gegen die schleichende Legalisierung der Apartheid der Religionsvölker.

Karsten Hilchenbach

(1) Very british? Richterliche Amtshandlung in Allahs Stellvertreterschaft, Seelenrettung per Aktenzeichen. Fiqh, Sakraljurisprudenz. Sehr klassisch, mit Vielweiberei und Frauenverstoßung.

http://www.islamic-sharia.org/

(2) Scharia pur: Prinzip Kindbraut

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

(3) Michael Kreutz: »In Europa, wo die Scharia noch gilt«, Transatlantic Forum, 14.09.2005

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

(4) Allah, Mohammed, Pierre Vogel und Sven Lau billigen das kleine Mädchen verheiratende und schwängernde saudi-arabische Familienrecht (Scharia). Scheich und Großmufti: Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich.

http://articles.cnn.com/2009-01-17/world/saudi.child.marriage_1_saudi-arabia-deeply-conservative-kingdom-top-saudi-cleric?_s=PM:WORLD

http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/01/17/saudi.child.marriage/index.html

(5) Eine offizielle Erklärung zur Islamschule gab der Mönchengladbacher »TDIV, Türkisch-Deutscher Integrations-Verbund« ab, der Mönchengladbacher Diplom-Sozialpädagoge Edward von Roy lichtet den Nebel mit einem lesenswerten Kommentar.

http://www.bz-mg.de/brauchtum-gesellschaft-menschen/integration-nachbarschaft/islamschule-erklarung-des-turkisch-deutschen-integrationsverbund-tdiv.html

(6) »Wir distanzieren uns von Islamisten«, sagt der Schariafreund. Schilda pardon Mönchengladbach und der Özden-Effekt. Gelebtes Shariah Law (šarīʿa) umfasst den Schleier (textile Markierung der Frau als eine dem Männerrecht unterworfene, das Weltgericht Fürchtende und lediglich prekär Tugendhafte: ḥiǧāb, pers. pardā) ebenso wie die Gender-Apartheid (physical segregation of the sexes, ebenfalls ḥiǧāb, pers. pardā). Adnan Özden: „Von einem Kopftuch-Verbot halte ich persönlich nichts. Außerdem bin ich wegen der Geschlechtertrennung tatsächlich dagegen, dass Jungs und Mädchen zusammen Sport machen.“

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Wir-distanzieren-uns-von-Islamisten_aid_894173.html

(7) »Integrationsrat lehnt radikale Islamschule ab« – so zwar nicht der Text und schon gar nicht die Realität in der niederrheinischen Schildbürgerstadt, aber wenigstens die Titelzeile ist es, welche die Islamschule ablehnt (versteckt wird also für eine „unradikale“ Islamschule geworben).

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Integrationsrat-lehnt-radikale-Islamschule-ab_aid_907525.html

(8) Die LAGA (Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen: Tayfun Keltek, Muhammet Balaban, Gülistan Yüksel usw.) will das Lehrerinnenkopftuch.

http://laga-nrw.de/xd/public/content/index.html?pid=195

(9) Was für ein Zufall, du trägst dein Kopftuch auch freiwillig, und du auch, und sogar eine Burka? LAGA-Aktivist Muhammet Balaban glaubt nicht, dass muslimische Eltern ihre Kinder zum Kopftuchtragen zwingen: „Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden.“

http://www.express.de/regional/duesseldorf/hier-sind-kopftuecher-unerwuenscht/-/2858/765606/-/index.html

(10) Henryk M. Broder: »Als käme der Leibhaftige in die Stadt«, DER SPIEGEL, 30.08.2010. Broder weiß zur besorgten Gülistan Yüksel: »Freilich müsse man auch „die Ängste der Menschen ernst nehmen“. Nach der Versammlung sagt sie, die Bürgerinitiative würde „Öl ins Feuer gießen“. Dann geht sie heim, während die Einwohner von Eicken in kleinen Gruppen ratlos weiter diskutieren.«

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,714471-2,00.html

(11) Cerić (ECFR-Mitglied unter der weltweit geachteten sunnitischen geistlichen Autorität Hassprediger al-Qaraḍāwī) will das einheitliche und auf das Individuum (auch das atheistische und sogar das weibliche) bezogene Recht beenden: „opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“ – liebe Mönchengladbacher: multikulti heißt Rechtsspaltung, kalifatsähnliche Struktur.

http://www.idfr.gov.my/en/index.php?option=com_content&task=view&id=144&Itemid=121

(12) Dr. phil. Necla Kelek. Beim Verlag Kiepenheuer & Witsch (KiWi) sind vier Bücher der Wissenschaftlerin erschienen, die Volkswirtschaftslehre und Soziologie studierte und in Greifswald promovierte:

Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam (2010)

Bittersüße Heimat. Bericht aus dem Inneren der Türkei (2008)

Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes (2006)

Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland (2005)

http://www.kiwi-verlag.de/50-0-autorsuche.htm?id=4469

17. Spottgesang statt Islamschule

September 19, 2010

Liederliche Satire, dem absichtlich oder versehentlich ganz im Sinne der Scharia segregierend tätigen Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach gewidmet. Gesungen auf die Melodie »Bunt sind schon die Wälder« (Worte: Johann Gaudenz von Salis-Seewis 1782), die Johann Friedrich Reichardt 1799 erfand. Die Herkunft des Textes ist unbekannt, Volkslied vom Niederrhein.

Herrschaftszeiten,

der Scheich kommt!

Ach, die Salafisten,

wissen Sie, wir müssten

toleranter sein.

Diese jungen Frommen

wollen zu uns kommen,

beten, keusch und rein.

Viele Frauen im Schleier

sind euch nicht geheuer?

Man gewöhnt sich daran!

Burkas machen glücklich,

ehrbar und sind schicklich,

Mädchen, zieh eine an!

O welch frohe Kunde,

die Scheich Ciftci zur Stunde

ausgerufen hat:

Gott gibt Menschenrechte!

Allahs frohe Knechte

strömen in die Stadt.

Lauschet den geehrten

Führern und Gelehrten:

Gott bringt Information.

Fatma und Maria

brauchen die Scharia,

für ihre Integration.

Menschenrecht im Plural,

Abdurrahim Vural

spürt die neue Zeit.

Polygames Leben

ist sehr zu erstreben.

Allahkratie macht sich breit.

Den Islam zu stören,

Grundgesetze beschwören,

das ist nicht gemeint.

Burka tolerieren,

Ehen arrangieren:

sei kein Fremdenfeind!

Volkslied vom Niederrhein, Melodie: »Bunt sind schon die Wälder«

Gitarre:

D D A D

h h G D.

e D EA +A

D D G G

e e A A

D A D D

***

16. Islamisten bald in Neuwerk?

September 10, 2010

أبو آدم

»Abū Ādam«

Sven Lau

Quo vadis, Sven Lau?

Aus dem Kommentarbereich der Rheinischen Post. Der im Westen Nordrhein-Westfalens gelegenen Stadt Mönchengladbach droht die Ansiedlung der bislang in Braunschweig ansässigen extremistischen Islamschule, die der wahhabitisch bzw. salafistisch ausgerichtete Verein EZP / Einladung zum Paradies (um Muhamed Seyfudin Çiftçi genannt Scheich Abū Anas) betreibt. Die RP titelt am 10.09.2010: »Islamschule: Heute Kundgebung mit 350 Teilnehmern geplant«. Von Karsten Hilchenbach stammt diese höfliche und persönliche Ansprache, die er an einen jeden jungen Salafisten richtet, der an der seit mehreren Tagen andauernden Gebetsdemonstration teilnimmt.

Lieber gottesfürchtiger Demonstrant, lieber Sven Lau,

wenn ich dich heute auf dem Eickener Markt beten sehe, erkenne ich, dass dich der Islam interessiert und befürchte, dass der patriarchalische Fundamentalismus für dich attraktiv geworden ist. In der Sache nehme ich dich ebenso ernst wie als Mensch. Du bist mein Mitbürger und mein Nachbar – und das ist auch gut so!

Wenn du allerdings in Europa eine zweite, schariakonforme bzw. an der medinensischen Urgemeinde ausgerichtete Rechtsordnung aufbauen willst, muss ich dich enttäuschen und dein Anliegen zurückweisen, denn wir haben bereits ein Gesetz, an einem zweiten Rechtssystem besteht kein Bedarf und an einem ungleich behandelnden (diskriminierenden) Gesetz schon gar nicht.

Deine hoch politische Religion betreffend sind dir hierzulande jene Grenzen gesetzt, die durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 1948) und das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG, 1949) begründet sind. Aus deiner Sicht mögen diese Grenzen eine “Ungerechtigkeit“ darstellen und sittlich minderwertig sein. Das Grundgesetz stammt nicht von einem Gott – und du hältst es trotzdem ein. Na bitte, geht doch.

Darf ich daher deinen heutigen Protest als dein engagiertes Einladen (ad-daʿwa) zur freiheitlichen Demokratie im Sinne von AEMR und GG verstehen, als dein Bekenntnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau? Lass es mich einstweilen so auffassen – und bitte informiere mich, falls ich mich irren sollte.

Lieber gottesfürchtiger Demonstrant, lieber Sven Lau, ich kenne die Reden von Pierre Vogel und Muhamed Seyfudin Çiftçi inzwischen ganz gut. Ein Weltbild, das keine Fragen offen lässt, auf Zwischentöne verzichten kann, Wissenschaftlichkeit für Teufelszeug hält und die Demokratie für eine falsche Religion.

Eine derartig platte, männlichkeitsverherrlichende und hierarchische Weltanschauung ist für junge Menschen in Mönchengladbach offensichtlich faszinierend. Das besorgt mich, die Zukunft der Stadt betreffend.

Dass du der Salafīya folgst, ist sehr schade, denn dir entgeht viel vom Leben.

Doch ist die Beschädigung größer und umfasst nicht nur dich selbst. Als Salafist wirst du, kalkuliert oder tragisch, dazu beitragen, anderen Menschen im Namen der angeblich himmlischen Religion sehr irdisches Leid zuzufügen. Deiner Frau etwa und deinen Kindern, denen ich ein Leben wünsche, das nicht von der angeblich die Seele rettenden Gehorsamsdoktrin der Wahhabiten bzw. Salafisten geprägt ist, sondern von der kulturellen Moderne und dem wissenschaftlichen Denken. Deine Angst vor der Höllenstrafe ist unbegründet und mittelalterlich und schüchtert Kinder ein.

Heute willst du, wie ich sehe, das in seinen Wurzeln 1.400 Jahre alte islamische Wohlverhalten praktizieren und nimmst in Kauf, dass deine Sektenangehörigen dich, deine Lebensführung, deine Bekleidungs- und Ernährungsgewohnheiten und sogar deine Intimität und Sexualität kontrollieren. Das solltest du als Totalitarismus erkennen und möglichst bald ablegen. Es gibt säkulare Muslime, auch in Mönchengladbach-Eicken, es gibt zufriedene Ex-Muslime.

Also verzage nicht, “Gib nicht auf …“ (Buchtitel von Sven Lau), es gibt immer einen Ausweg aus Fundamentalismus und Fanatismus.

Die frauen- und männerfeindliche Burka ist keinesfalls angeboren (es gibt kein Kopftuch-Gen), und was auch immer dir der Mufti oder Scheich erzählen mag: Als Individuum stehst du unter dem Schutz des Grundgesetzes, auch als Glaubenszweifler und sogar als Frau.

Beende dein Infantilität oder Machtgeilheit verratendes Streben, die Menschheit in Liebenswerte und Hassenswerte aufzuspalten. Sag Ja zum säkularen Staat und Nein zum islamischen Familienrecht von Kindbraut und Zweitfrau.

Beten oder Nichtbeten kannst du schließlich immer noch privat, Koranlektüre muss nicht automatisch zur persönlichen Sucht oder zum revolutionären Ruf nach einem Kalifat führen.

Sag Nein zur Deklassierung der Frau. Jede Frau hat bereits hier auf der Erde die vollen bürgerlichen Rechte und nicht erst im Paradies.

Karsten Hilchenbach

15. Die doppelte Gefahr. Islamisten und Nationalisten

September 8, 2010

الأسلمة

Islamisierung

Eine rechte Allianz gegen den Islam?

Warum eine jede konservative Partei antiislamischen Selbstverständnisses das Werk der Muslimbruderschaft fördert. Ein Gleichnis von Edward von Roy

Zwei Jahre vor der nationalsozialistischen Machtergreifung in Deutschland schuf der im Jahre 1904 im katalanischen Figueres / Figueras (Provinz Girona / Gerona) geborene Salvador Dalí (Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech, Marqués de Púbol, † 1989) sein weltbekanntes, heute oft als »Die zerinnende Zeit« bekanntes Werk »Die Beständigkeit der Erinnerung« (Originaltitel: La persistencia de la memoria), an dem uns gewisse weiche Uhren interessieren sollten, namentlich diejenige, die, einem nassen Wäschestück auf der Leine nicht unähnlich, auf einem Ast oder Zweig ganz langsam und zähelastisch in die Richtung ihrer mutmaßlich irreparablen Selbstentformung zerläuft.

Was im Europa und Nordamerika dieser Jahre zunehmend amorph wird und seiner Entwerdung zurinnt, ist die säkulare sprich freiheitliche Demokratie und was auf ihre Kosten an Härte und Schärfe gewinnt, ist das ewige Schariagesetz mit seiner ebenso geheiligten wie barbarischen Rechtskultur der Geringerstellung aller Frauen und Nichtmuslime. Schariaverweigerung verhindert schließlich den Platz im Paradies.

Den Kölner Seelenfänger und Hassprediger Pierre Vogel („Way to Allah“) sollten wir politisch ernst nehmen, befinden wir Islamgegner oder auch nur Nichtmuslime uns aus seiner Sicht doch schlicht auf dem Way to Hell. Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī brachte es in simpler Sprache auf den Punkt: Säkulare Demokratie beziehungsweise Demokratisierung wird, da man nicht zwei Herren dienen kann, nur von den Parteigängern des Satans vorangetrieben, dein Herr muss aber Allahgott bleiben, andernfalls wirst du und wird deine Familie dereinst im schmerzlichen Höllenfeuer schmoren und bist du kein Muslim, sondern Apostat.

Das Zifferblatt des nahezu acht Jahrzehnte alten Bildes stehe heute gleichnishaft für unsere freiheitliche Lebensform, die Uhrzeiger sind in der absoluten Mitte der Gesellschaft verankert, in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Der orthodoxe Islam zielt auf die Ungleichbehandlung der Frauen und Nichtmuslime und kann deshalb mit dem 1948 in New York festgelegten Zentrum unverhandelbarer menschlicher Würde, wie er traurig guckend bedauert, nichts anfangen. Die Parteigänger Allahgottes müssen das säkulare Zifferblatt also unbrauchbar machen, aus der Form bringen, um die Nadeln aller heilssichernden irdischen Messinstrumente gewissermaßen an der Kaaba in Mekka zu befestigen oder an der extrem schmalen und rutschigen Brücke über jene höllische Feuergrube, die alle Seelen zu überschreiten haben, um ins Paradies zu gelangen.

Der Teufel muss also wieder politisch werden und unsere Parlamentsbeschlüsse und wissenschaftlichen Diskurse inspirieren, Jahrzehnte nach Sigmund Freud und Hannah Arendt haben es unsere Koranpolitiker namens Tariq Ramadan und Ayyub Axel Köhler dabei nicht einfach. Wären sie auf diesem steinigen Pfad alleine, fiele das sehr auf und würde ihre „Religionsfreiheit“ als Islamische Revolution ruchbar, als Staatsstreich.

Kollegen müssen also her, die über den Verdacht jeder Islamsympathie erhaben sind: Der äußersten Rechten angehörende Islamgegner sind eine ideale Besetzung, ersatzweise tun es auch die Freunde aus dem Lager der bibeltreuen amerikanischen Kreationisten und der diktatorischen Führung aus Peking, die beide aber sich in Europa bisher eher rar machen. Nein, eine im mittlerweile üblichen, schlampigem Sprachgebrauch „rechts“ betitelte Partei ist aus Sicht der Muslimbrüder vonnöten (wir freiheitlichen Demokraten sollten extrem rechts beziehungsweise rechtsextrem sagen), damit die Kooperation mit den Nichtmuslimen (Islamisierung Europas) beginnen kann.

Europas Koranpolitiker nutzen Europas reaktionäre Antiislamisten: Man hat ein Stück des Wegs das gleiche Ziel und kann sich also einstweilen derartig laut beschimpfen, dass das in Ausdünnung befindliche säkulare Bürgertum die Übersicht verliert und das Fußvolk der jeweils eigenen Bewegung gleich mit.

Ein noch so schwerer Hammer kann nicht erfolgreich in die Luft schlagen, sondern bedarf eines Widerlagers, um etwa eine Kokosnuss erfolgreich zu zertrümmern. Der Hammer ist der politische Islam, sein Amboss die europäische beziehungsweise transatlantische politische Reaktion, die sich selbst bald als abendländisch, wertkonservativ, „rechts“ oder auch als nationalistisch beziehungsweise rechtsradikal etikettieren mag, die heterogenen Blöcke jedenfalls schmelzen unter Allahgottes heißem Lichtglanz zu einem einzigen ehernen Amboss zusammen, der die Kokosnuss des Rechtsstaats doch eigentlich knacken müsste.

Die Islamisierung ist eben von mehrfacher Arbeitsteiligkeit: Muslimischerseits werden bekennend schariazentrierte Wölfe und Brandstifter (CAIR, Mustafa Cerić, IGD und ZMD) zeitgleich mit Feuerlöschern und Schafspelzen (Tariq Ramadan, Bekir Alboğa, KRM, Mathias Rohe) in Umlauf gebracht sprich auf Dialogbühnen und in Ministerien geschickt. Andererseits unterliegen die demokratieskeptischen Antiimperialisten und Kapitalismuskritiker (Sabine Schiffer, Beate Sträter) der radikalen Linken ganz im Sinne der europäischen und US-amerikanischen Kalifatwerdung derselben Nutzbarmachung wie Europas zeitgenössische Nationalisten und Neofaschisten von Jean-Marie Le Pen bis zur British National Party (BNP).

Links- und Rechtsradikale sind schließlich ihrerseits an der Überwindung der als dekadent eingestuften Demokratie hoch interessiert. Die Tuchfühlung zwischen Ḥizb at-taḥrīr (HuT) und NPD mag die spektakulärste zweipolige Zerrkraft (an der zerrinnenden Uhr der sich am weitesten bodenwärts neigende Teil des verdoppelten Zipfels) der nach Kräften ziehenden Demokratiefeinde darstellen, den sehr viel weiteren Bereich der zunehmend nebelverhangenen Grenzen der FdGO aber umgeben Lager wie die bieder und dialogbereit daherkommende Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB oder wie die medial kalkuliert als Gegenspieler des Islam antretende und ebenfalls in Köln ansässige Bürgerbewegung pro Köln und die sie umwölkenden, zwielichtigen „Pro“-Bewegungen.

Die heute gleichnishaft verwendete Uhr das katalanischen surrealistischen Malers jedenfalls wird durch die Demokratieverdrossenen oder von der Demokratie unbelastet Gebliebenen „aller Länder“ wie auf einer Streckbank einigermaßen gequält, die Universalität der Menschenrechte und die Pressefreiheit beginnen bereits, an schöner Form, sprich an Verlässlichkeit zu verlieren.

In diesem Sinne wird eine jede „rechte“ (rechtsradikale?) Partei antiislamischen Selbstverständnisses dem Ziel der Iḫwān al-Muslimūn, der Muslimbruderschaft zuarbeiten, nicht zuletzt durch die nachfolgende öffentliche Plausibilität einer als „gerechtes Gegengewicht“ zu gründenden oder bereits vorhandenen und in Rathäuser und Parlamente hinein wählbaren politischen Islampartei.

Möge sich die gelegentlich durchaus vernünftig argumentierende niederländische Partij voor de Vrijheid (PVV) dieser Gefahr bewusst sein und kein Beförderer dessen werden, was Europa droht und was vor Jahrzehnten im südlichen Asien als Zwei-Nationen-Theorie (Two-Nation Theory) segregierend und sezessionistisch aktiv wurde. Berücksichtigen heißt Machteinräumen, und auch eine Anti-Koran-Politik wäre eine Koranpolitik: AEMR und bundesdeutsches Grundgesetz sind ja bereits vorhanden, gelten also auch für Töchter muslimisch sozialisierter Eltern und Großeltern und müssen lediglich durchgesetzt werden.

Wir brauchen keine Lex Islam, das ist beiden Seiten zu sagen, den Parteigängern der Scharia ebenso wie den nationalen Revolutionären oder sonstigen politischen Antiislamisten. Ein von der PVV geforderter „fünfjähriger Zuwanderungsstopp für Muslime“ müsste unsere säkulare Lebensweise sehr bedrohen, weil damit das Muslim-Sein zum staatsbürgerlichen Merkmal ernannt werden würde – hier phantasiert die Freiheitspartei um Geert Wilders sozusagen kongenial und völlig im Sinne von Tariq Ramadan und Mustafa Cerić. Wilders Kurzfilm »Fitna« bleibt trotz derlei politischer Fehleinschätzung allerdings sehenswert.

Die Möglichkeiten, das Werkzeug der wählbaren Partei gegen den Parlamentarismus zu richten, erlebte Europa bereits, nur zwei Jahre, nachdem der geniale Dalí die beschriebenen Uhren auf seiner Leinwand weich werden ließ.

Die sich nicht nur im Karneval frohgemut gebende Mitte der Gesellschaft sollte sich Sorgen machen, dass ihre Zeit nicht abläuft! Zur Verhinderung der islamkonformen Religionspolitik brauchen wir Mancherlei, Unbestechlichkeit etwa und Zivilcourage sowie den Einsatz gegen Korruption und für die Universalität der Menschenrechte.

Ganz gewiss aber keine „rechten“ Parteien.

Edward von Roy

La persistencia de la memoria – Die Beständigkeit der Erinnerung. Salvador Dalí 1931. Politischer Islam und (vorgeblich) islamhassender Rechtsextremismus ziehen, nicht am selben Strick, aber in die gleiche Richtung. Mag doch das Zifferblatt des AEMR-zentrierten Rechtsstaates zerreißen wie ein überdehntes Gummiband, morgenländische und abendländische Frauen gehören schließlich nicht in die Arbeitswelt, sondern in Küche und Kinderzimmer – wissen die Demokratiefeinde

http://rjdent.files.wordpress.com/2009/10/the_persistence_of_memory_1931_salvador_dali.jpg

Prinzip Amboss. Allahs Hammer braucht zur Zerschlagung der kulturellen Moderne eine verlässliche Arbeitsgrundlage, die rechtsextremistische Anti-Islam-Partei

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/41/Blacksmith_at_work02.jpg

14. Mönchengladbacher Erklärung

September 5, 2010

Mönchengladbacher Erklärung

Wir, die Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger, sind gegen die Einrichtung der „Islamschule“ des Vereins Einladung zum Paradies. Wir wehren uns gegen demokratiefeindliche, grundrechtsverletzende und frauenfeindliche Bestrebungen. Dabei lassen wir uns von keiner politischen oder religiösen Strömung vereinnahmen und erklären:

Wir sind gegen Ganzkörperschleier (Burka) und Gesichtsschleier (Niqab), denn wir wollen offenen Blickkontakt mit allen unseren Nachbarn. Wir leben nicht mehr wie im Mittelalter in Stämmen oder Clans, wir haben keine Ghettoisierung in Juden-, Christen- und Moslemviertel. Für alle Menschen gilt dasselbe Recht, unabhängig von Geschlecht, Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung. Jeder hat das Recht auf freie Partnerwahl oder das Recht, als Single zu leben, Ehen werden nicht durch die Familie arrangiert.

Gemeinsam mit allen Bürgern unserer Stadt wollen wir eine auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) und dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1949) beruhende Stadtkultur leben, in der Menschen selbstbestimmte Persönlichkeiten sind. Religion ist Privatangelegenheit, jeder Mensch kann die Religion wechseln oder religionslos sein.

Wir sind erschrocken, wenn Salafisten in unserer Nachbarschaft eine Islamschule betreiben wollen, an der gelehrt wird, die Demokratie sei eine „falsche Religion“, Islamapostaten müssten getötet werden, die Ehefrau solle ihrem Mann bedingungslos gehorchen und Nichtmuslime seien Menschen sittlich geringeren Wertes.

Wir sind alarmiert, dass Demokratiegegner in unserer Stadt die Glaubens- und Bekenntnisfreiheit dazu missbrauchen, den säkularen Rechtsstaat auf Dauer durch einen Gottesstaat (Kalifat) zu ersetzen. Wir lassen nicht zu, dass die erst nach Jahrzehnten mühsam errungene Gleichberechtigung von Mann und Frau nun im Namen der Religion außer Kraft gesetzt wird.

Wir wollen diese Islamschule nicht!

05.09.2010, V.i.S.d.P. Gabi Schmidt, i.so.l.de@gmx.de


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